Internationale Kooperation – Serie
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Die Reparationen Japans
Ein Beitrag zum Wandel des Reparationsproblems und zur wirtschaftlichen Entwicklung Japans nach 1945
Häftad, Tyska, 1971
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Das Reparationsproblem hat in den zwanziger Jahren in Deutschland, aber auch in den angelsächsischen Ländern eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Erstmals waren einer Volkswirtschaft von den Siegern ungeheure Dauerbelastungen auferlegt worden. Abge sehen von den politischen und völkerrechtlichen Problemen war fraglich, ob und wie diese Geld- und Sachleistungen aufzubringen, in andere Währungsgebiete-zu trans fe·rieren und dort sinnvoll zu verwenden waren. Dawes-Plan und Y oung-Plan waren Lösungsversuche. Schließlich ebbte nach dem Hoover-Moratorium die Diskussion ab. Als erwiesen galt, daß die schweren weltwirtschaftlichen Störungen erheblich durch die Reparationsleistungen verstärkt worden waren. Über diese Probleme arbeitete u. a. auch mein Lehrer A. v. Mühlenfels, während ich 1964 den Artikel "Reparationen" im Hand wörterbuch der Sozialwissenschaften schrieb. Deshalb begrüße ich sehr, daß Hubertus Seifert diese Tradition durch eine gelungene Untersuchung über die Reparationen Japans fortsetzt. Seifert hat sich große Verdienste mit seiner breit angelegten, sorgfältig abwägenden Arbeit über Japans Reparationsleistungen und ihre Auswirkungen auf Japan und die Empfängerstäaten erworben. Sein Beitrag stellt in mancher Beziehung eine Pionier leistung dar. Die umfangreiche Materialbeschaffung war ungewöhnlich schwierig, auch das Hineindenken in die Probleme des ostasiatischen Wirtschaftsraumes der letzten Jahrzehnte. Soweit bekannt, handelt es sich hier um die erste im In-und Ausland veröffentlichte umfassende Analyse der japanischen Reparationen. Es wird u. a. unter sucht, wie die Sieger ihre zunächst hohen Forderungen einschränkten und nach dem radikalen Schnitt durch umfangreiche Gebietsabtretungen Wiedergutmachungs leistungenforderten, die grundsätzlich sinnvoll und tragbar waren.
Die deutschen Direktinvestitionen im Ausland
Ihre statistische Erfassung als Instrument der internationalen technisch-wirtschaftlichen Zusammenarbeit
Häftad, Tyska, 1967
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Mit der ständig zunehmenden internationalen Verflechtung der einzelnen Volks wirtschaften wächst die Notwendigkeit und damit das Interesse daran, diese inter national orientierte Wirtschaftstätigkeit aufmerksam zu verfolgen. Die quanti tativen und strukturellen Veränderungen der Leistungsströme sind aufschlußreich sowohl für die Entscheidungen der Unternehmer als auch für die der Träger der staatlichen und überstaatlichen Wirtschaftspolitik. Aber auch für die Fundierung wirtschafts theoretischer Aussagen sind die Ergebnisse der empirischen Forschung von erheblicher Bedeutung. Den Investitionen als den entscheidenden Bestimmungsgrößen für die konjunk turelle und strukturelle Entwicklung gilt deshalb in diesem Zusammenhang ein besonderes Interesse. Im Bereich des privaten Kapitalexports handelt es sich hierbei im wesentlichen um die beiden Hauptformen, d. h. um die Portfolio-Investitionen und um die Direktinvestitionen. Im internationalen privaten Kapitalexport hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg ein struktureller Wandel ergeben. Das Schwergewicht verlagerte 1 sich von den Portfolio-Investitionen, die im wesentlichen nur wegen des Kapitalertrages getätigt werden, auf die Direktinvestitionen, bei denen neben dem Ertragsmotiv vor allem der Gesichtspunkt der Einflußnahme relevant ist. Ohne an dieser Stelle auf den Begriffsinhalt der Direktinvestition näher eingehen zu wollen (vgl. dazu das erste Kapitel), soll hier nur festgestellt werden, daß es sich dabei nicht allein - manche Darstellungen könnten diesen Eindruck entstehen lassen - um monetären Kapitalexport handelt; vielmehr wird auf diese Weise ein recht heterogenes Bündel von Leistungen transferiert, und zwar neben Geld- und Realkapital auch unternehmerisches und technisches Kapital in Formvon technisch wirtschaftlichem know-how im weitesten Sinne.
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Technologie im Wettbewerb
Von der privaten zur staatlich-internationalen Wettbewerbswirtschaft der Luftfahrt
Häftad, Tyska, 1968
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Multilaterale Hilfeleistung für Entwicklungsländer
Ein Beitrag zur internationalen technisch-wirtschaftlichen Zusammenarbeit
Häftad, Tyska, 1968
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Die Gesamtproblematik der Entwicklungsländer ist im wissenschaftlichen Schrift tum immer wieder herausgestellt, ihre Bedeutung im weltweiten Maßstab besonders hervorgehoben worden, doch hat es sich bei der Analyse der Entwicklungshilfe ge zeigt, daß die Leistungen und die Zielsetzungen der nationalen Hilfeleistungs programme der Industrieländer dabei allzusehr im Brennpunkt des politischen und wissenschaftlichen Interesses standen. Dadurch ist der wichtige und weite Bereich der multilateralen Hilfe durch die Hilfe leistungsprogramme der über- und internationalen Organisationen, die überwiegend von den Industrieländern, daneben aber auch von den Entwicklungsländern selbst finanziert werden, weit aus dem Blickfeld geraten. Die dadurch entstandene Lücke soll durch die nachfolgende Untersuchung wenigstens teilweise geschlossen werden. Ober ihre Ergebnisse läßt sich folgendes feststellen: 1. Der Charakter der Zusammenarbeit zwischen den Industrieländern und den Entwicklungsländern ist heute in hohem Maße durch ein ökonomisches Entwick lungsgefälle, das ständig steiler wird, gekennzeichnet. Dieser Sachverhalt und der zunehmende Entkolonialisierungsprozeß seit Ende des letzten Krieges haben zu einem bemerkenswerten gegenseitigen ökonomischen und politischen Abhängigkeits verhältnis geführt: Während die Entwicklungsländer zur Bewältigung ihrer ökono mischen Schwierigkeiten weitgehend auf umfassende Hilfeleistung seitens der hoch entwickelten Länder angewiesen sind, können diese viele ihrer politischen Ziele heute nur noch mit Unterstützung der wirtschaftlich schwachen Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas, die in den Vereinten Nationen über eine erhebliche Stimmenmehrheit verfügen, durchsetzen. Dies gilt gleichermaßen fürdie westlichen und für die kommunistischen Länder. Dadurch hat sich das Verhältnis zwischen Industrie- und Entwicklungsländern weitgehend bilateral entwickelt; so wurde zwangsläufig auch die Entwicklungshilfe zu einem politischen Faktor.