Martin Wallraff – författare
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Julius Africanus und die christliche Weltchronistik
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Chrysostomosbilder in 1600 Jahren
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Die „Christliche Weltchronistik“ stellt für fast eineinhalb Jahrtausende die fundamentale Form christlichen Geschichtsdenkens dar. In diesem Band werden die wichtigsten Werke dieser Gattung von Iulius Africanus über Hieronymus und Paulus Orosius bis zur Schedelschen Weltchronik und zu Luthers „Supputatio annorum mundi“ vorgestellt, analysiert und mit zahlreichen paradigmatischen Abbildungen illustriert.
Drei eingehende Analysen untersuchen wichtige Aspekte von Genese und Entwicklung der Gattung: Martin Wallraff behandelt die Entstehung christlicher Universalgeschichtsschreibung, Thomas Krönung die Chronographie des Iulius Africanus und Franz Nagel den Jenaer Illustrationszyklus zur Weltchronik Ottos von Freising.
Vom 19. Mai bis Ende Juli 2005 fand in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena eine Ausstellung mit zahlreichen Exponaten zur christlichen Weltchronistik statt, darunter auch der Jenaer Illustrationszyklus zur berühmten Weltchronik Ottos von Freising und eine Reihe weiterer Chroniken aus dem Mittelalter und der Reformation.
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Johannes Chrysostomos ist über Jahrhunderte und bis heute in erstaunlicher Weise "Projektionsfläche" unterschiedlicher christlicher Identitätskonstruktionen. Seine Lebensgeschichte und vor allem seine Wirkungsgeschichte sind von größerer Bedeutung als seine Theologie. Der Band fragt deshalb nach den prägenden Bildern, die von dieser Persönlichkeit im Umlauf waren und sind, und nach ihrer Funktion in verschiedenen kulturellen und theologischen Diskursen. Der Band geht auf eine Basler Tagung im Januar 2007 zurück. Die Autoren kommen aus unterschiedlichen nationalen, konfessionellen und wissenschaftlichen Traditionen. Diese Pluralität der Zugänge erweist sich für diese spezifische Fragestellung als besonders fruchtbar. Besonderer Wert wird auf die Einbindung der byzantinischen Kultur- bzw. orthodoxen Konfessionstradition gelegt.
Kestoi des Julius Africanus und ihre Überlieferung
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Der Christ Julius Africanus hat in der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts unter dem Titel „Kestoi“ (Stickereien) ein Werk der Universalgelehrsamkeit verfasst, in dem er scheinbar disparate Wissensgebiete behandelt: von der Magie zur Militärtechnik, von der Veterinärmedizin zur Dichtkunst, von der Landwirtschaft bis zur Lehre von Maßen und Gewichten. Dieses Werk wurde von den Gelehrten lange mit spitzen Fingern angefasst: es passt nicht gut in die Kategorien moderner Literatur und erst recht nicht in die Vorstellungen vom antiken Christentum. Tatsächlich ist in den erhaltenen Teilen der „Kestoi“ vom christlichen Glauben des Verfassers keine Spur zu finden. Außerdem sind Editionslage und Textüberlieferung sehr komplex. Im vorliegenden Band wird zum ersten Mal eine umfassende Analyse der verschiedenen Aspekte vorgelegt. Das Werk erweist sich als wichtiger Zeuge der neuen Kultur des Wissens unter den Severern und in der zweiten Sophistik.
Gelehrte zwischen Humanismus und Reformation
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Die Universität Basel ist die älteste Hochschule auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Sie wurde 1460 mit einem Privileg von Papst Pius II. gegründet. Dieser Papst hatte als junger Mann (damals noch unter dem Namen Enea Silvio Piccolomini) beim Konzil mehrere Jahre in der Stadt verbracht und war ihr daher zeitlebens sehr verbunden. Der vorliegende Band nimmt bei diesem prominenten Humanisten zeitlich und sachlich seinen Ausgang (Arnold Esch) und leuchtet die Kontexte der Universitätsgründung in einer Reihe von weiteren Beiträgen aus. Ausgewiesene Spezialisten befassen sich mit Humanismus und Wissenschaft in der urbanen Kultur (Kaspar von Greyerz), dem Profil spätmittelalterlicher Universitäten (Rainer Schwinge), den Auswirkungen der Reformation auf das Bildungswesen (Amy Burnett) sowie der Tradition des Gelehrtenporträts in der Kunst (Andreas Beyer). Damit wird in etwa das Jahrhundert zwischen dem Basler Konzil und der Reformation (1430er bis 1530er Jahre) behandelt. Es entsteht ein differenziertes und farbiges Bild von der Frühgeschichte einer prominenten europäischen Hochschule. Der Band steht im Zusammenhang mit dem 550. Gründungsjubiläum der Universität, das 2010 begangen wurde.
