Thomas Riesenweber – författare
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Bei den Mitte des 4. Jahrhunderts n. Chr. verfaßten Commenta in Ciceronis Rhetorica des römischen Rhetorikprofessors Marius Victorinus handelt es sich um den einzigen vollständig erhaltenen antiken Kommentar zum rhetorischen Jugendwerk Ciceros De inventione, das in Spätantike und Mittelalter zu den wichtigsten Handbüchern der Rhetorik gehörte. Die Bedeutung der Commenta manifestiert sich in der reichen handschriftlichen Überlieferung (etwa 60 Textzeugen), die für diese Edition erstmals vollständig berücksichtigt ist. Dabei kommt eine bisher unbekannte italienische Handschriftenfamilie zum Vorschein, die einen unabhängigen Zugang zum Archetyp hatte und an zahlreichen Stellen den richtigen Text bewahrt. Die neuen Einsichten in die Überlieferung und eine erstmals durchgeführte kritische examinatio des überlieferten Textes führen zu einer grundlegenden Neuedition, die die seit 150 Jahren maßgebliche Ausgabe Karl Halms ersetzen wird.
C. Marius Victorinus, "Commenta in Ciceronis Rhetorica"
Band 1: Prolegomena. Band 2: Kritischer Kommentar Und Indices
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Begleitend zur Edition der Commenta in Ciceronis Rhetorica des römischen Rhetorikprofessors Marius Victorinus (4. Jh. n. Chr.), die 2013 in der Bibliotheca Teubneriana erschienen ist, werden hier Prolegomena und kritischer Kommentar vorgelegt.
Der erste Band (Prolegomena) beschreibt erstmals alle erhaltenen 60 Textzeugen, die die Commenta mehr oder weniger vollständig überliefern, dazu Fragmente und Exzerpte in Auswahl, und enthält einen Katalog der Deperdita. Ausführlich werden die Überlieferungszusammenhänge beleuchtet und ein komplexes Stemma entwickelt, das sich in einen fränkischen und einen italienischen Variantenträger aufspaltet. Dabei werden die stemmatischen Erkenntnisse immer auch in die weitere Rezeptionsgeschichte des Textes eingeordnet. In einer Appendix wird ein karolingisches Rhetorikkompendium erstmals ediert und eine kritische Recensio der Castigationes des venezianischen Rhetors Marinus Becichemus zum Text der Commenta vorgelegt.
Der zweite Band (Kritischer Kommentar) begründet die Wahl von Varianten und Konjekturen in der Edition, wobei das vielseitige Gesamtwerk des Grammatikers, Rhetors, Philosophen und Theologen Victorinus berücksichtigt wird. Hinzu kommen umfangreiche Indices, die die beiden Bände erschließen.
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Begleitend zur Edition der Commenta in Ciceronis Rhetorica des römischen Rhetorikprofessors Marius Victorinus (4. Jh. n. Chr.), die 2013 in der Bibliotheca Teubneriana erschienen ist, werden hier Prolegomena und kritischer Kommentar vorgelegt.
Der erste Band (Prolegomena) beschreibt erstmals alle erhaltenen 60 Textzeugen, die die Commenta mehr oder weniger vollständig überliefern, dazu Fragmente und Exzerpte in Auswahl, und enthält einen Katalog der Deperdita. Ausführlich werden die Überlieferungszusammenhänge beleuchtet und ein komplexes Stemma entwickelt, das sich in einen fränkischen und einen italienischen Variantenträger aufspaltet. Dabei werden die stemmatischen Erkenntnisse immer auch in die weitere Rezeptionsgeschichte des Textes eingeordnet. In einer Appendix wird ein karolingisches Rhetorikkompendium erstmals ediert und eine kritische Recensio der Castigationes des venezianischen Rhetors Marinus Becichemus zum Text der Commenta vorgelegt.
Der zweite Band (Kritischer Kommentar) begründet die Wahl von Varianten und Konjekturen in der Edition, wobei das vielseitige Gesamtwerk des Grammatikers, Rhetors, Philosophen und Theologen Victorinus berücksichtigt wird. Hinzu kommen umfangreiche Indices, die die beiden Bände erschließen.
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Die Arbeit ist die erste umfassende Studie über den properzischen Metapherngebrauch, der bereits Hertzberg als wichtigstes Merkmal der eigenwilligen Sprache des Dichters galt. Nach einer Einführung in die antike und moderne Metapherntheorie werden zahlreiche Aspekte uneigentlichen Sprechens und von Bildersprache im weiteren Sinne in den Elegien des Properz beleuchtet, darunter Vergleiche, Priameln, Sprichwörter, Allegorien, mehrstufige Verfremdungen (Metalepsen), Euphemismus und Drastik, Periphrasen. Ferner werden die verschiedenen Formen der Interaktion von Metaphern und Metonymien mit der Realebene untersucht, u. a. das Phänomen der ‚Intrusion‘, Zeugmata und Amphibolien, verschiedene Identitätsstufen von Gottheiten, kühne Brachylogien und Synästhesien. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Metaphernkontaminationen und der oft assoziativ verknüpften Metaphernfelder; dabei werden v. a. die nach alexandrinischer Manier besonders symbolreichen programmatischen Elegien der Bücher II-IV in den Blick genommen. Es zeigt sich, dass viele Kühnheiten, die in der modernen Properzforschung gerne mit dem Mittel der Konjekturalkritik beseitigt werden, dem originellen Sprach- und Stilempfinden des Properz zuzuschreiben sind.