Sigrid Kannengieer – författare
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Wie eignen sich zivilgesellschaftliche Akteure Medien für die grenzüberschreitende Netzwerkbildung und für lokale Ermächtigungsprojekte an? Sigrid Kannengießer geht dieser Frage am Fallbeispiel eines Netzwerks von Frauenorganisationen, des Association for Progressive Communications Women’s Networking Support Programme, nach. Medien und mediatisierte Kommunikation in der Arbeit zivilgesellschaftlicher Akteure sichtbar zu machen und zu analysieren, ist eines der Ziele der empirischen Studie. In einer Detailstudie werden Workshops für digitales Geschichtenerzählen in Südafrika untersucht. Im Zusammendenken der lokalen und grenzüberschreitenden Netzwerkebenen wird das Konzept der translokalen Ermächtigungskommunikation entwickelt, welches Ermächtigungsmomente und Machtstrukturen sichtbar macht sowie Ungleichheiten innerhalb des Netzwerks bzw. zwischen dem Netzwerk und seiner Umgebung herausarbeitet.
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Die „Zukunft der Medien“ gilt oft als unser aller Zukunft: Wie kaum eine andere Technologie stehen digitale Medien für zukünftige Entwicklungen. Historisch galten Kabelprojekte und Satellitenfernsehen als Vorboten eines neuen Zeitalters. Später traf dies für das Internet und Online-Plattformen zu. Gegenwärtig ist es vor allem kommunikative Künstliche Intelligenz, der das Potenzial für einen weiteren komplexen gesellschaftlichen und kulturellen Wandel zugeschrieben wird. Gleichzeitig interessiert sich die Kommunikations- und Medienforschung für die „Medien der Zukunft“, untersucht also den medientechnologischen Wandel, auch im Zusammenhang mit den Veränderungen der Medienaneignung und Medienproduktion sowie im Kontext von gesellschaftlichem und kulturellem Wandel.
Aber in welcher Beziehung stehen die Zukunft der Medien und die Medien der Zukunft genau? Ziel des Bandes ist es, diese Frage aus unterschiedlichen Perspektiven der Kommunikations- und Medienforschung zu beleuchten. Er markiert das zwanzigjährige Bestehen der Reihe „Medien – Kultur – Kommunikation“.
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In medial bestimmten Gesellschaften stehen »Medien« und »Gender« in interdependenten Beziehungen. Die damit einhergehenden Dynamiken werden von den Medien- und Kommunikationswissenschaften einerseits sowie von den Gender- und Queer Studies andererseits erforscht.In einem transdisziplinären Brückenschlag werden in diesem Band unterschiedliche Theorien und Methoden vorgestellt, angewandt und kritisiert. Die Beiträger_innen analysieren, wie sich Konzepte von Geschlecht und Sexualität in aktuellen Medienprodukten, medialen Kontexten und Aneignungsprozessen manifestieren.