Studien des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung – serie
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13 produkter
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Häftad, Tyska, 2017
608 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Carmen Wunderlich geht der kontraintuitiven Frage nach, ob ‚Schurkenstaaten‘ – vermeintliche Gegner der westlich-liberalen Ordnung – auch ‚Normunternehmer‘ sein können, sich also proaktiv für die Förderung internationaler Normen einsetzen und ihnen zur Geltung verhelfen wollen, wie sie am Beispiel der Islamischen Republik Iran zeigt. Der Vergleich mit dem prototypischen Normunternehmer Schweden und dem notorischen Normbrecher Nordkorea macht deutlich, dass Normunternehmertum in unterschiedlichen Graden und Phasen des Normenzyklus auftreten kann und lässt Rückschlüsse auf die Erfolgsbedingungen von Normunternehmertum zu. Die Befunde legen außerdem nahe, ‚Schurkenstaaten‘ nicht länger ausschließlich als irrationale Gegner zur normativen Ordnung aufzufassen, sondern sie als legitime Teilnehmer an einer Auseinandersetzung über eine angemessene Herrschaftsordnung zu begreifen.
Häftad, Tyska, 2019
560 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Elvira Rosert geht der Frage nach, was normativen Fortschritt im internationalen System ermöglicht und was ihn verhindert. Während die konstruktivistische Normenforschung für den Erfolg von Normsetzungsprozessen zahlreiche Erklärungen bietet, analysiert die Autorin deren Misserfolg. Sie entwickelt eine Theorie der Nicht-Entstehung internationaler Normen und formuliert eine kontraintuitive These: Anders als bisher angenommen, profitieren Normen nicht nur voneinander, sondern blockieren sich gegenseitig. Wie solche Blockadeprozesse vonstatten gehen, erfasst die Autorin mit dem Modell der permissiven Effekte. Dessen Erklärungskraft demonstrieren detaillierte empirische Fallstudien zur internationalen Regulierung von Brandwaffen, Landminen und Streumunition.
Häftad, Engelska, 2019
496 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
This book studies the justice concerns of political actors in important international regimes and international and domestic conflicts and traces their effects on peace and conflict. The book demonstrates that such justice concerns play an ambivalent role for the resolution of conflicts and maintenance of order. While arrangements that actors perceive as just will provide a good basis for peaceful relations, the pursuit of justice can create conflicts or make existing ones more difficult to resolve. The Chapter "Justice from an Interdisciplinary Perspective: The Impact of the Revolution in Human Sciences on Peace Research and International Relations" by Harald Müller is available open access under a CC BY 4.0 license at link.springer.com.
Häftad, Engelska, 2019
643 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
The book examines all relevant models which have been employed in settling ethno-territorial conflicts since the time of the League of Nations. Eight of these models have been studied in-depth. The aim of this analysis is to gain expertise and insights that could prove relevant to resolving the conflict in Nagorno-Karabakh. This potential is evaluated in the closing chapters of the volume where novel ideas on how to apply the lessons of these cases to the conflict in Nagorno-Karabakh are presented. This conflict carries many features typical of ethno-territorial conflicts in present and past times: it is neither unique, nor does its settlement depend on others than the parties to the conflict. Rather it is – as in all other cases – entrenched historical narratives and enemy images which lead to zero-sum calculations and can conceivably only be overcome in a gradual process.ContentPart I Nagorno-Karabakh and ethno-territorial conflict settlementPart II Case studies of ethno-territorial conflict settlement: Åland, Bosnia and Herzegovina, Kosovo, South Tyrol, Trieste, Cyprus, Northern Ireland, Quebec.Part III Results and conclusions: A way out for Nagorno-KarabakhThe EditorsDr Azer Babayev is Assistant Professor of Political Science at ADA University, Baku. Dr Bruno Schoch is Associated Researcher at PRIF (Peace Research Institute Frankfurt), Frankfurt/Main. Dr Hans-Joachim Spanger is Head of the Dissemination Division at PRIF (Peace Research Institute Frankfurt), Frankfurt/Main.
