Soren Ohlhus – författare
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Im Zentrum des Bandes stehen Verfahren und Formen der Generierung von Wissen in verschiedenen Praxisfeldern. Anhand von authentischen sozialen Interaktionen werden aus unterschiedlichen Perspektiven Merkmale und Prozesse der Hervorbringung von Wissen aufgezeigt,
die sich in interaktiven Verfahren entfalten, die in einem institutionenbezogenen Handlungsfeld eingesetzt werden, das von alltagsweltlicher Relevanz ist und die in einer spezifischen medialen Konstellation stattfinden.Die einzelnen Beiträge widmen sich in diesem Rahmen einer Vielzahl von Verfahren und Formen von Wissensgenerierung in unterschiedlichen institutionellen Handlungsfeldern aus den Bereichen Medizin, Recht, Lehr/Lerninteraktionen und Massenmedien.Die Anordnung der Beiträge folgt dabei nicht den Praxisfeldern, sondern einer prozessualen Auffassung des Gegenstands der Generierung und Bearbeitung von Wissen, aus der sich vier Leitfragen für die jeweiligen Abschnitte ergeben: Wie wird Wissen situativ eingebettet? Wie wird Wissen interaktiv hervorgebracht? Wie wird Wissen institutionell zur Geltung gebracht? und Wie wird Wissen (massen)medial verbreitet?Durch die spezifische Zusammenstellung sollen grundlegende Formen in sehr unterschiedlichen Praxisfeldern erkennbar und vergleichbar gemacht werden. Die einzelnen Beiträge nehmen dabei den Fokus des jeweiligen Kapitels vor dem Hintergrund ihres je eigenen Gegenstandes und dessen institutioneller Einbettung sowie medialer Realisierungsformen auf.
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Der vorliegende Sammelband, der Uta Quasthoffs Werk zu ihrem 65. Geburtstages würdigt, will einen Einblick in die Reichhaltigkeit linguistischer Erzählforschung geben. Die zwei zentralen Schwerpunkte sind das mündliche Erzählen und seine Einbettung in sprachliche Interaktionen sowie der Erwerb von Erzählfähigkeiten als Teil umfassenderer diskursiver Kompetenzen.Das Erzählen als Teil alltäglicher Interaktionen wird in verschiedenen Aspekten beleuchtet: Seine Inhalte reichen von der Rekonstruktion des nächtlichen Traums über die Darstellung eigener Erfahrung bis hin zur Lebensgeschichte. Seine soziale Funktion zeigt sich, wenn die eigene Position von anderen abgesetzt und eine „narrative Identität“ präsentiert wird. Dabei verweist die Varianz der erzählerischen Form auch auf ästhetischen Dimensionen literarischen Erzählens.Eine besondere Funktion hat das Erzählen für den Erwerb diskursiver Kompetenzen. Hier spielt es als Medium und Gegenstand des Erwerbsprozesses eine zentrale Rolle. Beobachtungen zu alltäglichen Formen kindlichen Erzählens können als Ressourcen für didaktische Konzeptionen angesehen werden oder eine Brücke bauen zwischen dem mündlichen Erzählen und seiner schriftlichen Form als Beginn der literalen Textentwicklung.