Ukraine erklären – Serie
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870 kr
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Die Beiträge dieses Sammelbandes sind von ausgewiesenen ExpertInnen der politikwissenschaftlichen Osteuropaforschung formuliert und bieten einen umfassenden Überblick über die politische Geschichte der Ukraine. Die AutorInnen analysieren dabei das Spannungsverhältnis zwischen (Re-)Demokratisierung und (Re-)Autoritarisierung sowie die markanten politischen und wirtschaftlichen Fortschritte seit der Euromaidan-Revolution. Das Buch bietet spannende Einblicke in das Zusammenspiel von politischen Institutionen und Parteien, Zivilgesellschaft und politischen Eliten sowie unterschiedlichen territorialen und wirtschaftlichen Interessenkonstellationen im Zuge des hindernisreichen postkommunistischen Transformationsprozesses und europäischen Integrationsprozesses der Ukraine. Die AutorInnen analysieren darüber hinaus gegenwärtige Entwicklungen in vier kritischen Politikfeldern: Wirtschaftspolitik, Bildungspolitik, Sozialpolitik und Energiepolitik. Mit seinem bewussten Blick auf innenpolitische Dynamiken zeigt das Buch, dass die moderne Ukraine viel mehr ist als nur ein Schlachtfeld geopolitischer Ambitionen: Sie ist eine europäische Kulturnation mit einer mitreißenden und herzergreifenden Vergangenheit – und Gegenwart –, die trotz unzähliger tragischer Episoden von einem bewundernswerten Überlebens- und Demokratisierungswillen und einzigartigen politischen Dynamiken geprägt ist.
1 302 kr
Kommande
Der militärische totale Überfall Russlands auf die Ukraine am 24.02.2022 löste in der deutschen Gesellschaft hitzige Debatten aus und setzte vielfältige mediale, politische, politisch-wirtschaftliche, wissenschaftliche und im Alltag stattfindende Diskurse in Gang. Es haben sich unterschiedliche (teils polarisierende) Positionen in Deutschland etabliert, die sowohl die Deutung der Kriegsursachen und die Fragen der Mitschuld des Westens als auch den Umgang mit dem Krieg und die Art und Weise, aber auch das Ausmaß der Unterstützung der Ukraine seitens des deutschen Staates betreffen. Dabei wird dem Wissen ein besonderer Stellenwert zugeteilt, da es sich um mehr als bloße Positionierung der Akteure in den Diskursfeldern handelt: Es geht um die Aufdeckung von Wissenslücken, historisch aufgebauten und tradierten Narrativen, Klischees und Stereotypen, sowie um Propaganda und Desinformation, auf die wiederum zahlreiche Aufklärungskampagnen reagieren. Kritisch thematisiert werden lang eingeübteund reproduzierte russlandzentrierte imperiale Machtperspektiven auf die „Peripherien“ im östlichen Teil Europas mit gleichzeitiger Nichtbeachtung der imperialistischen, gewaltbereiten Grundstimmung in Russland. Es werden Forderungen nach der Profilierung und Präsentation der Ukraine-Studien in gesamtgesellschaftlichen und interdisziplinären Kontexten unter Anwendung antikolonialer und postkolonialer Theorierahmen laut. Der Band der soeben gegründeten Schriftenreihe „Ukraine erklären“ hat zum Ziel, eine erste Bestandsaufnahme der zahlreichen diskursiven Felder mit dem Fokus auf die Ukraine zu leisten und die sozialen Mechanismen und Regeln aufzudecken, nach denen kollektiv verbindliche Wissensordnungen zur Ukraine in Deutschland in einem sozialen Ensemble institutionalisiert und somit auf Zeit stabilisiert, produziert und strukturiert werden.