Sebastian Rahn – författare
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Vorstellungen darüber, was Kindheit und Jugend sind und welche Rahmenbedingungen ein ‚gutes‘ Aufwachsen benötigt, sind für die Pädagogik und damit auch für die Offene Kinder- und Jugendarbeit konstitutiv. Die vorliegende Studie untersucht, wie mentale Kindheits- und Jugendbilder bei Fachkräften in der offenen Arbeit biografisch entstehen und wie hierbei eigene Erfahrungen im Aufwachsen, Professionalisierungsprozesse und gesellschaftliche Leitbilder zusammenwirken. Zudem wird die Bedeutung dieser biografisch akkumulierten Bilder für die Adressierungspraktiken der Fachkräfte analysiert.
Insbesondere in dem von diffusen Aufgaben- bzw. Funktionszuschreibungen geprägten Arbeitsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit haben biografische Wissens- und Erfahrungsbestände der Fachkräfte eine hohe Relevanz für die berufliche Praxis. Ziel der Untersuchung ist es, diesen spezifischen Aspekt der Ermöglichungsbedingungen der offenen Arbeit zu rekonstruieren und darüber zu einem tieferen Verständnis des Verhältnisses von normativen arbeitsfeldspezifischen Leitorientierungen und Postulaten (z.B. Offenheit, Freiheit, Partizipativität) auf der einen sowie biografisch entstandenen Dispositionen auf der anderen Seite zu gelangen.
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In dualen Studiengängen Sozialer Arbeit und Sozialpädagogik wird eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis angestrebt. Daher hat das duale Studium Sozialer Arbeit in den vergangenen Jahren an Attraktivität gewonnen. Das Buch dokumentiert Ansätze zur Bewältigung der konzeptionellen, didaktischen und organisationellen Herausforderungen dualer Studiengänge aus Sicht von Lehrenden und Studierenden an privaten und staatlichen Hochschulen. Insbesondere die Gestaltung von Anleitungsprozessen in Praxiskontext und Hochschule, die Persönlichkeitsentwicklung und Studierbarkeit dualer Studiengänge, Lehr- und Lernformen im Kontext von Theorie-Praxis-Verzahnung sowie bildungswissenschaftliche Studien zur Qualität dualer Studienangebote stehen dabei im Fokus.
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Im vorliegenden Band werden die Ergebnisse einer Studie zur biografischen Bedeutung Offener Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) vorgestellt. Im Rahmen von Fallstudien wurde untersucht, welche subjektiven Erfahrungen ehemalige Nutzer*innen von offenen Angeboten mit ihrem Einrichtungsbesuch verbinden. Insgesamt verdeutlichen die Befunde der Studie, dass Angebote der OKJA aufgrund ihrer Vielfalt und aufgrund der heterogenen Besucher*innenschaft nicht eine Funktion, nicht eine Bedeutung und nicht einen bestimmten Nutzen haben. Im Gegenteil, die Forschungsergebnisse zeigen, dass sich unterschiedliche biografische Bedeutungen finden lassen. Die Bedeutungen sind vermutlich so vielfältig, wie es die OKJA selbst ist, und so heterogen, wie die jungen Menschen, die diese Angebote nutzen. Dies ist deshalb wichtig, weil sich OKJA nicht an eine definierte ‚Problemgruppe‘ richtet, sondern offen für sämtliche Belange junger Menschen sein sollte.