Kirchenmusikwissenschaft. Pädagogische und kulturwissenschaftliche Studien – serie
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Häftad, Tyska, 2025
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Mathias Kissel beschreibt in diesem Buch ein atemberaubendes Phänomen, das sich in der Dramaturgie geistlicher Konzerte beobachten lässt: Zwischen den Werken, die in demselben Konzert erklingen, entsteht ein intertextuelles Gewebe, dass zunächst eine Tendenz der Verdichtung zu einer kohärenten theologischen Aussage aufweist, im selben Moment aber eine Dynamik entfaltet, die das auf diese Weise entstehende theologische «System» wieder sprengt. Auf diese Weise ergeben sich im selben Augenblick Vollendung und Fragment: Die Vollendung besteht geradezu in der Unvollkommenheit; das Fragmentarische ist selbst das Vollendete; der entstandene Organismus zeigt sich als Ganzer, gerade indem er seine Wunde präsentiert.
Häftad, Tyska, 2025
810 kr
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Die Musikpädagogik widmet sich in Forschung und Lehre dem Spannungsverhältnis von Mensch und Musik. In der Kirchenmusik tritt Gott als dritte Instanz hier hinzu. Indem die Kirchenmusikpädagogik deskriptiv und normativ auf die Begriffe Mensch, Musik und Gott zugreift, wird ihr Forschungsfeld thematisch auf eine Weise geweitet, die über klassische pädagogische und didaktische Fragestellungen in einem engeren Sinne hinausgeht. Eine so konturierte Kirchenmusikpädagogik dient der akademischen Kirchenmusik als Leitwissenschaft und ist dabei auf intra- und interdisziplinäres Vorgehen angewiesen.Der vorliegende Band unternimmt zunächst den Versuch, die Kirchenmusikpädagogik wissenschaftstheoretisch zu fassen und gegenüber ihren Bezugswissenschaften zu verorten. Sodann widmen sich die hier versammelten 14 Beiträge ohne Anspruch auf Vollständigkeit unterschiedlichen, auf ihre je eigene Art einschlägigen Themenfeldern und Fragestellungen. Dadurch wird die Vielgestaltigkeit der methodischen und inhaltlichen Zugänge wissenschaftlicher Kirchenmusikpädagogik im Horizont interdisziplinären Nachdenkens angedeutet und expliziert.
Häftad, Tyska, 2025
1 041 kr
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Die vorliegende Untersuchung widmet sich der Fragestellung, inwieweit sich intendierte kompositorische Transzendenz in ausgewählten Werken des Finnen Einojuhani Rautavaara und des Esten Arvo Pärt anhand formaler Gestaltungsmittel äußert. Dabei ist von besonderem Interesse, inwiefern transzendentales, also jenseits des Gegenständlichen und Begrifflichen liegendes Musikerleben in Form gegossen wird, die als solche mit musiktheoretischer Terminologie konkret beschreibbar und in gewissem Sinne sogar objektivierbar wird. Die musikalische Form steht im Fokus der Betrachtung, da die Auseinandersetzung mit gerade diesem Parameter für beide Komponisten zeitlebens ein zentrales Thema ist bzw. war. In der Untersuchung wird zunächst der Begriff der (musikalischen) Transzendenz für sich stehend unter mehreren Aspekten beleuchtet. Hierauf fußend werden mittels musiktheoretischer Analyse Rückschlüsse auf kompositorische Verfahren bei Rautavaara und Pärt formuliert. Dafür werden ausgewählte Werke beider Komponisten unter dem Blickwinkel des Umgangs mit traditionellen Formen und Gattungen einerseits und des Schaffens innovativer Formprinzipien andererseits untersucht.
Häftad, Tyska, 2025
860 kr
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Der Totentanz op. 12, 2 ist dem Verständnis seines Komponisten nach explizit liturgische Musik – er ist aber auch: Zeugnis seiner eigenen Befindlichkeit. Diese gibt er aber nicht dem ersten Blick preis, sondern in «verdeckter Gestalt». Um die Komposition in ihrer Janusköpfigkeit zu erschließen, bedarf es eines hermeneutischen Schlüssels, der zwischen dem Leben und den Lebensumständen des Komponisten auf der einen Seite und dem Werk auf der anderen Seite vermittelt. Als ein solcher Schlüssel erweist sich der Kondolenzbrief des Theologen Dietrich Bonhoeffers an die Witwe des Komponisten kurz nach dessen Selbstmord. Aus der «Synchronizität» zwischen dem Inhalt des Briefes und den verschiedenen Textschichtungen des Totentanz' op. 12. 2 leitet der Autor einen Kosmos von paradoxen Aussagen her, die gleichwohl nicht verdunkeln, sondern erhellen, indem sie zu Erkenntnissen führen, die jenseits der Sprache liegen und – obwohl vermittelt durch diese – in den epistemologischen Bereich der Imagination vorstoßen. Diese «Implosion» sprachlicher Antonymien setzt ein weites Geflecht von theologischen wie musikalischen Bezügen, die von der Gegenwart bis weit in die Vergangenheit reichen, frei.
709 kr
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Diese Analyse beleuchtet die Texte und Kontexte des hier als Genre christlicher Popularmusik verorteten, deutschsprachigen Lobpreises. Zahlreiche Lobpreissongs werden dafür innermusikalisch auf ihre Lyrics, Songstruktur, Soundgestaltung und Zeichenhaftigkeit untersucht, um musikalische Mittel zu identifizieren, welche das performative Erlösungsgeschehen der Songs wirkungsvoll vermitteln sollen. Ein außermusikalischer Blick richtet sich auf die Stars der Lobpreisszene, die Inszenierung der Rezeptionsräume sowie spezifische Authentifizierungsstrategien eines Genres, das sich in der Spannung zwischen religiösem Wahrheitsanspruch einerseits und den geltenden Regeln des Pop andererseits behaupten muss. Außerdem werden spezifische Popularitätsfaktoren für junge Menschen herausgearbeitet und anhand des Konzepts eines „alternativen Lobpreises“ Chancen für eine zeitgemäße Pastoraltheologie diskutiert.