Häftad, Tyska, 2019
660 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Clara Braungart analysiert die Rolle religiöser Nichtregierungsorganisationen (RNGOs) in der Vergangenheitsaufarbeitung. Sie untersucht RNGOs, die am IStGH und gleichzeitig auch in Kenia und Uganda tätig sind, und beschreibt ihre Position im Feld der Vergangenheitsaufarbeitung. Gleichzeitig zeigt sie, wie diese Positionen zustande kommen: Insbesondere der jeweilige Kontext und die religiöse Tradition beeinflussen die Position einer Organisation und religiöse Werte wie Versöhnung werden je nach Kontext unterschiedlich interpretiert.
Häftad, Tyska, 2019
560 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Una Jakob untersucht ein Phänomen der multilateralen Abrüstungs- und Nichtverbreitungspolitik: Das proaktive Engagement für den Aufbau, Erhalt und die Stärkung der zugehörigen internationalen Regime. Sie zeichnet die Politik Irlands und Kanadas zu den Themenfeldern Nuklearwaffen, biologische Waffen und Antipersonenminen über mehrere Jahrzehnte nach und analysiert die innenpolitischen Ursprünge und begleitenden Diskurse vor dem Hintergrund der Frage, welche Rolle staatliche Identität für die Ausgestaltung der untersuchten Politik spielte. Ihre Analyse zeigt, dass die jeweilige Identität, übersetzt und vermittelt durch die abrüstungspolitische bürokratische Kultur, die beobachtete Politik direkt oder über Pfadabhängigkeiten wesentlich prägte.
Häftad, Tyska, 2019
606 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Gregor Peter Hofmann untersucht, wie Gerechtigkeitskonflikte zwischen Staaten die Entwicklung internationaler Normen beeinflussen. Er analysiert hierfür die Debatte über humanitäre Interventionen und das umstrittene Normbündel der internationalen Schutzverantwortung (Responsibility to Protect, R2P). Die R2P hält Staaten dazu an, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und ethnische Säuberungen zu verhindern. Anknüpfend an die konstruktivistische Normenforschung in den Internationalen Beziehungen, zeichnet der Autor detailliert empirisch nach, wie konträre Vorstellungen über eine gerechte Weltordnung im Spannungsfeld zwischen individuellen Menschenrechten, staatlichen Souveränitätsansprüchen und Forderungen nach prozeduraler Gerechtigkeit das Normbündel der R2P prägen.
Häftad, Engelska, 2019
543 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Janine Romero Valenzuela analyses the Bolivian lithium program in the largest empirical study to date with a focus on local perspectives and governance, identifying grievances and conflict dimensions. The case study shows that it is particularly an altered governance approach, the local trust in government and the high expectations that the Morales administration could create around lithium that influence local viewpoints. By applying the meaningful grievance concept on the local level, the book supports a further refinement of theories on a resource-governance-conflict-link.
Häftad, Engelska, 2019
543 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Carolin Anthes investigates how and why the Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) struggles with systematically integrating a right to food approach in its operations. She analyzes multi-dimensional institutional roadblocks that prevent human rights from being fully mainstreamed. These barriers are shaped by a powerful state of fragmentation and disconnection: a silo culture. The book also offers valuable insights which go beyond the FAO and suggests a fairly unconventional avenue for systemic organizational change in (international) public administrations.
Häftad, Tyska, 2020
610 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Haben die Proteste der Alterglobalisierungsbewegung ihr Ziel erreicht, die Weltwirtschaftspolitik und ihre Institutionen demokratischer und fairer zu machen? Eine Öffnung der Institutionen ist klar zu beobachten, dennoch fragt Regina Hack kritisch nach, ob und wie die Dialogforen von WTO und G7/G8 deliberativen Demokratisierungsinstrumenten entsprechen und ihnen somit Legitimität verleihen. Angeleitet durch eine kreative Operationalisierung der Kriterien von Deliberation rekonstruiert sie detailliert, dass durchaus Raum für deliberativen Dialog geschaffen und genutzt wird, die Dialogforen aber einen hohen Grad an Symboldemokratie aufweisen und zudem Expertokratie befördern. Ein demokratisch fairer Austausch von Expertise und Gegenexpertise, d.h. ein konstruktiver, deliberativer „Streit“ ist unter diesen Bedingungen nur begrenzt möglich.
