Volkmar Joestel – författare
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PDF, Tyska, 2013136 kr
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In der 500-jährigen Wirkungsgeschichte der Reformation wurden Martin Luther manche Aussprüche in den Mund gelegt, die er so nie gesagt oder geschrieben hat, die aber durchaus von ihm hätten stammen können. In Worms soll er die mutige Verteidigung seiner Lehre mit den Worten beendet haben: ''Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir. Amen!'' Als Sinnspruch seines Gottvertrauens gilt: ''Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.'' Als Beleg für Luthers Freude an der Welt als Gottes guter Schöpfung wird gern angeführt: ''Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang''. Weithin bekannt ist auch der Tischspruch ''Ihr rülpset und furzet nicht, hat es euch nicht geschmecket?'' Solche Sprüche bilden durchaus Luthers Persönlichkeit ab – seine Empfindungen, sein Denken, seine Furchtlosigkeit und seinen gelegentlich derben Humor.Volkmar Joestel, der nahezu sein ganzes Berufsleben Luther gewidmet hat, zeigt in diesem schön illustrierten Büchlein durch gut belegte Zitate, dass viele dieser Zuschreibungen Luther durchaus authentisch wiedergeben.
Del 25 - Schriften der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt
Geschwinde Zeitlaufte: Wittenberg Und Die Reformation in Kursachsen 1521/22
Inbunden, Tyska, 2023
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Während Luther 1521/22 auf der Wartburg war, begann in ganz Kursachsen eine rege Reformtätigkeit. Dabei gab es kirchenpolitische Unterschiede zwischen dem Herrschaftsgebiet des Kurfürsten und dem seines Bruders, Herzog Johanns. Das führte zu einem unterschiedlichen Verlauf der Reformation in beiden Gebieten. Deutlich sichtbar wird dies an den Städten, von Wittenberg über Eilenburg, Grimma, Borna, Altenburg, Zwickau, Neustadt a. d. Orla, Jena und Gotha bis nach Weimar.Zudem stellt der Reformationshistoriker Volkmar Joestel auch die Aktivitäten der bäuerlichen Bewegung und des Adels vor. Eng verknüpft waren die reformatorische Theologie und die sozialen Wirklichkeiten. Es geht auch um die Frage, wie und warum dieser hoffnungsvolle Aufbruch im Kur- und Meißnischen Kreis so schnell beendet wurde, während er in Thüringen noch zwei Jahre anhielt.[Swiftly Changing Times. Wittenberg and the Reformation in Electoral Saxony 1521/22]While Luther was at Wartburg Castle in 1521/22, a flurry of reform activity began throughout Electoral Saxony. There were differences in church policy between the Elector''s domain and that of his brother, Duke Johann. This meant the Reformation took a different course in the two areas. This is clearly visible in the cities, from Wittenberg to Eilenburg, Grimma, Borna, Altenburg, Zwickau, Neustadt a. d. Orla, Jena and Gotha to Weimar. In addition, the Reformation historian Volker Joestel presents the activities of the peasant movement and the nobility. Closely linked were Reformation theology and social realities. Also at issue are the questions of how and why this hopeful awakening in the Electoral and Meissen district ended so quickly, while it persisted for another two years in Thuringia.Volkmar Joestel, Dr. phil., Jahrgang 1950, studierte Geschichtswissenschaft in Leipzig und arbeitete fast ein ganzes Berufsleben am Wittenberger Lutherhaus. Wissenschaftlich beschäftigt er sich vor allem mit Andreas Bodenstein aus Karlstadt, wobei ihn besonders die Zusammenhänge zwischen reformatorischer Theologie und der Alltagswirklichkeit der Menschen interessiert. Ein weiteres Interessensgebiet sind Luthermythen und ihre historischen Hintergründe.