Ecocriticism. Literatur-, kultur- und medienwissenschaftliche Perspektiven – serie
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Häftad, Tyska, 2023
887 kr
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Mit diesem Band gewinnt die deutschsprachige Forschung transdisziplinär Anschluss an die internationalen Nature Writing-Diskussionen. Der Sammelband sondiert das Feld des Nature Writing hinsichtlich der Frage, welche Natur dabei in den unterschiedlichen historisch-kulturellen Konstellationen in jeweils welcher spezifischen literarischen Textur zur Darstellung kommt. Programmatisch-konzeptionell stehen damit nicht zuletzt die (möglicherweise verdeckt normativen) Naturvorstellungen des klassischen und rezenten Nature Writing zur Diskussion. Dies wird in exemplarischen Lektüren untersucht, etwa, indem die Kategorien einer ›unberührten‹ Natur bzw. des ›Wilden‹ – auch im Kontext des sogenannten Rewilding – problematisiert oder aber die ästhetisch geformte Darstellung zivilisatorisch veränderter, sei es anthropogen zerstörter, sei es gärtnerischer gestalteter Natur analysiert wird. Präsentiert werden Beiträge aus amerikanistischer, germanistischer, philosophischer und biologiegeschichtlicher Perspektive zu prominenten Vertreter*innen des englischsprachigen Nature Writing (Henry David Thoreau, Val Plumwood u.a.) ebenso wie zu indigenem Natur-Wissen (Robin Wall Kimmerer) und zu Werken deutschsprachiger naturaffiner Autor*innen der Tradition (Adalbert von Chamisso) und Gegenwart (z.B. Ulrike Draesner, Esther Kinsky und W.G. Sebald). Die Untersuchungen ästhetischer Natur-Darstellungsverfahren erfolgen in close readings sowie im Horizont von politischer Ökologie, New Materialism, Ecocriticism, den seit geraumer Zeit gerade in England geführten Diskussionen zu Möglichkeiten und Grenzen eines New Nature Writing und den jüngsten Bestrebungen, die verschüttete Linie eines deutschsprachigen Nature Writing zu rekonstruieren.
Del 3 - Ecocriticism. Literatur-, kultur- und medienwissenschaftliche Perspektiven
Von Müll und Menschen
Ökologische Imaginationen in deutschsprachiger Erzählprosa der Gegenwart
Häftad, Tyska, 2025
777 kr
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In einer Zeit, in der Ökokritik, Nature Writing und Klimawandelliteratur auch im deutschsprachigen Raum an Bedeutung gewinnen, ist der Begriff des Mülls in der literaturwissenschaftlichen Analyse bislang weitgehend unberücksichtigt geblieben. Die vorliegende Studie schließt diese Lücke und eröffnet neue Perspektiven auf das Potenzial von Müll und Überresten in der deutschsprachigen Erzählprosa der Gegenwart. Aus einer ökopoetischen Perspektive werden die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Literatur, Natur und Abfall untersucht. Anhand einer detaillierten Analyse von Werken von Karen Duve, Christoph Ransmayr, W.G. Sebald, Marion Poschmann, Esther Kinsky und Judith Schalansky wird gezeigt, wie die Darstellung ökologisch gestörter Landschaften und ihrer Abfälle das Verhältnis des Menschen zu seiner Mitwelt und zu dem, was wir ‚Natur‘ nennen, grundlegend herausfordert und neu definiert.
Del 2 - Ecocriticism. Literatur-, kultur- und medienwissenschaftliche Perspektiven
Poesie der Ströme
Flussläufe in Literatur und Geowissenschaften
Häftad, Tyska, 2025
887 kr
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Flüsse sind ein elementares Ökosystem, das von Folgen des Klimawandels und Artensterbens wie menschlichen Eingriffen bedroht ist. Indes – Flüsse wehren sich: treten über die Ufer, trocknen aus, eingedämmt, begradigt und entschlämmt führen sie keine lebensnotwendigen Sedimente mehr mit sich. In Flussmodellierungen versuchen Hydrogeologen den Zustand der Flüsse empirisch zu erfassen, während die zeitgenössische Literatur im Nature Writing Geschichte und Gegenwart der Flüsse in poetischen Erfahrungsberichten nachgeht. Wo aber liegen Berührungspunkte der Darstellungsweisen von Literatur und Geowissenschaften? Dieser Frage widmet sich der vorliegende komparatistische Sammelband mit Studien zur Gegenwartsliteratur und mit Blick auf die Anfänge eines modernen literarischen Bewusstseins für Flüsse im 18. und 19. Jahrhundert.