Häftad, Tyska, 2021
660 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Dieses Buch beschäftigt sich mit der lokalen Wahrnehmung ausgewählter Maßnahmen innerhalb der Polizeireform in Nigeria. Die nigerianische Gesellschaft ist von tiefgreifenden Sicherheitsdefiziten geprägt, da u.a. das Misstrauen zwischen uniformierten Vertretern der Staatsmacht und der Bevölkerung groß ist. Das Erkenntnisinteresse der ethnografischen Arbeit ist es, zu erforschen, ob und wie sich die von internationalen und nationalen Akteuren betriebenen Reformbemühungen für eine verbesserte Sicherheitsarchitektur auf lokaler Ebene im Alltag manifestieren und welchen Aushandlungsprozessen sie dabei unterliegen.
Häftad, Tyska, 2022
709 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Welche Ziele und Motivationen verfolgen religiöse und glaubensbasierte zivilgesellschaftliche Akteure in den internationalen Beziehungen und auf transnationaler Ebene? Mittels der Erkenntnisse der politikwissenschaftlichen Normen- und NGO-Forschung zu normen- und interessengeleitetem Handeln von Normunternehmern betrachtet die Autorin die spezifische Form religiöser Nichtregierungsorganisationen (RNGOs) bzw. glaubensbasierter Nichtregierungsorganisationen (FBOs). Damit widerlegt sie die in der Global Governance dominante Wahrnehmung von religiösen Akteuren als moralische, altruistische und normgeleitete Akteure.Anhand empirischer Fallstudien zu katholischen, protestantischen, islamischen und interreligiösen NGOs in den Politikfeldern der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte sowie der Frauenrechte stellt sie dar, dass religiöse Akteure genauso wie säkulare Akteure Interessen verfolgen – und zwar nicht nur im politischen, sondern auch im religiösen Feld. Siebeabsichtigen z. B. die Reformulierung von Normen oder gar ihren Wandel. FBOs verhandeln aber u. a. auch Macht, Identität, Repräsentativität oder das Verhältnis von Religion und Politik.Damit zeigt die Autorin auf, dass sich religiöse zivilgesellschaftliche Akteure im Grenzstreifen zwischen religiösem und säkularem politischem Feld bewegen, in dem Religion und Säkulares in eine wechselseitige Beziehung treten und Interdependenzen entstehen, die gegenseitigen Einfluss und Instrumentalisierung ermöglichen.
Häftad, Tyska, 2023
437 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
In diesem Open-Access-Buch werden Prozesse und Dynamiken der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteur*innen in Projekten des zivilen Friedensdienstes in Kenia, Sierra Leone und Liberia betrachtet. Das durch lokale und internationale Akteur*innen gemeinsame Bearbeiten von Konflikten und Herausforderungen der Friedenskonsolidierung hat in der deutschen Friedensarbeit eine lange Tradition und wird in einer globalisierten Welt immer wichtiger. Deswegen geht das Buch der sowohl für die Wissenschaft als auch für die Friedenspraxis relevanten Frage nach, inwiefern im Kontext der Zivilen Konfliktbearbeitung eine gleichberechtige Partnerschaft vorliegen kann. Indem sich die Arbeit auf die Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit konzentriert, gelingt es, den Blick auf die alltäglichen Aktivitäten zu legen, die eigentlichen Prozesse und Reibungspunkte der Friedensarbeit zu analysieren und einen wertvollen Beitrag zur kritischen Friedensforschung und der Diskussion um Hybridität und Friction zu leisten.