Florian Kragl – författare
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Die Edition des ‚Lanzelet‘ Ulrichs von Zatzikhoven ersetzt die alte Ausgabe Karl August Hahns und erfüllt damit ein langjähriges Desiderat der germanistischen Mediävistik. Gegenüber der Praxis Hahns, aus der (nicht allzu reichen) Überlieferung einen verbindlichen, singulären kritischen Text zu konstruieren, wird nun den einzelnen Handschriften mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Zugleich geht es aber auch darum, einen leicht lesbaren Text zur Verfügung zu stellen, der sich vor allem an ein literaturwissenschaftliches Publikum wendet – für sprachwissenschaftliche und kodikologische Belange sind exakte Handschriftentranskriptionen und Abbildungen der Überlieferungsträger (CD-ROM) beigegeben. Eine textnahe Übersetzung soll den Umgang mit dem mittelhochdeutschen Text erleichtern. Ein Forschungsbericht, ein forschungskritischer Stellenkommentar, eine vollständige Forschungsibliographie zum Text sowie diverse Register runden die Neuedition ab.
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Der Lanzelet des Ulrich von Zatzikhoven ist ein rätselhaftes Stück Artusliteratur. Entstanden wohl bald nach 1194, ist er nach dem Erec Hartmanns von Aue der zweite deutsche Artusroman. Seine verlorene altfranzösische Vorlage jedoch könnte Exponent einer vor oder neben Chrétiens Romanen existierenden, kaum greifbaren Artustradition gewesen sein. Das macht den Lanzelet zu einem Schlüsseltext, was die Frühgeschichte des hochmittelalterlichen Artusromans angeht. Doch auch in seiner faszinierenden, manchmal auch irritierenden, oft geradezu lakonischen poetischen und narrativen Faktur ist der lange unterschätzte Text inzwischen zu einem zentralen Gegenstand der Artusforschung, auch im akademischen Unterricht, avanciert. Die Studienausgabe präsentiert den Text und die Übersetzung der „großen“ Neuausgabe. Begleitet wird sie von einer Einführung zum Text, einem auf sachkundliche Hinweise und auf das Aufzeigen von Interpretationsproblemen reduzierten Stellenkommentar, einem Namenregister und einer Auswahlbibliographie. Die Ausgabe wendet sich primär an Studierende und Lehrende der germanistischen Mediävistik, jedoch auch diverser Nachbardisziplinen (Romanistik, Keltologie), und schließlich generell an Freunde der arthurischen Literatur.
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Epigonal, unstrukturiert, moralisch anstößig, derb-erotisch – so wurde die Krone Heinrichs von dem Türlin (um 1230) über lange Zeit von der germanistischen Forschung abgetan. Mittlerweile ist man längst auf das poetische Potential und die narrative Komplexität dieses schillernden Textes aufmerksam geworden. Die Irritationen des ‚schrägen‘ Romans, der in beträchtlicher Länge die Abenteuer des arthurischen Musterritters Gawein erzählt, werden als interpretatorische Herausforderung ernst genommen. Die Krone zählt heute zu den meistdiskutierten Artusromanen des deutschen Mittelalters. Der Band legt erstmals eine neuhochdeutsche Übersetzung des schwierigen Textes auf Grundlage der zweibändigen Edition in der Altdeutschen Textbibliothek vor. Die Übersetzung wendet sich in erster Linie an Studierende der germanistischen Mediävistik, soll den faszinierenden Text darüber hinaus aber auch einem breiteren Publikum zugänglich machen. Abgerundet wird sie von einem Nachwort zur Poetik der Krone und einer Auswahlbibliographie.
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Der Lanzelet des Ulrich von Zatzikhoven ist ein rätselhaftes Stück Artusliteratur. Entstanden wohl bald nach 1194, ist er nach dem Erec Hartmanns von Aue der zweite deutsche Artusroman. Seine verlorene altfranzösische Vorlage jedoch könnte Exponent einer vor oder neben Chrétiens Romanen existierenden, kaum greifbaren Artustradition gewesen sein. Das macht den Lanzelet zu einem Schlüsseltext, was die Frühgeschichte des hochmittelalterlichen Artusromans angeht. Doch auch in seiner faszinierenden, manchmal auch irritierenden, oft geradezu lakonischen poetischen und narrativen Faktur ist der lange unterschätzte Text inzwischen zu einem zentralen Gegenstand der Artusforschung, auch im akademischen Unterricht, avanciert. Die Studienausgabe präsentiert den Text und die Übersetzung der ‚großen‘ Neuausgabe. Begleitet wird sie von einer Einführung zum Text, einem auf sachkundliche Hinweise und auf das Aufzeigen von Interpretationsproblemen reduzierten Stellenkommentar, einem Namenregister und einer Auswahlbibliographie. Die Ausgabe wendet sich primär an Studierende und Lehrende der germanistischen Mediävistik, jedoch auch diverser Nachbardisziplinen (Romanistik, Keltologie), und schließlich generell an Freunde der arthurischen Literatur.
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Der ''Wunderer'' ist ein Nachzügler der deutschen Heldenepik: überliefert nur in Textzeugen aus wenigen Jahrzehnten um 1500 und davor gänzlich unbezeugt, gehört er auch innerhalb der Subspezies Dietrichepik zu deren spätesten Vertretern. Die vorliegende Edition bietet erstmals sämtliche erhaltenen Fassungen in überlieferungsnaher Gestalt: die strophische Version des Dresdener Heldenbuchs und des Straßburger Drucks (in synoptischer Darstellung), die beiden Reimpaarfragmente sowie das Fastnachtspiel.
