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Die «Gattiker-Hausabende Fuer Zeitgenoessische Musik» - Eine Berner Konzertgeschichte, 1940-1967
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Moses Mendelssohn (1729-1786) steht nicht nur für ein neues Selbstverständnis einer "aufgeklärten" jüdischen Elite, sondern auch - wie hier erstmals dokumentiert wird - für einen neuen Umgang mit »ästhetischer Bildung« und Musik: Er selbst nahm Klavierunterricht beim Bach-Schüler Kirnberger, während Sara Levy, geb. Itzig, ihren Salon zu einem Zentrum der Bach-Pflege machte und zahlreiche Berliner Juden ausgerechnet bei öffentlichen Aufführungen von Händels »Messias« und Grauns »Tod Jesu« mitwirkten. Die manifeste Bevorzugung "alter" und selbstreferentieller Musik in diesen Kreisen erlaubt die These, daß die jüdische Minderheit in Berlin der Idee einer »absoluten Musik« wesentlich den Boden bereitet hat.
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Die Ouvertüre gehört zur Oper wie der Spitzenton in der höchsten Sopran- oder Tenor-Lage. Sollte man meinen. Dabei beginnt längst nicht jede Oper mit einer Ouvertüre.
Dieses Buch beschreibt Erscheinungsformen und Funktionen der instrumentalen Einleitung im Musiktheater vom Barock bis in die Moderne. Der Blick ist dabei auf den Zusammenhang zwischen Eröffnungsmusik und Bühnenhandlung gerichtet, auf etwas, was in der Frühzeit der Oper gerade nicht angestrebt worden war, sich dann aber Schritt für Schritt entwickelte.
So erzählt das Buch viele unbekannte Geschichten von konventionellen und vor allem unkonventionellen Lösungen, wie eine Oper eröffnet und ein Publikum zur Aufmerksamkeit gerufen wurde. Schon im 18. Jahrhundert gab es beispielsweise Pantomimen bei geöffnetem Vorhang – und zwar lange bevor ‚moderne‘ Opernregie solche Aktionen traditionellen Ouvertüren hinzuerfinden sollte. Auch davon ist, in einem Bogen von Monteverdis „Orfeo“ bis zu Brittens „Owen Wingrave“, die Rede.