Richard Wegler – författare
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Die chemische Schadlingsbekampfung ist eine verhiiltnismaBig junge Wissenschaft. Sie hat sich rasch entwickelt, und ihre Bedeutung wachst noch immer. Zunachst war ihr Ziel allein die Bekampfung von Schadinsekten im Pflanzenbau. Heute gehoren die Niederhaltung oder die Verhtitung von durch Pilze verursachten Pflanzenkrankheiten eben so zum chemischen Pflanzenschutz wie die Vernichtung unerwtinschter Pflanzen. Insektizide, speziell Akarizide, finden zunehmend Anwen- dung in der Hygiene, im Vorratsschutz und in der Veterinarmedizin, hier z. B. zur Bekampfung von Zecken. Es sei an die Anwendung von DDT zur Bekampfung von Malaria-Stechmticken erinnert, wofiir der Nobelpreis verliehen wurde. Nach vielen Seiten weitet sich der Pflanzen schutz aus. Einige neuere Anwendun- gen chemischer Verbindungen fallen nicht mehr unter die ursprtingliche Defini- tion des Begriffes "Pflanzenschutz". Genannt seien etwa die pjlanzlichen Wuchs- hemmstoffe, oft den Herbiziden nahe verwandt; hier verschiebt sich die Grenze zu den Hormonen des Pflanzenwuchses. Einige natiirlich vorkommende Wuchs- stoffe werden in diesem Werk eingehender behandelt.1m Brennpunkt der neueren Entwicklung stehen Stoffe, weIche das Bliihen beeinflussen, den Fruchtabfall ver- hindern, die Frostresistenz erhohen oder auf andere Weise zum Nutzen von Kul- turpflanzen verwendet werden sollen. Auf dem Gebiet der Insektizide ist die Si- tuation ahnlich. Hier kamen zu den klassischen Insektiziden die Lockstoffe, die Juvenil-Hormone und andere Substanzen, die allerdings bis heute kaum prak- tische Verwendung gefunden haben. Nur die in ihrer chemischen Konstitutions- aufklarung am weitesten fortgeschrittenen Sexual-Lockstoffe der Insekten werden im vorliegendem Buch behandelt.
Chemie der Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel
Pflanzenwachstumsregulatoren · Fungizide Holzschutz
Häftad, Tyska, 2011
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Der vorliegende 6. Band konnte die Oberschrift "Pflanzenschutzforschung auf neuen Wegen" tragen. Trotz der verbreiteten, meist aufmangelndem Informations- stand beruhenden Voreingenommenheit gegen den chemischen Pflanzenschutz, nimmt dessen Bedeutung sHindig zu. Das beruht auf der Notwendigkeit einer sicheren und rationellen landwirtschaftlichen Produktionssteigerung, die durch das rapide Wachstum der WeItbevolkerung erzwungen wird. Zwar ist die land- wirtschaftliche Produktivitat auch in einigen Entwicklungslandern wahrend der letzten 15 Jahre merklich gestiegen, sie haIt aber vielfach mit der Vermehrung der Bevolkerung nicht Schritt. Der Pflanzenschutz ist nicht einseitig auf bestimmte Methoden festgelegt, sondern bedient sich unvoreingenommen aller wirtschaftlich und okologisch vertretbaren Wege und Verfahren. Hierbei wird auch die Forschung nach neuen Wirkstoffen und chemischen Verfahren auf sehr breiter Grundlage weiterbetrieben, wenn auch unter merklicher Steigerung der Forschungskosten. Jeder neue Wirk- stoff muB einen Fortschritt gegeniiber einem eingefUhrten Handelsprodukt dar- stellen.Wichtige Kriterien sind hierbei neben der Wirksamkeit die Umwelt- vertraglichkeit, unter anderem giinstigere toxikologische Eigenschaften, Sicher- heit in der Anwendung und Wirtschaftlichkeit. Wie schon in Band 3 (Beitrag Haug) dargestelIt, sind gerade auch diejenigen Kosten fUr Forschung und Ent- wick lung, die der langfristigen Unbedenklichkeit und Sicherheit der Produkte dienen, iiberproportional gestiegen.