1 160 kr
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Der ''Wunderer'' ist ein Nachzügler der deutschen Heldenepik: überliefert nur in Textzeugen aus wenigen Jahrzehnten um 1500 und davor gänzlich unbezeugt, gehört er auch innerhalb der Subspezies Dietrichepik zu deren spätesten Vertretern. Die vorliegende Edition bietet erstmals sämtliche erhaltenen Fassungen in überlieferungsnaher Gestalt: die strophische Version des Dresdener Heldenbuchs und des Straßburger Drucks (in synoptischer Darstellung), die beiden Reimpaarfragmente sowie das Fastnachtspiel.
Narratologie und mittelalterliches Erzählen
Autor, Erzähler, Perspektive, Zeit und Raum
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Mittelalterliches Erzählen unterscheidet sich von dem uns geläufigen zwar nicht grundsätzlich, doch zeichnet es sich durch bestimmte Idiosynkrasien aus, die es uns fremd erscheinen lassen. Diese Fremdheit hat Konsequenzen auch für die narratologische Untersuchung, insofern die im Wesentlichen am realistischen Roman entwickelten narratologischen Modelle für dieses ›alte‹ Erzählen nur bedingt greifen.
Primäres Anliegen des interdisziplinären Bandes, der Beiträge aus Germanistik, Anglistik, Romanistik, Japanologie und Keltologie versammelt, ist es, diese Fremdheit methodisch kontrolliert zu erfassen. Im Zentrum stehen die narratologischen Kategorien Autor, Erzähler, Perspektive sowie Zeit und Raum. Dabei geht es zum einen darum, narratologische Beschreibungsmodi zu finden, die den mittelalterlichen Erzähltexten angemessen sind. Zum anderen impliziert dieser methodenkritische Zugriff immer auch und zugleich eine dichte Beschreibung dessen, was uns in den ›alten‹ Erzähltexten entgegentritt. Methodenreflexion und historische Beschreibung sind in einer ›historischen Narratologie‹ untrennbar miteinander verbunden.
1 729 kr
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Mittelalterliches Erzählen unterscheidet sich von dem uns geläufigen zwar nicht grundsätzlich, doch zeichnet es sich durch bestimmte Idiosynkrasien aus, die es uns fremd erscheinen lassen. Diese Fremdheit hat Konsequenzen auch für die narratologische Untersuchung, insofern die im Wesentlichen am realistischen Roman entwickelten narratologischen Modelle für dieses ›alte‹ Erzählen nur bedingt greifen.
Primäres Anliegen des interdisziplinären Bandes, der Beiträge aus Germanistik, Anglistik, Romanistik, Japanologie und Keltologie versammelt, ist es, diese Fremdheit methodisch kontrolliert zu erfassen. Im Zentrum stehen die narratologischen Kategorien Autor, Erzähler, Perspektive sowie Zeit und Raum. Dabei geht es zum einen darum, narratologische Beschreibungsmodi zu finden, die den mittelalterlichen Erzähltexten angemessen sind. Zum anderen impliziert dieser methodenkritische Zugriff immer auch und zugleich eine dichte Beschreibung dessen, was uns in den ›alten‹ Erzähltexten entgegentritt. Methodenreflexion und historische Beschreibung sind in einer ›historischen Narratologie‹ untrennbar miteinander verbunden.
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Epigonal, unstrukturiert, moralisch anstößig, derb-erotisch - so wurde die »Krone« Heinrichs von dem Türlin (Anfang 13. Jahrhundert) über lange Zeit von der germanistischen Forschung abgetan. Mittlerweile werden die Irritationen des Textes als interpretatorische Herausforderung ernst genommen, die »Krone« zählt nun zu den meistdiskutierten Artusromanen des deutschen Mittelalters. Eine Neuedition gilt seit dem Erscheinen der Ausgabe von Gottlob Heinrich Friedrich Scholl von 1852 als Desiderat der Forschung. Mit dem zweiten und letzten Band der Neuedition ist diese Lücke geschlossen. Die auf Handschriftennähe bedachten Editionsrichtlinien des ersten Bandes wurden beibehalten, überlieferungsbedingt mußte jedoch an Stelle der Wiener Handschrift V, deren Text mit Ende von Band 1 (Altdeutsche Textbibliothek 112) abbricht, die Heidelberger Handschrift P als Leithandschrift herangezogen werden. Begleitet wird die Edition von einer umfassenden Einleitung, welche neben den Editionsrichtlinien eine detaillierte Übersicht über die sprachlichen Charakteristika von P und Nachträge zum Literaturverzeichnis des ersten Bandes bietet. Ergänzt wird der Band durch ein Namenregister zur gesamten »Krone«.
Das Jüngere Hildebrandslied
Sämtliche Hochdeutschen, Niederdeutschen, Jiddischen, Niederländischen Und Dänischen Fassungen Und Versionen
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Die Weisheit Des Fremden
Studien Zur Mittelalterlichen Alexandertradition- Mit Einem Allgemeinen Teil Zur Fremdheitswahrnehmung
1 049 kr
Tillfälligt slut
1 055 kr
Tillfälligt slut