G. Arentzen – författare
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So zahlreich die von mir geschilderten Fälle meines Freundes Sherlock Holmes auch sein mögen, so zahlreich sind auch jene Fälle, die ich meinen Lesern bislang nicht zu Gehör brachte. Dies hat verschiedene Gründe. So ist Diskretion sowohl Holmes als auch mir sehr wichtig und wenn ein Klient darum bat, von den schriftlichen Erzählungen ausgenommen zu werden, kam ich dem stets nach. Ein weiterer, vielleicht bedeutender Grund für das Geheimhalten gewisser Ereignisse findet sich in deren … delikater … Natur. Nicht selten wurde Holmes um die Aufklärung von Verbrechen gebeten, die direkt oder indirekt mit dem politischen Geschehen in Zusammenhang standen. Ein unbedachtes Wort ist in solchen Momenten in der Lage, Staaten an den Rand einer Krise zu führen. Selbst dann, wenn ein Fall einen eher nebensächlichen Eindruck auf den unbeteiligten Beobachter ausübt, vermag sich in ihm eine Brisanz zu verbergen, die selbst das Empire beschädigen könnte. Ein solcher Fall ereignete sich im Jahre 1890 in London. Es ist mir erst jetzt möglich, davon zu berichten, denn vor Kurzem starb auch die letzte darin verwickelte Person, sodass nun kein Schaden mehr zu befürchten ist; weder für die Familien der Beteiligten, noch für die Regierung oder die Krone. Ich lebte in dieser Zeit nicht mehr in der Baker Street 221b, besuchte meinen Freund jedoch regelmäßig in seiner Wohnung. So auch an jenem Nachmittag.
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Leser meiner Berichte wissen, dass unsere Fälle häufig von kuriosen Begebenheiten geprägt sind. Geht es um Verbrechen, sind der menschlichen Phantasie offenbar keine Grenzen gesetzt. Je stärker das Motiv und je größer die Angst vor dem Galgen, umso ausgefeilter die Tat. Man denke dabei nur an jenen boshaften Herrn, der seine Stieftochter durch eine Schlange töten ließ. Das arme Ding litt in ihrer Kammer, und niemand hatte ihr helfen können. Zum Glück war es uns gegeben gewesen, zumindest ihrer Schwester ein solch grausiges Schicksal zu ersparen. Nun, wie ich bereits in der Einleitung jenes Falles schrieb, waren es gerade die kuriosen, ungewöhnlichen Verbrechen, zu denen sich mein Freund Holmes hingezogen fühlte. Das Gewöhnliche interessierte ihn nicht. Die vorliegenden Begebenheiten ereigneten sich kurz nach dem mysteriösen Tod eines Politikers, von dem ich gleichfalls berichtete. Zu dieser Zeit lebte ich nicht in den Räumen, welche ich einige Jahre mit meinem Freund Holmes geteilt hatte. Meine Praxis florierte und gemeinsam mit meiner Frau Mary bewohnte ich eine eigene, äußerst hübsche Wohnung. Dennoch besuchte ich meinen Freund regelmäßig. Allein schon, weil mich Mrs. Hudson darum gebeten hatte. Holmes konnte recht eigenartig sein; vor allem in Zeiten, in denen er nicht an einem Fall arbeitete. So kam es vor, dass er mit seinem Revolver Löcher in die Wände schoss, tagelang keinen Bissen zu sich nahm oder mit verschiedenen Drogen experimentierte. Meine Besuche heiterten ihn regelmäßig auf; allein schon, weil er mir bei diesen Gelegenheiten von seinen Fällen vor unserer gemeinsamen Zeit berichten konnte. Als ich an jenem Nachmittag das Haus in der Baker Street betrat, fand ich Mrs. Hudson in vorzüglicher Stimmung vor. Aus der Küche drang der Duft von Gebratenem, auf einem Tablett standen nicht nur Tee und Tassen, sondern auch eine Schale ihres köstlichen Shortbreads. "Ich nehme an, er hat Besuch?", fragte ich die gute Seele und deutete mit dem Kinn die Treppe hinauf. Sie schenkte mir ein zufriedenes Lächeln und informierte mich dahingehend, dass Inspector Lestrade zu Besuch sei. Dies, so ließ sie mich wissen, sei stets ein gutes Zeichen. Der Inspector käme nur, wenn ein Fall wirklich knifflig sei. Ich behielt meine Meinung für mich, stimmte ich Holmes doch dahingehend zu, dass der rattengesichtige Mann mit den dunklen Augen der beste einer Gruppe schlechter Beamter sein musste, die sich auf eher unrühmliche Weise an die Spitze des CID vorgearbeitet hatten. Ohne Hast nahm ich die Stufen hinauf zu Holmes'' Wohnung in Angriff und stand schon bald in dem wie üblich chaotisch unordentlichen Salon. Und ja, dort saß er in all seiner Pracht: Inspector G. Lestrade.
