Die vielfach untersuchte Frage, wie die Gerichte mit verfassungswidrigen Parlamentsgesetzen umzugehen haben, beantwortet Jakob Schneck auf bisher ungekannte Weise: Er unterlegt Nichtig- und Unvereinbarerklarungen des Bundesverfassungsgerichts wie auch verfassungskonforme Umdeutungen"e; mit einer Methode der verfassungskonformen Rechtsfortbildung. Indem er die von Fallgruppen gepragte Rechtsprechung methodologisch reformuliert, gelingt es ihm, sie dem Grunde nach zu legitimieren. Zugleich zeigt er auf, wie sich die Rechtsprechung im Detail noch verbessern lasst. Zu seinen Standpunkten gelangt der Verfasser uber eine dezidiert subjektiv-historische Theorie der Gesetzesauslegung, die auf der Interessenjurisprudenz von Philipp Heck aufbaut.