Paul Tillich und die Frankfurter Schule
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Die Frankfurter Schule um Gestalten wie Max Horkheimer, Theodor W. Adorno und Friedrich Pollock, zahlt zu den wirkmachtigsten philosophischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts, Paul Tillich wiederum gilt als einer der einflussreichsten Theologen jenes Jahrhunderts. Dass zwischen diesen und jenem biographische wie auch intellektuelle Verknupfungen bestehen, wurde in der Forschung oft erwahnt, jedoch bisher kaum ausgefuhrt. Vorliegende Arbeit geht der Verbindung zwischen Tillich und den Mitarbeitern des Instituts fur Sozialforschung nach, auch gestutzt auf bisher unbekanntes Archivmaterial und uber den Zeitraum der Jahre 1929 bis 1965. Vor dem Hintergrund eingehender Analysen von Diskussionsprotokollen aus dem Jahr 1931 bzw. der ersten Halfte der 1940er Jahre etwa gewinnen die gemeinsamen intellektuellen Voraussetzungen sowie die theoretischen Differenzen des thematisierten Personenkreises Kontur. Insbesondere zu Horkheimer (aber auch zu Pollock und Leo Lowenthal) entwickelte Tillich im Laufe der Jahre eine Freundschaft mit stark intellektueller Komponente. Es gab Austausch uber vielfaltige Themen: Antisemitismus, Theologie und Symboltheorie, oder auch die Diagnose der Gesellschaft angesichts autoritarer und totalitarer Bedrohungen.