Uber Generationen zu schreiben ist riskant. Kaum fangt man an, flennt ein "e;Feinfuhliger"e; uber unfaire Verallgemeinerungen. Heul, schnief. Genau deshalb tun wir es: lustvoll und ohne Filter. Die Generation Z ist das erste Kollektiv mit permanentem Internet und chronischem Akku-Mangel. Sie doziert ernsthaft uber Mikroaggressionen, wahrend sie 15-sekundige Tanzvideos produziert. Sie fordert Nachhaltigkeit, lasst sich den Lifestyle aber per unterbezahltem Kurier vor die Haustur liefern. Das ist keine Kritik, nur eine Beobachtung na gut, vielleicht doch. Jede Generation hat ihre Macke: Boomer bauten auf Plastik, Millennials auf das offentliche Ausweiden ihrer Gefuhle. Und nun die Gen Z: Sie rettet zwar die Welt, scheitert aber an einem Drucker, der alter als funf Jahre ist. Dank ihrer Teilzeitphobie wird sie ohnehin noch mit 70 arbeiten mussen. Dieses Buch ist keine Analyse, sondern Satire. Im Zentrum stehen Walter und Klara Dietrich zwei Menschen, fur die das Leben nie fragte, ob sie sich gerade "e;emotional sicher"e; fuhlen. Hier prallt der Glaube, Sprache forme die Realitat, auf die harte Erkenntnis, dass sich die Realitat einen Dreck um Worter schert. Am Ende steht der Verdacht: Wahrscheinlich sind einfach beide Seiten ein bisschen verruckt.