Eberhard Hauschildt – författare
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PDF, Tyska, 2023453 kr
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Christlich-religiöse Praxis ist in vielfältiger Weise auf die Alltagswelt bezogen. Der Alltag fungiert als Kontrastfolie, gegenüber der sich christliche Frömmigkeitspraxis, wie etwa die Feier des Gottesdienstes, heilsam unterbrechend abhebt. Er stellt Blaupausen für die pastorale Praxis bereit; etwa in Form privater ''Alltagsseelsorge'', in der die Themen und Vorgehensweisen professioneller Seelsorge vorgeprägt sind. Vielfach besitzt der Alltag aber auch selbst eine religiöse Signatur, man denke an religiöse Praxisformate, die in den Alltagsroutinen des Tagein-Tagaus ihren Ort haben - Formen privater Gebets- oder Erbauungspraxis, aber auch weniger eindeutige Formate ''gelebter Religion''. Zu denken wäre auch an Gehalte religiösen Praxiswissens und Formate einer religiösen Reflexions- und Kommunikationskultur, die in die Alltagswelt eingelagert sind und sich in Gesprächsanalysen nachzeichnen lassen. Ziel des vorliegenden Bandes ist es, die vielfältigen Bezüge zwischen Alltagswelt und christlich-religiöser Praxis zu identifizieren, zu analysieren, zu reflektieren und schließlich für eine alltagsweltsensible praktisch-theologische Theoriebildung fruchtbar zu machen.
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PDF, Tyska, 2010370 kr
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Die Milieuperspektive ist wie eine Zauberbrille. Zauberhaft ist sie, weil sie dabei hilft zu entdecken, was vorher unsichtbar war. Trotzdem kann man auch mit ihrer Hilfe nicht alles wahrnehmen. Aber die Milieuperspektive eignet sich ganz vorzüglich, wenn man kirchliche Arbeit analysiert oder plant, weil sie dann hilft, Konturen zu erkennen. Sie ist ein Instrument, nicht mehr und nicht weniger. Zu erwarten sind keine Patentlösungen. Aber wer sich dieses Instruments bedient, löst weitere Veränderungen aus: Die neue Perspektive wird das eigene Planen und damit die Gemeinde verändern – und damit auch die Kirche.Kirchliche Praxis zeigt sich in den Gottesdiensten und anderen Zugängen zum Glauben, in der Medienarbeit, der Werbung, dem Ehrenamt und dem Wunsch nach Beteiligung in der Kirche. Durch die Milieuperspektive lassen sich in der Masse der Gemeinde einzelne Menschen und ihre Bedürfnisse, ihre Gewohnheiten und Vorlieben erkennen. Diese Erkenntnisse können der Organisation kirchlicher Arbeit nützlich sein. Die Kirche will Menschen für das Reich Gottes, also für eine bessere Möglichkeit zu leben, gewinnen. Dazu muss sie die Menschen dort abholen, wo sie stehen. Dies ist unter anderem durch die Milieuperspektive möglich. Doch die vielfältigen Glaubensstile in den Milieus sind nicht nur eine kirchenpraktische, sondern auch eine theologische Herausforderung. Diese Zauberbrille kann die Theologie verändern und bereichern.
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PDF, Tyska, 2010370 kr
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Jeder Einzeltext behandelt ein Thema aus dem Bereich des helfenden Handelns im Raum Kirche / Diakonie. Im Mittelpunkt stehen Fallstudien aus den verschiedenen Praxisbereichen. Das Autorenteam hat Menschen zum Mitschreiben eingeladen, die selbst über viel Praxis oder fachliche Einsichten in die Themenbereiche verfügen. So werden Erfahrungen nutzbar gemacht für eine milieuanalytische Perspektive auf die Themen und daraus auch für praktische Hinweise. So entsteht nicht nur ein Milieu-Zugang zu neuen Themen, sondern auch ein Pool von Vorbildern zur Analyse neuer Themenbereiche, die aufgeweckte Menschen selbst und anderswo durchführen können.Das Äquivalent zu den Befragungsdaten im ersten Band sollen »Fälle« sein, also Erfahrungen, die anhand von Szenen, Begebenheiten oder Konzeptbeispielen in die Darstellung eingespielt werden und ihre »Materialbasis« werden. Die Milieubezüge des jeweiligen Themenfeldes können von hier aus gedeutet werden, so dass Lerneffekte, Konsequenzen, Herausforderungen etc. hervortreten.
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PDF, Tyska, 2010927 kr
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Lässt die Christenheit noch etwas von ihrem Glauben hören? Was hat sie dann zu sagen? Dörte Gebhard stellt die problematischen Aufbrüche und die lehrreichen Untergänge von Mission und Apologetik im 19. und 20. Jahrhundert vor. Sie haben nach langem wissenschaftlichem und kirchenleitendem Schweigen zur Jahrtausendwende eine Renaissance erlebt. Sie wird als komplexes Sprachphänomen analysiert.Bei der Rekonstruktion von Wirkungsgeschichten werden inzwischen geleerte Begriffe und Sprachgewohnheiten des 20. Jahrhunderts wie Krise, Dialog und Markt in Frage gestellt. Die 2000jährige christliche Missionsgeschichte zeigt, dass Glauben nur dann vom Hörensagen kommen kann, wenn auch die Sprache gewaltfrei bleibt. Exemplarisch stellt Gebhard die Sprachkriege um die christliche Wahrnehmung der Welt und die verbalen Diskriminierungen der Adressaten von Mission und Apologetik vor. Die frühere Rede von »Heiden« und heute von Kunden erscheint damit auf ähnliche Weise problematisch-zeitgenössisch.Stattdessen empfehlen sich Sprachspiele, die die Selbstbezeichnungen der Adressaten wahrnehmen, die Zahlen und statistisches Material mit weniger Glauben bedenken, die mit Ehrfurcht und Sympathie Menschen ansprechen üben und die besonderen Eigenarten pluraler, kirchlicher Gemeinschaften sorgfältiger pflegen. Das positive Potenzial menschlicher Sprache, besonders des mündlichen Ausdrucks, wird für die Praktische Theologie neu erschlossen. Plädiert wird für Wortwahlen, die der Freiheit des Evangeliums entsprechen. Dafür müssen sich die weit voneinander entfernten Fächer Missionswissenschaft und Praktische Theologie, besonders die Homiletik, wieder neu begegnen und befruchten.
Del 22 - Praktische Theologie in Geschichte und Gegenwart
Pfarrhausbilder
Literarische Reflexe auf eine evangelische Lebensform
Häftad, Tyska, 2017
1 146 kr
Tillfälligt slut
Der vorliegende Band versammelt Bilder des evangelischen Pfarrhauses, seiner Bewohner und seiner Aura in theologischer und nichttheologischer Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts - vor allem aus dichterischer Perspektive, doch auch aus theologischer und kirchlicher Sicht. Erlebnisse und Erfahrungen, Erwartungen und Enttäuschungen, symbolische Aufladungen, Glanz und Abgründe werden in höchst unterschiedlicher Weise anschaulich - in der historischen Perspektive wie in gegenwartsorientierten Beschreibungen, in Außenwahrnehmungen ebenso wie in kirchlich-theologischen Binnensichten, in affirmativen Zuschreibungen ebenso wie in den Zeugnissen der Enttäuschung oder der Abkehr.