Thomas L. Gertzen – författare
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Trotz ihres mittlerweile 200-jährigen Bestehens stellen umfassende Darstellungen der Geschichte der Wissenschaft der Ägyptologie immer noch ein Desiderat dar. Durch Auswertung umfangreicher Materialien aus deutschen und europäischen Archiven ist die Möglichkeit zur Einschätzung der Bedeutung der sog. "Berliner Schule" der Ägyptologie und ihres Begründers, Adolf Erman (1854-1937) - auch in seinem Verhältnis zu anderen Generationen und der internat. Ägyptologie möglich geworden.Die Arbeit leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Disziplinen- u. Institutionengeschichte.
Judentum Und Konfession in Der Geschichte Der Deutschsprachigen Ägyptologie
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Die Konfession deutscher Orientalisten rückt zunehmend in den Fokus fachgeschichtlicher Forschung. Dabei bietet das Spannungsfeld von Orientalismus und Antisemitismus nicht nur Ansatzpunkte bei Gelehrtenbiografien jüdischer Wissenschaftler. Die besonderen gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen des „kulturkämpferischen“ Zweiten Deutschen Kaiserreichs lenken den Blick auch auf Konflikte zwischen den christlichen Konfessionen. Der Orientalistik kommt durch ihren Forschungsgegenstand dabei eine Schlüsselrolle zu. Die Ägyptologie in Deutschland hat sich, anders als ihre Nachbardisziplin der Assyriologie, nicht in den „Babel-Bibel-Streit“ verwickeln lassen. Weitgehend staatlich finanziert, mussten deutsche Ägyptologen, anders als ihre angelsächsischen Kollegen, auch nicht „biblische“ Themen aufgreifen, um private Förderer zu gewinnen. Dennoch hatte die Konfession unmittelbaren Einfluss auf Karrieren und Wissenschaftspolitik. Die vorliegende Studie geht diesem Einfluss anhand ausgesuchter Fallbeispiele auf den Grund.
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Die Konfession deutscher Orientalisten rückt zunehmend in den Fokus fachgeschichtlicher Forschung. Dabei bietet das Spannungsfeld von Orientalismus und Antisemitismus nicht nur Ansatzpunkte bei Gelehrtenbiografien jüdischer Wissenschaftler. Die besonderen gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen des „kulturkämpferischen“ Zweiten Deutschen Kaiserreichs lenken den Blick auch auf Konflikte zwischen den christlichen Konfessionen. Der Orientalistik kommt durch ihren Forschungsgegenstand dabei eine Schlüsselrolle zu. Die Ägyptologie in Deutschland hat sich, anders als ihre Nachbardisziplin der Assyriologie, nicht in den „Babel-Bibel-Streit“ verwickeln lassen. Weitgehend staatlich finanziert, mussten deutsche Ägyptologen, anders als ihre angelsächsischen Kollegen, auch nicht „biblische“ Themen aufgreifen, um private Förderer zu gewinnen. Dennoch hatte die Konfession unmittelbaren Einfluss auf Karrieren und Wissenschaftspolitik. Die vorliegende Studie geht diesem Einfluss anhand ausgesuchter Fallbeispiele auf den Grund.
Der Nachlass Paul de Lagarde
Orientalistische Netzwerke Und Antisemitische Verflechtungen
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