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Einen Mann auf seinem letzten Gang zu begleiten gehört in der Regel nicht zu den Aufgaben eines Detektivs.Und doch begab es sich an jenem kalten Dezembermorgen, dass mein Freund Holmes und ich die kalten, trostlosen Hallen des Newgate-Gefängnisses betraten, um eben dies zu tun. Der Kontrast zwischen der belebten Straße mit all den geschäftigen Menschen und dem düsteren Innern des Gefängnisses war bereits für gestandene Männer wie uns schwer zu ertragen. Wie sehr mussten die Ödnis, die Entbehrung und die schlechten Zustände des alten Gebäudes da auf die Inhaftierten wirken? Andererseits komme ich nicht umhin zu erwähnen, dass es die Häftlinge verdient hatten; einer wie der andere. Mörder, Diebe und sonstiges Gesindel gehörten hinter Schloss und Riegel und schon Publilius Syrus wusste, dass derjenigen den Guten schadet, der die Schlechten schont. Bonis nocet, quisquis pepercerit malis; nach diesem Wahrspruch lebte mein Freund Sherlock Holmes; wann immer es in seiner Macht stand, führte er schlechte Menschen der verdienten Gerechtigkeit zu. Die Hinrichtung von Leroy Bonney war ein solcher Akt der Gerechtigkeit. Ich berichtete von seiner abscheulichen Tat bereits im Zuge des Mysteriösen Todes eines Politikers, denn kein anderer als Bonney war es gewesen, der den armen Mr. Winterbloom erdolcht hatte. Der Drahtzieher des Mordes, ein gewisser Mister van Horn, war dem Galgen entkommen; dank seiner deutschen Abstammung hatte sich das Kaiserreich für ihn eingesetzt. Ob es für ihn besser war, bis ans Ende seines Lebens in Newgate eingekerkert zu sein, sei dahingestellt ... Der Gefängnisdirektor selbst geleitete uns zum Galgen.Der Henker an jenem Tag hieß James Billington. Wie alle seine Kollegen war auch er freischaffend. Manche von ihnen gingen einer weiteren, regulären Beschäftigung nach, andere zogen durchs Land und boten ihre Dienste jedem Gefängnis an, das Hinrichtungen ausführte. Einige reisten hierzu sogar nach Irland.
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Weiter hieß es in dem Schreiben, Holmes habe hieb- und stichfeste Beweise, welche die Unschuld Podmanitzjow beweisen und den wahren Täter überführen würden. Noch habe er diese Beweise jedoch weder der Polizei noch dem Richter vorgelegt!Ein solches Vorgehen von Holmes überraschte mich, denn es entsprach so gar nicht seinen Gewohnheiten. Vor allem aber, mit der Times zu kooperieren, war überaus absonderlich. Gerne hätte ich ihm sofort einen Besuch abgestattet, doch kam ich an jenem Tag nicht dazu. Einer meiner Patienten lag im Fieber und ich musste ihm zur Seite stehen. Doch schon am nächsten Morgen hörte ich von Holmes in Form eines Telegramms, das er mir sandte. Darin lud er mich ein, erneut das Theater zu besuchen. Diesmal, so bat er mich, solle ich jedoch meine Frau zu Hause lassen, dafür aber meinen Revolver und sicherheitshalber auch meine Arzttasche mitnehmen. Erstaunt fragte ich mich, ob die Vorstellung plötzlich so gefährlich wäre, tat aber, worum ich gebeten wurde. Und wie richtig sollte dies doch sein!
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Die Grabräuberin Jaqueline Berger erhält den Auftrag, nach einem verfluchten Skarabäus zu suchen. Doch auch andere Personen sind auf der Suche, denn das Artefakt birgt ein Geheimnis, welches eng mit dem Geheimnis der Tempelritter verknüpft ist …
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Das Rätsel um den verfluchten Skarabäus wurde erfolgreich gelöst, wenn auch zu einem sehr hohen Preis. Noch während sich Jaquelines Freunde im Krankenhaus von ihren schweren Verletzungen erholen, wird sie beauftragt, ein weiteres Geheimnis zu lüften.Auf der Suche nach einem verschollenen Templerschwert muss sie viel riskieren. Nicht nur der in Aussicht gestellte Gewinn ist ungleich höher als beim letzten Abenteuer, auch ihre Auftraggeber spielen ein falsches Spiel. Und noch ist sie alleine. Oder?
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Die Jagd geht weiter! Nachdem Jaqueline Berger und ihre Freunde auf Glastonbury den nächsten Hinweis fanden, stehen sie vor einem neuen Rätsel. Was will ihnen die kurze Botschaft "In diesem Zeichen wurden sie besiegt – suche nach Akkon" sagen?Als sie das Rätsel schließlich lüften, wähnen sie sich bereits auf der Siegerstraße. Doch auch ihre Mitbewerber sind wieder obenauf, nachdem sie von unerwarteter Seite Hilfe erhalten haben. Ganz zu schweigen von jener geheimnisvollen Gruppe, die den Schatzsuchern nach dem Leben trachtet.Während ihres Aufenthalts auf Zypern gerät Jaqueline in ein Abenteuer, das sie an ihre Grenzen bringt – und ein Stück darüber hinaus. Sie und Nadine Berger werden in die Wüste von Libyen verschleppt. Unter der Folter erlebt Jaqueline die schlimmsten Stunden ihres Lebens …
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Verwunschene Burgen und Schlösser, unheimliche Friedhöfe, Vampire und geisterscheinungen – all das finden Sie in dieser umfangreichen Box.
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Sherlock Holmes und Dr. Watson gehören zu den genialsten Privatdetektiven der Kriminalgeschichte. Diese Box enthält die Kriminalfälle 11 bis 20 der beiden weltberühmten Ermittler zu Beginn des 20. Jahrhunderts.