Stefan Bo – författare
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PDF, Tyska, 2026881 kr
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Bereits unmittelbar nach seinem Ende wurde der Erste Weltkrieg in der deutschen Offentlichkeit als Zerstorer des Eheglucks"e; betrachtet, der Paare voneinander entfremdet, sexuelle Untreue befeuert und die Geschlechterordnung durcheinandergewirbelt habe. In der Geschichtswissenschaft wurde diese These einer kriegsbedingten Krise der Partnerschaft lange Zeit fortgeschrieben. Gleichzeitig hat die internationale Feldpostforschung inzwischen zutage gefordert, wie eng Soldatenpaare trotz ihrer raumlichen und lebensweltlichen Trennung haufig aufeinander bezogen blieben. Diesen Gegensatz nimmt Stefan Bo zum Anlass, um die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Partnerschaftsdiskurse und Beziehungserfahrungen in Deutschland zu untersuchen. Uber die dichotome Frage nach der (In-)Stabilitat von Beziehungen hinaus fragt er nach Bruchen und Kontinuitaten im emotionalen, sexuellen und kognitiven Bereich von Partnerschaft. Durch den systematischen Einbezug der Nachkriegszeit wird eine diachrone Perspektive auf die Wirkungen des Militarkonflikts eroffnet. Als Teil einer Kulturgeschichte sozialer Beziehungen im Krieg leistet die Studie so einen wichtigen Beitrag zur Familien- und Geschlechtergeschichte des 20. Jahrhunderts.
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Bereits unmittelbar nach seinem Ende wurde der Erste Weltkrieg in der deutschen Offentlichkeit als Zerstorer des Eheglucks"e; betrachtet, der Paare voneinander entfremdet, sexuelle Untreue befeuert und die Geschlechterordnung durcheinandergewirbelt habe. In der Geschichtswissenschaft wurde diese These einer kriegsbedingten Krise der Partnerschaft lange Zeit fortgeschrieben. Gleichzeitig hat die internationale Feldpostforschung inzwischen zutage gefordert, wie eng Soldatenpaare trotz ihrer raumlichen und lebensweltlichen Trennung haufig aufeinander bezogen blieben. Diesen Gegensatz nimmt Stefan Bo zum Anlass, um die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Partnerschaftsdiskurse und Beziehungserfahrungen in Deutschland zu untersuchen. Uber die dichotome Frage nach der (In-)Stabilitat von Beziehungen hinaus fragt er nach Bruchen und Kontinuitaten im emotionalen, sexuellen und kognitiven Bereich von Partnerschaft. Durch den systematischen Einbezug der Nachkriegszeit wird eine diachrone Perspektive auf die Wirkungen des Militarkonflikts eroffnet. Als Teil einer Kulturgeschichte sozialer Beziehungen im Krieg leistet die Studie so einen wichtigen Beitrag zur Familien- und Geschlechtergeschichte des 20. Jahrhunderts.