Florian Mehltretter - Böcker
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Del 30 - Pluralisierung & Autoritat
Lyriktheorie(n) der italienischen Renaissance
Inbunden, Tyska, 2012
2 790 kr
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Das italienische Cinquecento gilt als das Jahrhundert, in dem die europäische Literaturtheorie der Neuzeit ‚geboren wurde‘. Die ausführliche zeitgenössische Diskussion um einzelne Gattungen (wie Epos, Tragödie, Komödie), die im Horizont eines Gegensatzes von rhetorisch perspektivierter Stillagenpoetik und aufkommendem poetologischem Aristotelismus steht, belegt dies. Besonders problematisch stellt sich der Renaissance die Theoretisierung einer einheitlichen Gattung ‚Lyrik‘ dar: Einerseits ist die Aufgabe einer Definition von ‚Lyrik‘ angesichts der volkssprachlichen Dichtungspraxis, in der der lyrische Petrarkismus eine Hauptströmung ist, unabweisbar dringend. Andererseits stellen die disponiblen theoretischen Optionen nur sehr fragmentarische Werkzeuge zur Bewältigung dieser Aufgabe bereit. Vor diesem Hintergrund behandelt der Band zunächst die grundsätzliche, epochentypische Problematik, konkrete lyrische Praxis und theorieoptionale Vielfalt im Rahmen einer schlüssigen Gattungstheorie in Einklang zu bringen. Danach werden die wichtigsten lyriktheoretischen Schriften (von G.G. Trissino, J.C. Scaliger, A.S. Minturno, P. Torelli und T. Tasso) ausführlich analysiert und im Anschluss die rinascimentalen Diskussionen um die wichtigsten lyrischen Einzelformen (wie Sonett, Canzone, Madrigal und Ballata) kritisch untersucht. Es erweist sich, dass die Bemühung um eine kohärente Lyriktheorie in der Renaissance prekär bleibt: Das Cinquecento zeitigt ungeachtet seiner heftigen Systematisierungsbestrebungen eine Theorie der Lyrik ‚im Plural‘.
Del 214 - Fruhe Neuzeit
Oper der Aufklärung – Aufklärung der Oper
Francesco Algarottis 'Saggio sopra l'opera in musica' im Kontext. Mit einer kommentierten Edition der 5. Fassung des 'Saggio' und ihrer Übersetzung durch Rudolf Erich Raspe
Inbunden, Tyska, 2017
1 865 kr
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Oper und Aufklärung bilden keineswegs einen Widerspruch, sondern stehen in einem produktiven Verhältnis zueinander; nicht zufällig ist die Gattung ein bevorzugtes Streitobjekt der Aufklärer. Am bündigsten kommen diese Debatten in Francesco Algarottis 'Saggio sopra l'opera in musica' zum Ausdruck, einer Schrift, die zuerst 1755 erschien und bald in ganz Europa Verbreitung fand, heute aber so gut wie vergessen ist. So elegant wie scharfzüngig führt Algarotti darin seine Vorstellungen von einer grundlegenden Reform der Oper nach den Maßgaben einer aufgeklärten Ästhetik aus, wobei er auch auf seine Erfahrungen als spiritus rector der friderizianischen Oper in Berlin und Potsdam zurückgreifen kann. In vorliegendem Band werden diese Schrift und ihre weitreichenden Wirkungen von Literatur-, Musik- und Theaterwissenschaftlern sowie Philosophiehistorikern erstmals umfassend analysiert und kontextualisiert. Hinzu kommt eine kommentierte Edition der am weitesten verbreiteten Fassung des 'Saggio' sowie ihrer einflussreichen deutschen Übersetzung durch den umstrittenen Aufklärer Rudolf Erich Raspe.
1 772 kr
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‘Anticlassicisms,’ as a plural, react to the many possible forms of ‘classicisms.’ In the sixteenth century, classicist tendencies range from humanist traditions focusing on Horace and the teachings of rhetoric, via Pietro Bembo’s canonization of a ‘second antiquity’ in the works of the fourteenth-century classics, Petrarch and Boccaccio, to the Aristotelianism of the second half of the century. Correspondingly, the various tendencies to destabilize or to subvert or contradict these manifold and historically dynamic ‘classicisms’ need to be distinguished as so many ‘anticlassicisms’. This volume, after discussing the history and possible implications of the label ‘anticlassicism’ in Renaissance studies, differentiates and analyzes these ‘anticlassicisms.’ It distinguishes the various forms of opposition to ‘classicisms’ as to their scope (on a scale between radical poetological dissension to merely sectorial opposition in a given literary genre) and to their alternative models, be they authors (like Dante) or texts. At the same time, the various chapters specify the degree of difference or erosion inherent in anticlassicist tendencies with respect to their ‘classicist’ counterparts, ranging from implicit ‘system disturbances’ to open, intended antagonism (as in Bernesque poetry), with a view to establishing an overall picture of this field of phenomena for the first time.
614 kr
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"Cultures of Vigilance" aims to research the historical and cultural foundations of vigilance. Within this context, "vigilance" refers to a linking of individual attentiveness to goals set by others. This linking occurs on an everyday basis, be it in the realm of public security, religion, law, or the healthcare sector; wherever and whenever we are asked to pay attention to something specific and, if necessary, also to react to, or report anything we have noticed in a specific way. The goal is to analyse the history, cultural variations and current forms of this phenomenon.
614 kr
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Italienische Literatur entsteht um 1600 in einem Schnittpunkt von poetologischen und religiösen Normierungsbestrebungen und unter wachsamer Beobachtung sowohl seitens einer kritisch diskutierenden literarischen Gemeinschaft als auch der gegenreformatorischen Zensur und Inquisition. Kirchliche Autoritäten kontrollieren die Literatur von außen, während die Literaten in einem Dialog des Aushandelns von Normen und der wachsamen Beratung und Kritik untereinander begriffen sind. Der Titel dieses Bandes benennt dies mit dem Begriff der ‚Observanz‘ in seiner Doppelbedeutung von ‚Beobachtung’ und ‚Regelbeachtung‘. Diese Situation nur als äußere Beschränkung künstlerischen Schaffens zu fassen, wäre freilich reduktiv. Anhand von Texten unterschiedlicher medialer und gattungspoetischer Formate vom Epos bis zur Oper wird gezeigt, wie zwischen 1550 und 1650 dichterische Kreativität unter den besonderen Bedingungen dieser doppelten Observanz zu Lösungen, Evasionen oder Immunisierungen gelangt; wie Autoren auf die textuelle und mediale Gestalt ihrer Werke und auf die Gestaltung oder auch Verhüllung ihrer Autorschaft achtgeben und wie andererseits die Aufmerksamkeit der Rezipierenden auf Problemlagen fokussiert oder aber zerstreut werden kann.