Daniel Lanzinger – författare
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4 produkter
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Inbunden, Tyska, 2020
1 820 kr
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Philons Biographie Abrahams ist eine Werbeschrift für das Judentum. Sie entstand vermutlich als literarisches Begleitprojekt zu Philons politischer Mission in Rom: In Alexandria hatte es Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung gegeben, die Philon bei Kaiser Caligula zur Sprache bringen sollte. Der vorliegende Band führt in diesen zeitgeschichtlichen Kontext ein und bietet den mit Anmerkungen versehenen Text der Schrift samt einer Neuübersetzung. Erläuternde Essays aus unterschiedlichen Fachperspektiven würdigen Philon als Biographen und als Philosophen, ergründen sein Tugendverständnis und sein Frauenbild und beleuchten sein Schriftverständnis aus der Perspektive des antiken Orakelwesens. Abgerundet wird der Band durch einen Ausblick auf die Rezeption Abrahams im Islam, inder sich bemerkenswerte Parallelen zu Philons allegorischen Auslegungen wiederfinden lassen.
Del 527 - Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament
Der Ratschluss Gottes
Erzählanalytische Untersuchungen zu einem theologischen Zentralmotiv des lukanischen Doppelwerks
Inbunden, Tyska, 2025
1 963 kr
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"Ich habe es nicht versäumt, euch den ganzen Ratschluss Gottes mitzuteilen" (Apg 20,27), konstatiert Paulus in seiner Abschiedsrede vor den Ältesten von Ephesus. Vielen anderen Erzählfiguren im lukanischen Doppelwerk bleiben solche tiefen Einblicke allerdings verwehrt: Sie wissen nichts von einem göttlichen Ratschluss oder verstehen ihn nicht, werden aber gerade dadurch zu dessen Ausführungsorganen. Daniel Lanzinger zeigt auf, dass dieses Spiel mit diskrepanter Informiertheit ein konstitutives Element von Lukas' narrativer Theologie darstellt: Durch die erzähltechnische Erzeugung von Informations- und Verstehensvorsprüngen lädt der Evangelist seine Leserinnen und Leser zu einer kognitiven Mitarbeit an der Deutung der Geschehnisse ein. So entsteht im Prozess der Lektüre nach und nach ein Gesamtbild dessen, was den Ratschluss Gottes ausmacht, wie man ihn erkennt und wie er zur Umsetzung kommt.
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PDF, Engelska, 2023322 kr
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Exegesis has long been characterized by a broad disciplinary diversity, but also ambiguity – combining biblical studies, exegesis, early Jewish studies, early Christian studies, Ancient Near Eastern studies, Greco-Roman, and classical studies in various ways. This is to say nothing of the more recent development of contextual and engaged exegesis as reflected in feminist, liberation, postcolonial and queer Biblical exegesis. Furthermore, how and why scholars study the Bible varies, not only across confessional or cultural contexts, but across institutional-academic contexts. The book engages these complex methodological questions about the interrelations of context, institutions, and knowledge production in relation to such issues as religious belonging, ethnicity, political identity, and postcolonial pasts, among other issues of contemporary importance.[Was treibt Theologie eigentlich?]Exegetische Forschung zeichnet sich seit langem durch eine große disziplinäre Vielfalt, aber auch Mehrdeutigkeit aus. Sie verbindet auf unterschiedliche Weise Bibelwissenschaft, Exegese, frühjüdische Studien, frühchristliche Studien, altorientalische Studien, griechisch-römische und klassische Studien. Ganz zu schweigen von der neueren Entwicklung einer kontextbezogenen und engagierten Exegese, wie sie in der feministischen, befreiungstheologischen, postkolonialen und queeren Bibelexegese zum Ausdruck kommt.Darüber hinaus variiert die Art und Weise, wie und warum Forschende die Bibel untersuchen, nicht nur zwischen konfessionellen oder kulturellen Kontexten, sondern auch zwischen institutionellen und akademischen Kontexten. Der Band befasst sich mit diesen komplexen methodischen Fragen über die Wechselbeziehungen zwischen Kontext, Institutionen und Wissensproduktion in Bezug auf Themen wie religiöse Zugehörigkeit, Ethnizität, politische Identität, postkoloniale Vergangenheiten und andere Themen.
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PDF, Tyska, 20161 646 kr
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Die Art und Weise, wie Paulus mit der Schrift umgeht, ist vielen Exegeten eher peinlich, weil sie von heutigen Standards der Textinterpretation weit entfernt ist. Ganz besonders gilt dies für jene Stellen, an denen sich Paulus einer allegorischen Auslegung bedient, d.h. dem Text einen Sinn unterstellt, der dem Wortlaut widerspricht: In 1 Kor 9,8-12a vertritt Paulus beispielsweise die These, dass sich das Verbot, einem Ochsen beim Dreschen einen Maulkorb anzulegen (Dtn 25,4), nicht auf Ochsen beziehe, sondern die Alimentierung von Aposteln regele. Solche Stellen sind nur verstehbar, wenn man nicht die moderne, sondern die antike Auffassung von sachgemäßer Textinterpretation zum Maßstab nimmt. Zu diesem Zweck untersucht Lanzinger eine repräsentative Auswahl von Vergleichstexten aus der Umwelt des Neuen Testaments (Heraklit, Plutarch, Philon, Qumranschriften) unter der Fragestellung, mit welcher Methodik darin religiöse Traditionen aktualisiert werden. Als wichtiges Analyseinstrument erweisen sich dabei die antiken Rhetorikhandbücher. Es ergibt sich, dass es sich bei der Allegorese um eine in der antiken Welt etablierte und akzeptierte Verfahrensweise mit bestimmten Spielregeln handelt. Diesen Befund wendet Lanzinger auf die einschlägigen Stellen bei Paulus an (v.a. Gal 4,21-31; 1 Kor 9,8-12a; 10,1-14; Gal 3,16). Dabei stellt sich heraus, dass Paulus die Methodik der Allegorese kennt und sie in seinen Briefen gezielt einsetzt, um auf elegante Weise seine Argumente zu unterstreichen.