Spezielle Chemie der Herbizide · Anwendung und Wirkungsweise / Special Chemistry of Herbicides · Applications and Mechanisms
Häftad, Tyska, 2012
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Band 8 ist den Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Herbizide gewidmet. Die Bedeutung der Herbizide ist von 1976 bis 1980 erneut gestiegen, und weltweit beträgt der Herbizid-Verkauf wertmäßig soviel, wie der Verkaufswert der Insekti zide und Fungizide zusammen! Langsam bedienen sich auch, bei intensiverem Anbau von Nahrungsmitteln und Nutzkulturen, "unterentwickelte" Länder aller Arten von Pestiziden und Herbiziden, und so ist mit einer weiteren Steigerung der Herbizid-Anwendung zu rechnen. Von 1976 bis 1980 wurden viele neue Versuchsprodukte, aber vergleichsweise wenig neuartige Handelsprodukte bekannt, denn der Herbizid-Standard ist schon sehr hoch, sodaß es immer schwieriger wird, Herbizide mit wesentlichen Vorteilen zu finden, zu entwickeln und zum Verkauf zu bringen. Die mengenmäßig hohe Produktion wichtiger Herbizide macht es zudem schwierig, preiswertere neue Produkte herzustellen und einzuführen. Die stark angestiegenen Forschungs-und Entwicklungskosten für ein neues Pflanzenschutzmittel - etwa 100 Mill. D- erschweren den Fortschritt außerordentlich. Wenngleich die meisten neuen Ver suchs- und Handelsprodukte Substanzgruppen entstammen, deren Bedeutung schon Ende 1976 erkannt worden war, und deren erste Versuchsprodukte bereits eine Weiterentwicklung anzeigten, so wurden doch auch spektakuläre Ent deckungen gemacht, von denen es wiederum erste Versuchsprodukte gibt. Herbi zide mit Aufwandmengen von etwa 20 g/ha, also mit extrem guter Wirksam keit zeigen, daß der Weg in unerwartetes Neuland noch lange kein Ende hat. Schon 1976 bekannte Verbindungsklassen, wie die der Diarylether-oxyalkan carbonsäuren, nicht nur von der Entdeckerfirma Hoechst AG intensiv bearbeitet, ergaben eine Fülle neuer Herbizide mit meist selektiver Gräserwirkung.
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Chemie der Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel
Band 2: Fungizide · Herbizide · Natürliche · Pflanzenwuchsstoffe · Rückstandsprobleme
Häftad, Tyska, 1970
566 kr
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Die chemische Schädlingsbekämpfung ist eine verhältnismäßig junge Wissenschaft. Sie hat sich rasch entwickelt, und ihre Bedeutung wächst noch immer. Zunächst war ihr Ziel allein die Bekämpfung von Schadinsekten im Pflanzenbau. Heute gehören die Niederhaltung oder die Verhütung von durch Pilze verursachten Pflanzenkrankheiten ebenso zum chemischen Pflanzenschutz wie die Vernichtung unerwünschter Pflanzen. Insektizide, speziell Akarizide, finden zunehmend Anwen dung in der Hygiene, im Vorratsschutz und in der Veterinärmedizin, hier z. B. zur Bekämpfung von Zecken. Es sei an die Anwendung von DDT zur Bekämpfung von Malaria-Stechmücken erinnert, wofür der Nobelpreis verliehen wurde. Nach vielen Seiten weitet sich der Pflanzenschutz aus. Einige neuere Anwendun gen chemischer Verbindungen fallen nicht mehr unter die ursprüngliche Defini tion des Begriffes "Pflanzenschutz". Genannt seien etwa die pflanzlichen Wuchs hemmstoffe, oft den Herbiziden nahe verwandt; hier verschiebt sich die Grenze zu den Hormonen des Pflanzen wuchses. Einige natürlich vorkommende Wuchs stoffe werden in diesem Werk eingehender behandelt. Im Brennpunkt der neueren Entwicklung stehen Stoffe, welche das Blühen beeinflussen, den Fruchtabfall ver hindern, die Frostresistenz erhöhen oder auf andere Weise zum Nutzen von Kultur pflanzen verwendet werden sollen. Auf dem Gebiet der Insektizide ist die Situation ähnlich. Hier kamen zu den klassischen Insektiziden die Lockstoffe, die Juvenil Hormone und andere Substanzen, wie z. B. Chemosterilantien, die allerdings bis heute erst geringe Verwendung gefunden haben. Nur die in ihrer chemischen Kon stitutionsaufklärung am weitesten fortgeschrittenen Sexual-Lockstoffe der Insekten werden im vorliegenden Buch im Band 1behandelt.