E. Monnig – författare
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Während im ersten Teil der "Vorlesungen über Massivbau" die Grundlagen zur Bemessung im Stahlbetonbau mit einer kurzen Übersicht über die Baustoffe und das Tragverhalten und die Be messung von Stabtragwerken für Biegung, Querkraft, Torsion mit und ohne Längskraft sowie die Bemessung von Druckgliedern mit Knicksicherheitsnachweisen behandelt wurden, werden im zweiten Teil Sonderfälle der Bemessung dargelegt. Diese Sonderfälle kommen in der Pra xis zwar laufend vor, werden aber meist unzulänglich gelöst, weil brauchbare Bemessungs verfahren z. T. erst in den letzten zehn Jahren entwickelt wurden und daher in den gängigen Handbüchern in veralteter Form oder gar nicht enthalten sind. Die neuen Bemessungsverfah ren sind meist nur in Zeitschriften verstreut zu finden und daher vielen Praktikern kaum be kannt. Wir haben uns in diesem zweiten Teil bemüht durch Auswertung des Schrifttums, neuester Forschungsberichte und eigener Forschungsergebnisse den heutigen Stand unseres Wissens darzustellen, und zwar in einer Form, die für die Anwendung in der Praxis geeignet ist. Das letzte Kapitel ist dem Leichtbeton gewidmet, wobei eine kurze Übersicht über die Leicht betonarten gegeben wird, um dann den Leichtbeton für Tragwerke ausführlicher zu behandeln, da er mit Recht mehr und mehr angewandt wird. Seine besonderen Eigenschaften bedingen bei der Bemessung einige Abweichungen von den Regeln für den normalen Beton, die hier für die deutschen Verhältnisse angegeben werden.
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Der erste und zweite Teil dieser "Vorlesungen über Massivbau" behandeln die Bemessung im Stahlbetonbau. Der dritte Teil ist den Grundlagen des Bewehrens gewidmet. Für die richtige Führung der Bewehrungen muß man den Verlauf der Zugkräfte im Inneren der Stahlbetontragwerke kennen. Die Bewehrungen müssen zur Gewährleistung der Trag- und der Gebrauchsfähigkeit der Stahlbetontragwerke dem Verlauf der Zugkräfte möglichst genau entsprechen. Diese Forderung kann aus fertigungstechnischen Gründen meist nicht voll erfüllt werden. Deshalb muß der Ingenieur, gestützt auf Versuchsergebnisse und Erfahrung, Lösun gen anstreben, die neben der unabdingbaren Standsicherheit kleinstmögliche Rißbreiten ge währleisten. Dazu muß er die Gesetze der Verbundwirkung und der Verankerungen kennen und wissen, welche Einflüsse die Größe der Stabdurchmesser , die Abstände der Bewehrungs stäbe und die Abweichung ihrer Richtung von der Richtung der Hauptzugspannungen auf die Rißbreiten haben. Für die Bauausführung muß darüber hinaus die Herstellung und das Zusammenfügen der Be wehrungen und Bewehrungskörbe im Auge behalten werden, wobei es heute darauf ankommt, nicht unbedingt das Minimum an Stahlgewicht zu erreichen, sondern Arbeitslöhne zu sparen. Gerade die fertigungstechnischen Überlegungen zur Verminderung der Lohnkosten haben in den letzten Jahren die Art der Bewehrungen stark beeinflußt. Diese Entwicklung ist noch im Gange. Die hier gezeigten Bewehrungen tragen dieser Entwicklung wohl schon Rechnung, es ist jedoch zu erwarten, daß die Rationalisierung der Bewehrungen in den nächsten Jahren noch manche Veränderungen besonders im Hinblick auf fabrikmäßig vorgefertigte Bewehrungsteile bringen wird.
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