Protestanten Zwischen Venedig Und ROM in Der Frühen Neuzeit
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Nur bei oberflächlicher Betrachtung erscheint das frühneuzeitliche Italien als ein durch und durch katholisches Land, lebten doch seit der Reformation auch Protestanten dort. Zu ihrer damaligen Situation existiert keine Gesamtdarstellung. Der vorliegende Band lädt nun mit Sondierungen zu einer vertieften interdisziplinären Diskussion über die Präsenz von Protestanten auf der Apenninenhalbinsel ein, die Teil eines religiösen und intellektuellen Formierungsprozesses sind, der seit dem 16. Jahrhundert hier ganz anders verlief als in Deutschland. Dazu bieten sich der Stadtstaat Venedig und die Stadt Rom besonders an: wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung für Italien und die christliche Welt, wegen ihrer traditionell vielfältigen Verbindungen ins nordalpine Reich und wegen der zahlreichen Fremden aus dem Norden dort. Über Venedig und Rom hinaus werden auch andere Städte in den Blick genommen, nicht zuletzt Universitäts- und Hafenstädte.
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Die „deutsche“ Einrichtung Santa Maria dell'Anima in Rom zählt neben dem Campo Santo Teutonico zu den zentralen Anlaufstellen für Pilger aus dem nordalpinen Raum respektive dem Heiligen Römischen Reich. Die Gründung geht auf eine Stiftung in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts zurück. 1399 bestätigte Papst Benedikt IX. die Gründung, im Mai 1406 wurde die Stiftung in einem päpstlichen Privileg direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt.Zentrale Bedeutung kam dem Pilgerhospiz besonders angesichts der seit dem Jahr 1300 regelmäßig ausgerufenen Heiligen Jahre zu. Vor dem Hintergrund der katholischen Reform nach dem Trienter Konzil erreichten die Pilgerzahlen in Rom in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts sowie im 17. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Seit der Mitte dieses Jahrhunderts, besonders aber dann im 18. Jahrhundert nahm zudem der Strom von adeligen und bürgerlichen Romreisenden zu, die die Ewige Stadt nicht allein aus religiösen und kultischen Gründen aufsuchten. Mit solchen Reisen waren immer Prozesse des kulturellen Transfers verbunden, denen nicht nur romorientierte Forschung stets große Aufmerksamkeit geschenkt hat, sondern die auch unter neueren kulturgeschichtlichen Fragestellungen von hohem Interesse sind. Im vorliegenden Band werden Epochen übergreifend und in interdisziplinärem Zugriff verschiedene Aspekte der Geschichte der Einrichtung behandelt.
Die Musikgeschichtliche Abteilung Des Deutschen Historischen Instituts in ROM 1960 Bis 2010
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Die am 14. November 1960 eröffnete Musikgeschichtliche Abteilung des Deutschen Historischen Instituts in Rom entwickelte sich sehr schnell zu einer Schnittstelle zwischen „italienischer“ und „deutscher“ Musikwissenschaft und zu einer wichtigen Anlaufstelle für musikwissenschaftliche Fachkolleginnen und Fachkollegen aus dem In- und Ausland. Anlässlich des 50. Jahrestages ihres Bestehens versammelt der vorliegende Band Beiträge, die sich vor dem Hintergrund wissenschaftlicher und kulturpolitischer Diskurse mit der Gründung und Geschichte der Abteilung, mit ihren Forschungsfeldern und ihrem Selbstverständnis beschäftigen und so ein exemplarisches Stück Wissenschaftsgeschichte aus der Perspektive des Deutschen Historischen Instituts in Rom beschreiben.
Ludwig Quidde Und Die Erschließung Der Kurialen Registerüberlieferung
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Im Jahr 2008 jährte sich zum 150. Mal der Geburtstag Ludwig Quiddes, der von 1890 bis 1892 das Preußische Historische Institut in Rom leitete und dort das Repertorium Germanicum (RG) initiierte, das noch heute zu den wichtigsten Unternehmen der historischen Grundlagenforschung zählt. Seine Satire „Caligula“ war einer der erfolgreichsten Essays der Zeit, doch führten die Anspielungen auf Kaiser Wilhelm II. zum Ende seiner wissenschaftlichen Laufbahn. Auf der Basis eines beträchtlichen Privatvermögens betätigte er sich als Politiker und Publizist, insbesondere in der Friedensbewegung. Der aus einer Tagung hervorgegangene Sammelband würdigt Quidde als Historiker, als Persönlichkeit der Friedensbewegung und als Friedensnobelpreisträger. Ferner geht es um ihn als „Vater“ des RG sowie des Tochterunternehmens Repertorium Poenitentiariae Germanicum (RPG). Dabei werden nicht nur die aktuellen Möglichkeiten der Erschließung der kurialen Registerserien und ihre Tragfähigkeit für Themen der europäischen Geschichte diskutiert, sondern auch die europäische Anschlussfähigkeit der unter Ludwig Quidde begonnenen Projekte ausgelotet sowie Perspektiven der modernen elektronischen Erschließung und Bearbeitung der kurialen Überlieferung aufgezeigt.
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Im Jahr 2008 jährte sich zum 150. Mal der Geburtstag Ludwig Quiddes, der von 1890 bis 1892 das Preußische Historische Institut in Rom leitete und dort das Repertorium Germanicum (RG) initiierte, das noch heute zu den wichtigsten Unternehmen der historischen Grundlagenforschung zählt. Seine Satire „Caligula“ war einer der erfolgreichsten Essays der Zeit, doch führten die Anspielungen auf Kaiser Wilhelm II. zum Ende seiner wissenschaftlichen Laufbahn. Auf der Basis eines beträchtlichen Privatvermögens betätigte er sich als Politiker und Publizist, insbesondere in der Friedensbewegung. Der aus einer Tagung hervorgegangene Sammelband würdigt Quidde als Historiker, als Persönlichkeit der Friedensbewegung und als Friedensnobelpreisträger. Ferner geht es um ihn als „Vater“ des RG sowie des Tochterunternehmens Repertorium Poenitentiariae Germanicum (RPG). Dabei werden nicht nur die aktuellen Möglichkeiten der Erschließung der kurialen Registerserien und ihre Tragfähigkeit für Themen der europäischen Geschichte diskutiert, sondern auch die europäische Anschlussfähigkeit der unter Ludwig Quidde begonnenen Projekte ausgelotet sowie Perspektiven der modernen elektronischen Erschließung und Bearbeitung der kurialen Überlieferung aufgezeigt.
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Der Band versammelt im wesentlichen die Beiträge der gleichnamigen Tagung des Deutschen Historischen Instituts in Rom vom 29. bis 31. Oktober 2003. Darin werden sowohl die deutsch-italienischen Beziehungen der Nachkriegszeit, besonders unter dem Aspekt der Kulturpolitik, allgemein behandelt als auch die Geschicke der einzelnen Institute und Bibliotheken in Rom: das Deutsche Historische Institut, das Deutsche Archäologische Institut, das Römische Institut der Görres-Gesellschaft, die Villa Massimo, die Bibliotheca Hertziana, die Deutsche Bibliothek (das spätere Goethe-Institut) und die Deutsche Schule.
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Begegnungen mit der Stadt im "langen 19. Jahrhundert"
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