Sophia Prinz – författare
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Ästhetik und Gesellschaft
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Fragen des Designs erfahren aktuell großes Interesse in einer Vielzahl kulturwissenschaftlicher Disziplinen. Im deutschsprachigen Raum wurden bisher jedoch kaum theoretische und methodische Ansätze zur Analyse der sozialen und kulturellen Funktionen von Design entwickelt.Das Buch schließt diese Lücke und versammelt erstmalig verschiedene kultursoziologische und -theoretische Zugänge, die Design als wichtigen Teil der ästhetischen Signatur von Gesellschaft sichtbar machen. Fallstudien zu sozialen und kulturellen Gebrauchskontexten, Praktiken des Entwurfs, Fetischisierungsprozessen und ethisch-politischen Fragen komplettieren ein anschauliches Bild vom Design der Gesellschaft. Den Schwerpunkt bilden dabei praxistheoretische Ansätze, artefakt- sowie affekttheoretische Perspektiven.Mit Beiträgen u.a. von Karl H. Hörning, Gert Selle, Aida Bosch, Albena Yaneva und Joachim Fischer.
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Wie das Denk- und Sagbare ist auch das Sichtbare einer Kultur historisch wandelbar. Es hängt von den inkorporierten Wahrnehmungsschemata ab, die das Subjekt in Auseinandersetzung mit den Gestalten seiner dinglichen Umwelt erworben hat. Um dieses Verhältnis zwischen der »perzeptiven Syntax« (Merleau-Ponty) des Subjekts und der visuellen Ordnung der Dinge zu erhellen, unternimmt Sophia Prinz zunächst eine systematische Rekonstruktion der im Werk Michel Foucaults angelegten, aber fragmentarisch gebliebenen Theorie der historischen Bedingungen des Sichtbaren.Im Dialog mit Maurice Merleau-Pontys Phänomenologie der Wahrnehmung, Jacques Lacans Psychoanalyse des Blicks sowie Pierre Bourdieus Habitustheorie wird diese »Geschichte des Sehens« weiter geschärft und zu einer umfassenden praxistheoretischen Heuristik ausgebaut. Das Sehen erweist sich dabei einerseits als kulturell überformt und andererseits als relativ freie Praxis, die sich für ein Anders-Sehen offen zeigt.
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Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte Georg Simmel beobachten, dass das individuelle Wahrnehmungsvermögen von den Alltagsdingen, Architekturen und Techniken einer Gesellschaft geprägt wird. Von der Soziologie wurde die Frage nach dem Zusammenhang von materieller Kultur, Sinnlichkeit und sozialer Ordnung jedoch lange nicht weiterverfolgt. Im Anschluss an den aktuellen practice, body und material turn lotet der vorliegende Band diese Leerstelle theoretisch, methodologisch und empirisch aus. Dabei stehen vier Themenfelder im Vordergrund: Ästhetik innerhalb und außerhalb der Kunst, die affektive Macht der Dinge, die atmosphärische Komposition von Architektur sowie sinnliche Expertisen.Mit Beiträgen u.a. von Regula Valérie Burri, Joachim Fischer, Robert Gugutzer, Hans Peter Hahn, Jane M. Jacobs, Gabriele Klein, Peter Osborne, Andreas Reckwitz und Kaja Silverman.
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