Alessandro Palazzo – författare
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Der 2. Traktat des IV. Buchs nimmt eine mittlere Stellung zwischen einem ersten, Gott als Prinzip der Schöpfung gewidmeten Teil und dem dritten, den geistigen Substanzen behandelnden Abschnitt ein. Er besteht aus 24 Kapiteln, in denen Ulrich sein metaphysisches Denken artikuliert, handelt er doch hier »Von der ersten formalen Hervorbringung des Vaters, des Schöpfers der Allheit, d.h. vom Sein und dessen ersten Unterteilungen im Allgemeinen, das ist Substanz und Akzidens, und von den ihm ihrem Wesen nach Folgenden, d.h. Ursache und Verursachtes, Potenz und Akt, Einheit und Vielheit«. Das Sein, von dem Ulrich spricht, ist »das erste der geschaffenen Dinge« - ganz im Sinne des am Anfang des Traktats ausdrücklich zitierten Liber de causis, d.h. im Sinne des »ersten und eigentlichen Ausfließens des ersten Prinzips«, das das erste und allgemeinste Fundament jeder weiteren formalen Bestimmung ist. Die ersten Schritte von Ulrichs Ontologie wurden bereits in der Edition Sabine Pieperhoffs (1987) dokumentiert. Der Schlußteil über die Lehre der zehn aristotelischen Kategorien wurde von Burkhard Mojsisch und Fiorella Retucci ediert (2008).Dieser Band enthält eine ausführliche Lehre von der Substanz, von den aristotelischen Ursachen und von der Ordnung der Welt. Ulrich behandelt hier auch die neuplatonische Lehre von der »wesentlichen Kausalität« der Intelligenzen. Er verfaßte diesen Teil primär anhand der Metaphysik- und Physik-Kommentare und der logischen Schriften seines Lehrers, Alberts des Großen; er stellt damit ein erstes wichtiges Moment in der Geschichte des früheren Albertismus dar.Der 2. Traktat des IV. Buchs nimmt eine mittlere Stellung zwischen einem ersten, Gott als Prinzip der Schöpfung gewidmeten Teil und dem dritten, den geistigen Substanzen behandelnden Abschnitt ein. Er besteht aus 24 Kapiteln, in denen Ulrich sein metaphysisches Denken artikuliert, handelt er doch hier »Von der ersten formalen Hervorbringung des Vaters, des Schöpfers der Allheit, d.h. vom Sein und dessen ersten Unterteilungen im Allgemeinen, das ist Substanz und Akzidens, und von den ihm ihrem Wesen nach Folgenden, d.h. Ursache und Verursachtes, Potenz und Akt, Einheit und Vielheit«. Das Sein, von dem Ulrich spricht, ist »das erste der geschaffenen Dinge« - ganz im Sinne des am Anfang des Traktats ausdrücklich zitierten Liber de causis, d.h. im Sinne des »ersten und eigentlichen Ausfließens des ersten Prinzips«, das das erste und allgemeinste Fundament jeder weiteren formalen Bestimmung ist. Die ersten Schritte von Ulrichs Ontologie wurden bereits in der Edition Sabine Pieperhoffs (1987) dokumentiert. Der Schlußteil über die Lehre der zehn aristotelischen Kategorien wurde von Burkhard Mojsisch und Fiorella Retucci ediert (2008).Dieser Band enthält eine ausführliche Lehre von der Substanz, von den aristotelischen Ursachen und von der Ordnung der Welt. Ulrich behandelt hier auch die neuplatonische Lehre von der »wesentlichen Kausalität« der Intelligenzen. Er verfaßte diesen Teil primär anhand der Metaphysik- und Physik-Kommentare und der logischen Schriften seines Lehrers, Alberts des Großen; er stellt damit ein erstes wichtiges Moment in der Geschichte des früheren Albertismus dar.
Inbunden, Latin, 2025
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Heinrichs »goldene Kette des Seienden« ist ein umfangreiches, aus 10 Büchern bestehendes Werk, das sich nach einem im Mittelalter bewährten enzyklopädischen Muster von Gott bis zum Menschen und seiner Seele über den Himmel, die Atmosphäre und die drei Bereiche der irdischen Welt (Mineralien, Pflanzen, Tiere) erstreckt. Diese Bücher beinhalten insgesamt 51 Traktate, die als »ansae« bezeichnet werden. Jedes »Glied« dieser »goldenen Kette« umfasst eine variierende Anzahl von Fragen (»quaestiones utiles et curiosae«) und entsprechenden Antworten (insgesamt etwa 5000), die Heinrich vorwiegend einer recht aktuellen wissenschaftlichen Literatur entnimmt.Das hier edierte erste Buch der »goldenen Kette« ist Gott, den heidnischen Göttern, den Intelligenzen, den Dämonen und den Wunderwesen gewidmet. Heinrich orientiert sich in seiner Theologie an Thomas von Aquin und bei den naturwissenschaftlichen Fragen an Albert dem Großen. Im umfangreichen, der Rekonstruktion der heidnischen Götterwelt geltenden Teil bezieht Heinrich seine Dokumentation aus sehr verschiedenen Quellen und zeigt ein Interesse für die Mythologie der Antike, das fast frühhumanistische Züge annimmt.