Conny Dietrich – författare
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PDF, Tyska, 20201 700 kr
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Der Leipziger Künstler Max Klinger (1857–1920) gehört unbestritten zu den wichtigsten Erneuerern der grafischen Kunst. Sein eigentliches künstlerisches Ziel aber war die Wandmalerei. Mit den beiden Wandgemälden in der Aula der Universität Leipzig und im Stadtverordnetensaal des Neuen Rathauses in Chemnitz sowie der nicht realisierten Ausmalung des Treppenhauses im Museum der bildenden Künste Leipzig widmet sich die ausgewiesene Klinger-Expertin Conny Dietrich erstmals dieser bislang wenig beachteten Werkgruppe. In ihrer umfassenden kunsthistorischen Studie schildert sie ausführlich Klingers Weg zur Wandmalerei, zeichnet die langjährigen Genesen der drei Projekte nach, untersucht sie in eingehenden Werkanalysen und stellt sie in den Kontext der Monumentalmalerei im Deutschen Kaiserreich. Die auf umfangreichem Quellenmaterial basierende Arbeit liefert einen bedeutenden Beitrag zur Geschichte der Wandmalerei in den Jahren der Herausbildung der Moderne, in denen Klingers Projekte als Versuche zur Erneuerung dieser Gattung angesehen werden können.
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PDF, Tyska, 2022217 kr
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Expressionismus ist eine künstlerische Bewegung, die oft mit bestimmten Zentren verbunden wird: In seiner Deutung als deutsche Kunstrichtung zeichnet sich Deutschland als Ort des Expressionismus ab, dabei wird er vorzugsweise mit konkreten Orten verknüpft. Hier ist neben der Großstadt (Berlin, München) auch an die Standorte zu denken, wo einschlägige Gruppen von Künstler*innen zusammengekommen sind. Entsprechend konzentriert sich auch die Beschäftigung mit den Inhalten expressionistischer Kunst häufig auf Aspekte, die mit diesen Zentren assoziiert sind und aus gutem Grund einen wichtigen Schwerpunkt expressionistischen Schaffens bilden (z. B. in der Metropolendarstellung).Expressionismus gibt es aber auch anderswo und in anderer Form – sozusagen in der Provinz. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt Peripheral Expressionisms erforscht bereits seit einigen Jahren den Einfluss des Expressionismus in 'peripheren' europäischen Regionen. Der antibürgerliche Duktus des expressionistischen Denkens und die damit verbundene Stellung als 'widerständige', neue Kunst hat nicht nur die Künstler*innen in den Großstädten geprägt, sondern durch Berichterstattung auch ländliche Regionen und Kollektive erreicht. Nicht zuletzt haben Herwarth und Nell Walden für den Expressionismus im Kontext des Sturm eine aktive Verbreitungspolitik betrieben, die erst in Ansätzen erforscht ist. Darüber hinaus gibt es aber auch formal ähnliche Entwicklungen zum Expressionismus in den 'Zentren', deren Herkunftsgeschichte wesentlich komplexer ist.Das Themenheft geht der Frage nach, inwiefern die Beschäftigung mit expressionistischer Ästhetik und Geisteshaltung und die daraus erfolgende Kunstschöpfung an konkreten, kleineren Orten stattfindet. Die Beiträge decken eine recht umfassende regionale Breite ab und beleuchten dabei sowohl literarische als auch bildkünstlerische und (innen-)architektonische Beispiele expressionistischen Schaffens in der Provinz: Sie werfen einen Blick auf mitteldeutsche Kleinstädte, auf Oldenburg, die Lüneburger Heide, die Saarregion und das Elsass sowie auf Czernowitz in der Bukowina und Bulgarien.Mit Beiträgen von Nikolina Burneva, Uwe Czier, Max Diehm, Conny Dietrich, Katharina Groth, Gloria Köpnick und Torsten Mergen.
Del 23 - Expressionismus
Menschheitsdämmerung
Häftad, Tyska, 2026
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PDF, Tyska, 2026217 kr
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Die Menschheitsdammerung - erstmalig herausgegeben von Kurt Pinthus im Jahr 1919 - ist die wichtigste Anthologie expressionistischer Lyrik. Als solche hat sie das Bild, das die Literaturgeschichte von expressionistischer Dichtung zeichnet, entscheidend gepragt. Pinthus' Auswahl an Gedichten kann als Ruckblick auf die damals bereits ein Jahrzehnt wahrende expressionistische Dichtung gesehen werden, deren Vertreter zwischenzeitlich teils andere Wege eingeschlagen hatten, teils verstorben (nicht zuletzt als Soldaten im Ersten Weltkrieg gefallen) waren. So zieht die Sammlung eine Bilanz der neuen Dichtung der damals jungen Generation - und entfaltet programmatisch kanonisierende Wirkung. Pinthus' Zusammenstellung kann als eigenes Gesamtkunstwerk verstanden werden, da er der Form der blo willkurlich zusammentragenden Anthologie die Schaffung eines eigenen, in sich stimmigen Werks entgegenstellt, um die gro en gemeinsamen Linien der expressionististischen Dichter*innengeneration zu betonen. Unter dem Stichwort der Symphonie, aus dem sich die vier Teile der Menschheitsdammerung ergeben, werden die enthaltenen Gedichte von 22 Dichtern und einer Dichterin (Else Lasker-Schuler) thematisch so zusammengestellt, dass ihre Stimmenvielfalt, dem Zusammenspiel von Instrumenten in einem Orchester gleichend, zu einer in sich geschlossenen Komposition wird. Mehr als 100 Jahre nach der Erstausgabe diskutieren die Beitrage auf Basis aktueller Forschungszugange den Status von Pinthus' wegweisender Anthologie neu: Sie gehen dem Konstruktionsprinzip der Sammlung auf den Grund, beleuchten ihre literarischen, politischen und personellen Kontexte und weisen nicht zuletzt auf die Leerstellen hin, welche die von Pinthus nicht ausgewahlten Dichter innen hinterlassen. Neben der Kriegslyrik August Stramms und der Sonderrolle Franz Werfels geht es um den Dichter Ernst Wilhelm Lotz, die Lyrikanthologie Verkundigung sowie die Fruhexpressionistin Elsa Asenijeff. Auch das Frauenbild in expressionistischer Lyrik kommt anhand der Thematisierung von Sexarbeit zur Sprache. Mit Beitragen von Conny Dietrich, Kristin Eichhorn, Judith Kerschbaumer, Johanna Meixner, Sascha Ohlenforst, Michael Pilz und Charlotte Schade.