Carlo Scardino – författare
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Die Übernahme der antiken landwirtschaftlichen Literatur durch die Araber ist bisher als kulturgeschichtliches Phänomen kaum untersucht worden, da alle spätantiken Vorlagen auf griechisch verlorengegangen sind und die arabischen Übersetzungen überhaupt nicht oder nur unzulänglich ediert worden sind. Das vorliegende Werk befaßt sich, ausgehend von der historischen Verortung der arabischen Übernahme der antiken landwirtschaftlichen Literatur, die innerhalb des Rezeptionsprozesses der antiken Fachliteratur viele Besonderheiten aufweist, zunächst mit der komplexen Quellenfrage und rekonstruiert die Überlieferungsgeschichte. Die Rekonstruktion der arabischen Tradition zeigt nicht nur die Bedeutung dieser Übersetzungen für die arabische landwirtschaftliche Literatur auf, sondern ermöglicht es erstmals, die vexata quaestio der Genese der byzantinischen Geoponika, einer hauptsächlich auf den beiden verlorenen Werken des Anatolios (4./5. Jh.) und des Kassianos Bassos (6. Jh.) fußenden Kompilation aus dem 10. Jh., mit Hilfe der orientalischen Überlieferung gründlich zu erhellen. Dieser als Einführung zur Edition des Anatolius Arabicus gedachte Prolegomena-Band ist daher sowohl für Altertumswissenschaftler als auch für Orientalisten von Nutzen.
Edition antiker landwirtschaftlicher Werke in arabischer Sprache
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Die Übernahme der antiken landwirtschaftlichen Literatur durch die Araber ist bisher als kulturgeschichtliches Phänomen kaum untersucht worden, da alle spätantiken Vorlagen auf griechisch verlorengegangen sind und die arabischen Übersetzungen überhaupt nicht oder nur unzulänglich ediert worden sind. Das vorliegende Werk befaßt sich, ausgehend von der historischen Verortung der arabischen Übernahme der antiken landwirtschaftlichen Literatur, die innerhalb des Rezeptionsprozesses der antiken Fachliteratur viele Besonderheiten aufweist, zunächst mit der komplexen Quellenfrage und rekonstruiert die Überlieferungsgeschichte. Die Rekonstruktion der arabischen Tradition zeigt nicht nur die Bedeutung dieser Übersetzungen für die arabische landwirtschaftliche Literatur auf, sondern ermöglicht es erstmals, die vexata quaestio der Genese der byzantinischen Geoponika, einer hauptsächlich auf den beiden verlorenen Werken des Anatolios (4./5. Jh.) und des Kassianos Bassos (6. Jh.) fußenden Kompilation aus dem 10. Jh., mit Hilfe der orientalischen Überlieferung gründlich zu erhellen. Dieser als Einführung zur Edition des Anatolius Arabicus gedachte Prolegomena-Band ist daher sowohl für Altertumswissenschaftler als auch für Orientalisten von Nutzen.
Gestaltung und Funktion der Reden bei Herodot und Thukydides
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Iulius Africanus (3rd cent.) is a fascinating writer in a period of transition. Widely travelled, he belongs to the intellectual élite of the second sophistic. His two main works present a similar encyclopedic approach, but very different contents. He can be considered the “father of Christian chronography”, since he authored the first Christian world chronicle (Chronographiae). However, he also wrote a comprehensive and multifaceted manual of many fields of knowledge, where the religious character is open to debate. The preserved fragments of the Cesti treat military, technical, medical and many other topics. These texts are presented in an entirely new critical edition. The transmission of the texts as well as questions of authenticity are highly complex. Compared to the previous edition (Vieillefond 1970), considerable progress has been reached in terms of both, quantity and quality of the material. Hitherto unknown texts have been included, and in the case of dubious authorship all necessary information is provided for a realistic picture of the transmission. In the introduction, all relevant channels of transmission are discussed. The edition is accompanied by notes and a new English translation.
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Das Vorkommen fiktionaler direkter Reden ist für den modernen Leser das wohl auffallendste Merkmal antiker Geschichtswerke. Diese Arbeit untersucht die rhetorische Gestaltung und die narrative Funktion der aus dem Epos übernommenen Reden bei Herodot und Thukydides. Ausgehend von der für die antike Historiographie als unzulänglich erwiesenen Unterscheidung von Dichtung und Geschichtsschreibung in Aristoteles’ Poetik , den Reden im Epos und der modernen Narratologie, werden durch die umfassende und systematische Analyse der direkten und indirekten Reden im Xerxes-Feldzug und in der Sizilischen Expedition formale und inhaltliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Historikern im Gebrauch der Reden herausgearbeitet. Als ihre Hauptfunktionen werden die Dramatisierung der Handlung, die Charakterisierung der handelnden Figuren und Staaten und die indirekte Deutung und Kommentierung des Geschehens durch den Historiker erkannt. Diese Erkenntnisse bilden die Basis für den Vergleich mit Polybios und der modernen Historiographie, in der zwar keine fiktionalen direkten Reden mehr vorkommen, in der aber die neu belebte Debatte zwischen narrativer Geschichte und Strukturgeschichte durch die Ergebnisse dieser Untersuchung bereichert werden kann.