Anke Walter – författare
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Kommande
Erzählen und Gesang im flavischen Epos
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Die drei flavischen Epen bilden keine monolithische Einheit: Valerius Flaccus, Statius und Silius Italicus haben unterschiedliche Auffassungen von der Form und Funktion epischen Erzählens. Die vorliegende Studie untersucht, welche persona des epischen Erzählers aus einem jeden dieser Werke spricht und wie die dargestellten Sänger- und Prophetenfiguren die Haltung dieses Erzählers widerspiegeln. Dabei zeigt sich auch, dass die Interaktion zwischen dem Erzähler und der von ihm dargestellten Welt dynamischer ist als häufig angenommen.
Die flavischen Epen erscheinen als das Produkt einer Zeit, die mehr von Wandlung als von Gleichförmigkeit bestimmt ist und die immer neue literarische Antworten auf ihre sich ändernden Herausforderungen verlangt: Während Valerius Flaccus in seinem Epos den richtigen Weg zwischen Vergessen und Erinnern sucht, um in ein neues „episches Zeitalter“ aufzubrechen, stellt Statius jede Fähigkeit des Epos, bleibende Erinnerungen an Ruhmestaten zu schaffen, in Frage. Silius Italicus nimmt eine moderatere Position ein, die einen neuen Ausgleich zwischen Erinnern und Vergessen schafft.
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Die drei flavischen Epen bilden keine monolithische Einheit: Valerius Flaccus, Statius und Silius Italicus haben unterschiedliche Auffassungen von der Form und Funktion epischen Erzählens. Die vorliegende Studie untersucht, welche persona des epischen Erzählers aus einem jeden dieser Werke spricht und wie die dargestellten Sänger- und Prophetenfiguren die Haltung dieses Erzählers widerspiegeln. Dabei zeigt sich auch, dass die Interaktion zwischen dem Erzähler und der von ihm dargestellten Welt dynamischer ist als häufig angenommen.
Die flavischen Epen erscheinen als das Produkt einer Zeit, die mehr von Wandlung als von Gleichförmigkeit bestimmt ist und die immer neue literarische Antworten auf ihre sich ändernden Herausforderungen verlangt: Während Valerius Flaccus in seinem Epos den richtigen Weg zwischen Vergessen und Erinnern sucht, um in ein neues „episches Zeitalter“ aufzubrechen, stellt Statius jede Fähigkeit des Epos, bleibende Erinnerungen an Ruhmestaten zu schaffen, in Frage. Silius Italicus nimmt eine moderatere Position ein, die einen neuen Ausgleich zwischen Erinnern und Vergessen schafft.
Antike Erzähl- und Deutungsmuster
Zwischen Exemplarität und Transformation
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Dieser Sammelband beinhaltet fortschrittliche und dem neuesten Stand der Forschung entsprechende Studien zur Tradition der epischen Dichtung von Homer bis in die frühe Neuzeit, zu Erzähl- und Deutungsmustern in Prosa und Poesie, zur Intertextualität und Narratologie, zur Exemplarität, zur Lehrdichtung und Fachschriftstellerei sowie zur Wissenschaftsgeschichte und zur Rezeption der Antike in Text und Bild.
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