Desiree Daniel-Soltenfu – författare
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PDF, Tyska, 2020325 kr
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Seit Langem wird in der erziehungswissenschaftlichen Literatur proklamiert: Es ist wichtig, dass Schüler*innen selbstreguliert lernen können. Selbstregulationsfähigkeiten gelten als wichtige Vorausetzung, um Lernprozesse eigenständig zu durchlaufen - was u. a. in Zeiten von Schulschließungen und digitalem Unterricht, wenn Lehrkräfte nur bedingt Unterstützung bieten können, erforderlich ist.Allerdings ist selbstreguliertes Lernen kein Selbstläufer. Gerade Schüler*innen, die es nicht gewohnt sind, sich eigenständig mit Lernmaterial auseinanderzusetzen und (deswegen) in ihrem bisherigen Bildungsverlauf schlechte Lernerfahrungen gesammelt haben, tun sich oft schwer damit. Sie können sich z. B. nicht dazu motivieren, mit einer Aufgabenbearbeitung anzufangen, oder scheitern daran, sich geeignete Formen der Unterstützung zu suchen. Ihnen fehlt es an Lernstrategien, die aber durch geeignete Fördermaßnahmen vermittelt werden können, wenn diese auf die Voraussetzungen und Bedürfnisse der Schüler*innen abgestimmt sind. Die Gestaltung von Lernkonzepten, die sich hierzu eignen, ist keine leichte Aufgabe!Im Rahmen des Projekts NeGeL (Neugestaltung von Lernprozessen) haben sich drei Berufskollegs genau dieser Herausforderung gestellt. Sie entwickelten neue Lernkonzepte für die Zielgruppe der Lernenden berufsvorbereitender Bildungsgänge, die oft Lernschwierigkeiten und Probleme im selbständigen Arbeiten aufweisen. Für die beteiligten Akteure stellte sich insofern nicht die Frage, ob diese Schüler*innen überhaupt selbstreguliert lernen können, sondern, wie sie sich durch geeignete Unterstützung dazu befähigen lassen. Der vorliegende Bericht zeichnet den Entwicklungsprozess der drei Schulen bei der Gestaltung und Umsetzung von Konzepten zur Förderung des selbstregulierten Lernens nach und geht dabei auch auf Chancen und Herausforderungen ein.Damit richtet sich das Buch an didaktische Gestalter aus der (Berufs-)Bildungspraxis, die sich mit der Entwicklung von Förderkonzepten für die Zielgruppe der Lernenden berufsvorbereitender Bildungsgänge oder der Konzeption von Unterricht zur Förderung selbstregulierten Lernens auseinandersetzen.
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PDF, Tyska, 2018348 kr
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Datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement (DKBM) beschäftigt sich mit der Frage, wie in einer Kommune Bildungsmaßnahmen koordiniert und unterstützt werden können. Hierzu wurden in einem Bundesprogramm Erfahrungen gesammelt. Um die Ergebnisse dieses Programms bundesweit zu transferieren, wurden acht Transferagenturen vom Bund in einer Transferinitiative gefördert.In der vorliegenden Studie wird die Etablierung und Entwicklung dieser Agenturen untersucht und herausgearbeitet, wie der Transfer von Maßnahmen sich konkret gestaltet. Es werden Hinweise zur Gestaltung von Transferprozessen über mediative Agenturen gewonnen. Dabei wird aufgezeigt, dass der Transfer ein Prozess der koordinierten Neu-Produktion von Problemlösungen und eben nicht eine einfache Übertragung von Produkten ist. Dies stellt an die Mediatoren besondere Anforderungen. Diese werden als eine Voraussetzung für einen gelingenden Transfer herausgearbeitet.
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PDF, Tyska, 2025373 kr
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Bildung wird in Deutschland stark von föderalen Strukturen geprägt - zuständig sind in erster Linie die Länder. Doch für Bürger:innen entsteht Bildung "vor Ort", eingebettet in individuelle Biografien und lokale Lebensrealitäten. Genau hier setzen die Transferagenturen der "Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement" an: als Schnittstelle zwischen politisch-programmatischer Zielsetzung auf Bundes- und Länderebene und den spezifischen Herausforderungen kommunaler Bildungsakteure.Die Publikation dokumentiert die Ergebnisse aus zehn Jahren wissenschaftlicher Begleitung durch ein Team unter der Leitung von Peter F. E. Sloane, Dieter Euler und Tobias Jenert. Der Bericht knüpft an die 2018 veröffentlichte Dokumentation der Etablierungsphase an und bietet nun eine umfassende Bilanz der zweiten Förderphase von 2018 bis 2024.Methodisch basiert die Untersuchung auf einem gestaltungsorientierten Forschungsansatz, der Designforschung mit empirischer Analyse verbindet. In partizipativen Workshops entwickelten die Autor:innen gemeinsam mit den Transferagenturen praxistaugliche Instrumente, darunter eine DKBM-Monitoring-Matrix und die Wissensplattform LOTTA.Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Transferagenturen zu prozessbegleitenden Partnern der Kommunen. Statt standardisierter Lösungen liegt der Schwerpunkt zunehmend auf Beratung, Anpassung und gemeinsamer Gestaltung. Die Autor:innen zeigen auf, wie Transferprozesse erfolgreich gelingen, wenn sie als mediative Prozesse verstanden werden - nicht als einfache Übertragung, sondern als kontextualisierte und bedarfsorientierte Adaption.Neben grundlegenden transfertheoretischen Erkenntnissen thematisiert der Bericht auch aktuelle Herausforderungen für kommunales Bildungsmanagement, etwa in den Bereichen Migration, Digitalisierung oder Pandemie. Damit liefert die Publikation wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung von Bildungsstrukturen auf lokaler Ebene.Ein zentraler Befund ist die Transformation der Transferagenturen von Anbietern fertiger Lösungen zu mediativen Organisationsberatern und ''Transmissionsriemen'' zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Die Studie zeigt, wie der beobachtete ''Pull-Effekt'' - die aktive Nachfrage der Kommunen nach individueller Beratung - das Programm grundlegend veränderte.Der Band richtet sich an alle, die Bildungsprogramme in die Praxis übertragen wollen: kommunale Fach- und Führungskräfte, bildungspolitisch Verantwortliche, Wissenschaftler:innen sowie Vertreter:innen aus Beratung und Verwaltung. Ihnen bietet der Bericht praxisnahe Einblicke, reflektierte Analyse und konkrete Perspektiven für die Weiterentwicklung kommunaler Bildungssteuerung.