Sozialwissenschaftliche Gerontologie – serie
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4 produkter
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Häftad, Tyska, 2004
564 kr
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Häftad, Tyska, 2004
513 kr
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Wie verhalten sich professionelle Kräfte und Laien gegenüber psychisch erkrankten alten Menschen? Welche Handlungsmöglichkeiten haben sie im Umgang mit alten Menschen und wie arbeiten sie in einem Netzwerk der sozialen Altenarbeit zusammen? Erna Dosch stellt die relevanten theoretischen Konzepte zu den Themen Altersbilder, Stigmatisierung und Netzwerkarbeit vor und lässt in problemzentrierten Interviews Betroffene zu Wort kommen. Sie analysiert die Ansichten und Erfahrungen einer Krankenschwester, einer Sozialarbeiterin, eines Facharztes für Neurologie/Psychiatrie, eines Hausarztes, eines Hausmeisters, eines Polizisten und zweier Nachbarinnen und zeigt auf, welche Schwierigkeiten im Umgang mit gerontopsychiatrisch erkrankten Menschen entstehen und wie die strukturellen Bedingungen des Versorgungssystems in der sozialen Altenarbeit wahrgenommen werden. Es wird deutlich, wie die unterschiedlichen Rollenpositionen der Interviewten deren Sichtweisen und Handeln prägen.
Häftad, Tyska, 2004
564 kr
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Demenz als Krankheit des Alter(n)s tritt immer stärker in das Bewusstsein einer ergrauenden Gesellschaft. Die Autoren zeichnen Verläufe auf, in denen Institutionen, Familien und alte Menschen versuchen, mit dieser Krankheit umzugehen. Über dreihundert alte demenziell erkrankte Menschen aus einer klinischen Einrichtung wurden über Jahre mit wiederholten Befragungen begleitet und ihre sich verändernden Lebenssituationen untersucht. Die Ergebnisse zeigen wider Erwarten, dass medizinische Kategorien der Demenz, d.h. der psychischen, physischen und mentalen Veränderungen, die tatsächliche Entwicklung der hier untersuchten Population nicht adäquat beschreiben bzw. prognostizieren. Die einschneidendste Veränderung für die große Mehrheit der Kranken, eine Aufnahme in ein Pflegeheim, hängt offensichtlich nicht von medizinischen Variablen des Krankheitsverlaufs ab, sondern von sozialen Situationen bzw. Kommunikationen im jeweiligen Netzwerk, die oft aufgrund einer kritischen Zuspitzung eine Heimeinweisung nahe legen. Um diese Aufnahme zu erreichen, nutzen Experten, abgelöst vom tatsächlichen Krankheitszustand des Pflegebedürftigen, eher medizinische Variablen, die eine schwerste Erkrankung signalisieren, als dass sie mit sozialen Variablen ein sich prekär entwickelndes soziales Umfeld beschreiben und damit die Heimaufnahme begründen.
Häftad, Tyska, 2004
894 kr
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Alter und Pflege sind hoch brisante Themen im öffentlichen, besonders im gesundheits- und sozialpolitischen Raum. Sie sind aber auch gleichsam strukturierte und strukturierende Gesellschaftsdimensionen. Insbesondere die Pflege hat sich in den vergangenen Jahren zu einem eigenen gesellschaftlichen Teilbereich entwickelt, der in vielerlei Hinsicht mit anderen Gesellschaftsfeldern verwoben ist. Klaus R. Schroeter entwirft ein auf verschiedenen Theorien basierendes Rahmenkonzept der Figurativen Felder, das er sodann exemplarisch an der spezifischen Figuration der Pflege in der Lebensphase Alter darstellt. Das figurative Feld der Pflege wird als ein in sich differenzierter (und in eine Vielzahl von Subfeldern untergliederter) gesellschaftlicher Teilbereich im Gesundheitssystem mit spezifischen und spezialisierten Akteuren skizziert, der über eigene materiale und soziale Ressourcen verfügt und nach eigenen Regeln und Logiken funktioniert. Es wird als ein relationales Kräftefeld entworfen, das immer zugleich Deutungsrahmen, Strukturrahmen und Handlungsrahmen figuriert. Der Autor zeigt auf, wie sich im naturwissenschaftlichen Schatten der Medizin Pflege-Diskurse entwickeln und zu einem Macht-/Wissens-Komplex formieren. Am Beispiel des pflegerischen Blicks wird deutlich, wie sich habitualisierte Deutungsschemata in strategischen Pflegepraktiken materialisieren und in das auf Regulierung und Norm(alis)ierung der Gesamtbevölkerung zielende Dispositiv der "Bio-Politik" integrieren.