Vicki Muller-Luneschlo – författare
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PDF, Tyska, 2016329 kr
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Im Jahre 1810 hielt F. W. J. Schelling in Stuttgart vor einem kleinen Kreis hoher Staatsbeamter private Vorlesungen. Juristen, Ärzte und Literaten versammelten sich hier zum ›philosophischen Gespräch‹, um die Prinzipien des Schelling''schen Systems kennenzulernen und zu diskutieren. War Schelling Pantheist? Oder: Ließ sich die stufenweise Entfaltung der Natur mit dem Gang menschlicher Entwicklung in Pestalozzis Erziehungslehre zusammenbringen? Und: Wie stand es mit der Religion? – so fragte der prominente Veranstalter des Vorlesungszyklus, der württembergische Oberjustizrat E. F. von Georgii, in seinen Briefen an den Philosophen.In den »Stuttgarter Privatvorlesungen« legt Schelling einen klargegliederten Systementwurf vor, der aufgrund seiner Stringenz einen umfassenden und konzentrierten Überblick auf das breite Themenspektrum seines Denkens ermöglicht. Gott – Natur – Mensch bilden die metaphysischen Grundbegriffe des Systems, die hier mit Bezug auf Schellings Identitätsphilosophie (1801–1808) und zugleich über sie hinaus entfaltet werden. Nur ein Jahr nach der wirkungsmächtigen »Freiheitsschrift « (1809) und fast zeitgleich mit der Aufnahme der Arbeit an den »Weltaltern« (1811–1815) verfasst, nimmt der Text eine Schlüsselfunktion im Gesamtwerk des Philosophen ein, in dem sich 1810 der Übergang zu Schellings geschichtlicher Philosophie vorzeichnet.Der erst aus dem Nachlass von Schellings Sohn in den »Sämmtlichen Werken« herausgegebene Text wird hier zusammen mit der von Georgii angefertigten Nachschrift in einer Studienausgabe präsentiert und durch den Briefwechsel zwischen dem Philosophen und dem Juristen ergänzt.
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PDF, Tyska, 2025383 kr
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Im Dialogfragment »Clara« aus der Zeit der Romantik diskutieren ein Pfarrer und ein Arzt mit der gleichnamigen Protagonistin über die Fortdauer der Seele nach dem Tod. Clara, eine Frau unbekannten Alters, vertrieben von den heimischen Gütern und verwitwet, sucht Zuflucht in der Einsamkeit und Stille der Natur. Die Trauer um ihren verstorbenen Mann Albert führt sie dort zu einer höheren Einsicht: »Ich weiß, dass er ist, dass er lebt, dass er an unserer Freude teilnimmt.«Was sich Clara als innere Gewissheit über das Gefühl vermittelt, wird ihr schließlich durch gezielte Fragen eines Pfarrers und eines Arztes, die hier stellvertretend für die Theologie und die Naturphilosophie stehen, auf gemeinsamen Spaziergängen mit Hilfe der mäeutischen Methode ›entlockt‹. Das innerlich Angeschaute wird so in deutliche Begriffe gefasst und Clara zugänglich gemacht.Der erst nach Schellings Tod veröffentlichte Text entstand wohl als Reaktion auf den Tod von Caroline (1809) und stellt im Anschluss an den Dialog »Bruno« (PhB 564) das zweite Werk Schellings in Gesprächsform dar. Unter Rückgriff auf weitere Nachlasstexte zeigt die Herausgeberin in ihrer Einleitung, dass Schellings Quellen von der protestantisch-pietistischen Theologie bis zur Theosophie Swedenborgs reichten, dass seine Unsterblichkeitslehre auf den Prinzipien (Potenzenlehre) seines philosophischen Systems fußt und dass der Text systematisch im Kontext der Freiheits- und Weltalterphilosophie zu lesen ist.