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Iulius Africanus (3rd cent.) is a fascinating writer in a period of transition. Widely travelled, he belongs to the intellectual élite of the second sophistic. His two main works present a similar encyclopedic approach, but very different contents. He can be considered the “father of Christian chronography”, since he authored the first Christian world chronicle (Chronographiae). However, he also wrote a comprehensive and multifaceted manual of many fields of knowledge, where the religious character is open to debate. The preserved fragments of the Cesti treat military, technical, medical and many other topics. These texts are presented in an entirely new critical edition. The transmission of the texts as well as questions of authenticity are highly complex. Compared to the previous edition (Vieillefond 1970), considerable progress has been reached in terms of both, quantity and quality of the material. Hitherto unknown texts have been included, and in the case of dubious authorship all necessary information is provided for a realistic picture of the transmission. In the introduction, all relevant channels of transmission are discussed. The edition is accompanied by notes and a new English translation.
Kodex und Kanon
Das Buch im frühen Christentum
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Christentum und Buch – das ist mehr als eine oberflächliche Beziehung. Die Geschichte beider ist etwa gleich alt: Der Aufstieg des Christentums und die Durchsetzung des Kodex erfolgten in der Spätantike. Es gibt auch inhaltliche Bezüge, machte sich doch das Christentum das neue Medium früh zunutze. Das Neue Testament kursierte von Anfang an in dieser Form. Umgekehrt prägte das Medium die Religion. Das gilt etwa für den „Kanon“ – ein Schlüsselbegriff des spätantiken Christentums. Der Begriff bezeichnet nicht nur eine Gruppe autoritativer Schriften, sondern hat auch die wörtliche Bedeutung „Tabelle“, bezeichnet also eine Organisations- und Visualisierungsform von Wissen. Ein prominentes Beispiel sind die „Kanontafeln“ des Euseb, eine tabellarische Synopse der Evangelien. Die nüchternen Tabellen wurden künstlerisch prezios ausgestaltet und trugen zur Sakralisierung des Kodex und des Kanons wesentlich bei. Dass das christliche Buch am Ausgang der Antike nicht nur Zeichen enthält, sondern selbst zum Zeichen wird, verdankt es nicht zuletzt der Aufladung mit ästhetischer und religiöser Energie. In diesem Sinne als „Gesamtkunstwerk“ verstanden, prägte es auch den Prozess der Schriftwerdung des Korans.
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Religiöse Toleranz
1700 Jahre nach dem Edikt von Mailand
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1,700 years ago, the Roman emperors Constantine and Licinius granted religious freedom – also and particularly for Christianity. The religious policy of Constantine is often associated with the modern ideal of tolerance. This book inquires into the correctness and limitations of this label through a close historical study of this concept and with particular attention to the forms of religious tolerance in Late Antiquity. One important feature of this study is its focus on the reception of Constantine''s religious policy from the Reformation era until modern times.
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1,700 years ago, the Roman emperors Constantine and Licinius granted religious freedom – also and particularly for Christianity. The religious policy of Constantine is often associated with the modern ideal of tolerance. This book inquires into the correctness and limitations of this label through a close historical study of this concept and with particular attention to the forms of religious tolerance in Late Antiquity. One important feature of this study is its focus on the reception of Constantine''s religious policy from the Reformation era until modern times.
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Iulius Africanus has rightly been called the "Father of Christian Chronography". His world chronicle is one of the few works of Christian literature pioneering a new genre. Late Antiquity and the Middle Ages mainly articulated their reflection on history in the form of the world chronicle. The work has not been preserved in its entirety; the extant fragments have to be laboriously pieced together from the works of later authors. To date, there has not been a critical edition of this material, and the edition in use today dates back nearly 200 years (J.M. Routh 1814).
This new edition in the GCS series closes an old gap in the programme of this series - and at the same time marks a new beginning, because this is the first edition ever in this series to be published with an English translation. The edition establishes a completely new foundation for our knowledge of Early Christian historical thinking, and in addition provides an important component in our understanding of an important epoch, the "Imperial Crisis" of the 3rd century, in which the new world of Late Antiquity began to develop out of the Hellenic-Roman heritage.
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Basel 1516
Erasmus' Edition of the New Testament
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Rombilder im deutschsprachigen Protestantismus
Begegnungen mit der Stadt im "langen 19. Jahrhundert"
594 kr
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Petrusliteratur und Petrusarchäologie
Römische Begegnungen
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Tillfälligt slut