Philosophie war nie nur Sache der Gelehrten. Dieses Buch erzahlt, wie Denken in den Alltag einfacher Menschen eindrang - durch Predigten, Flugblatter, Gesprache am Markt und heimlich gelesene Bucher. Von der spatantiken Popularphilosophie uber die mittelalterliche Mystik bis zur Aufklarung zeigt sich, dass philosophische Ideen oft dort am wirksamsten waren, wo sie nicht in akademischen Salen, sondern auf der Strae zirkulierten. Die Reformation, der Bauernkrieg, die Franzosische Revolution - jede dieser Bewegungen trug philosophische Gedanken in Schichten der Gesellschaft, die nie zuvor mit ihnen in Beruhrung gekommen waren. Das Buch folgt diesen Spuren durch die Jahrhunderte bis ins 20. Jahrhundert, wo Existentialismus und Lebensphilosophie in Romanen, Filmen und Alltagsgesprachen weiterlebten. Es zeigt, dass Philosophie nicht nur gedacht, sondern gelebt wurde - oft von Menschen, deren Namen die Geschichte nicht aufbewahrt hat.