Gesine Palmer – författare
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Tyska, 201565 kr
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Es geht um zwei Bemerkungen von Franz Rosenzweig, deren Essenz jeweils die Kapitelüberschrift bildet. Die eine betrifft Sigmund Freuds Psychoanalyse. Die andere betrifft sein eigenes Hauptwerk, den Stern der Erlösung.Im ersten Teil dieses Bandes (dem dritten Kapitel des Gesamtwerks) wird das Verhältnis von Psychoanalyse und der Cohen-Rosenzweig-Richtung des Denkens erläutert. Dabei zeigt sich am Verhältnis zur Psychoanalyse, inwiefern Rosenzweig tatsächlich näher an Cohens theoretischer Bewegung ist, als es oft den Anschein hat.Im zweiten Teil dieses Bandes (dem vierten Kapitel des Gesamtwerks) untersuche ich die Textform des Kommentars in ihrer etwas gründlicher und führe den eigenen Begriff der "selbständigen Anlehnung" ein.
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Tyska, 201566 kr
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An zwei Themen wird das Verhältnis der beiden Philosophen Cohen und Rosenzweig zur deutschen Mehrheitskultur ihrer Zeit gründlicher betrachtet: 1. wird gezeigt, dass sie ihren Anspruch, als Juden in der allgemeinen Philosophie mit zu sprechen, geltend machen, indem sie ihre spezielle Tradition zu einer Methode objektivieren. 2. wird die Gefahr des Scheiterns ihres Ansatzes insbesondere an Rosenzweigs dramatischer Krise nach Vollendung des Stern der Erlösung aufgezeigt. In dieser Zeit gab er dem Gedanken des Opfers mehr Raum als dies seinem eigenen und erst recht dem System seines Lehrers Cohen angemessen war.
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Tyska, 201565 kr
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Das erste (siebte) Kapitel behandelt Rosenzweigs Islamkritik: Lässt sie sich auf das Problem mit dem politischen Islam unserer Tage verwenden? Das zweite (achte) Kapitel wendet Cohens Kategorie auf eine modische psychologische Strömung kritisch an. Bert Hellingers Familienaufstellung wird in einigen Aspekten des Versöhnungskitsches überführt - Jessica Benjamins Verarbeitung der Lehre von der wechselseitigen Anerkennung für die Psychoanalyse wird als ein Beispiel für angewandte Dialog-Methodik gewürdigt.
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Tyska, 201665 kr
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Der fünfte Band beginnt mit einer konsequenten Anwendung des Theorems von der inneren Umkehrung auf die Apologetik (im neunten Kapitel): Rosenzweig verteidigt in seiner Schrift "apologetisches Denken" das Verteidigen selbst – und greift jeden Anspruch auf letztes Erkennen subtil an. Mit diesen strategischen Überlegungen ist man vorbereitet auf das zehnte Kapitel, in dem die Beziehung seiner "Anti-Konversion" zu den Theorien der postmodernen Paulus-Interpreten (die Rosenzweig gern zitieren) diskutiert wird
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Tyska, 201265 kr
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Eine Frau in Berlin erinnert sich in einem rhythmisierten Monolog an eine große Liebe. Immer dieselbe Szene und immer neue Szenen. Nebenbei entfaltet sich ein Verbrechen, das nur im Internetzeitalter denkbar ist. Oder sie stellt es sich nur vor. In ihrer Vorstellung verschmilzt die Rache des ehemaligen Geliebten mit der Erinnerung an die Verbrechen, von denen die 2. Generation nur aus Geschichtsbüchern und Denkmälern und aus der Literatur weiß.
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Tyska, 201454 kr
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In unterschiedlicher Weise setzten Freud und Reich ihre Begriffe individueller Psychosen von denen der kollektiven Wahnkrankheiten ab. Das Büchlein konfrontiert die wissenschaftlichen oder auch nur scheinwissenschaftlichen Gründe psychoanalytischer Nosologien mit den Einsichten der etwa zeitgleich entstandenen deutsch-jüdischen Dialogphilosophie und dem, was die neuere ''postmoderne'' Philosophie daraus macht. Auf die Kritik der ''Als-ob-Persönlichkeit'' im sogenannten Borderline-Syndrom antwortet die Kritik der ''Als-ob-Philosophie'' und der ''Als-ob-Beziehung'' in der wilden Psychoanalyse.
Del 14 - Religion und Aufklärung
Fragen nach dem einen Gott
Die Monotheismusdebatte im Kontext
Häftad, Tyska, 2007
1 492 kr
Tillfälligt slut
In den gegenwärtigen globalen Konflikten, die von vielen als "Kulturkämpfe" wahrgenommen werden, spielen Religionen, speziell die monotheistischen, eine umstrittene Rolle. Die Autoren der Beiträge in diesem Buch gehen aus verschiedenen Perspektiven der Frage nach, inwiefern es das Denken des Einen Gottes ist, das einerseits einen unhintergehbaren "Fortschritt in der Geistigkeit" darstellt, andererseits eine Quelle permanenter und teilweise gewalttätig ausgetragener Konflikte und einer besonderen Unduldsamkeit ist. Dabei geht es nicht darum, die strukturelle Gewalttätigkeit des monotheistischen Gedankens zu beweisen oder zu widerlegen. Vielmehr wird aus vielen Blickwinkeln gefragt, was Monotheismus überhaupt heißen kann, wie sich die Weisheit zur mosaischen Unterscheidung verhält, was geschieht, wenn der monotheistische Gott "vorbeigeht", und was es bedeutet, wenn "das Reale" als ein entzogener Gott gedacht wird. Im Ergebnis zeigt sich die für das Denken bleibende wechselseitige Verwiesenheit von Einem und Vielen. Angestoßen durch die generelle Kritik am Monotheismus stellt sich "der Eine" als in sich erstaunlich vielfältig heraus.
Del 23 - Religion und Aufklärung
Religion und Politik
Das Messianische in Theologien, Religionswissenschaften und Philosophien des zwanzigsten Jahrhunderts
Häftad, Tyska, 2013
1 577 kr
Tillfälligt slut
Die Verhältnisse von religiösen und säkularen Ordnungen stehen neu zur Debatte. Sah es lange so aus, als würden die säkularen Ordnungen sich nach und nach gegen die religiösen durchsetzen, so hat sich dieses Bild entschieden verkehrt: Die neue Hinwendung zu Religionen ist ein politisch relevantes Thema geworden. Das Phänomen des Messianismus hat in allen Umbruchzeiten eine schillernde Zwischenstellung gehalten. So könnten einerseits die christlichen Theologien von außen als der Versuch beschrieben werden, einen durch seinen Tod den meisten als "falsch" erwiesenen Messias zum richtigen Messias umzudeuten. Die rabbinische Bewegung kann demgegenüber in ihrer Weigerung, diese Umdeutung mitzuvollziehen, als die Kraft bezeichnet werden, die einen anderen Begriff vom Messias in Kontradistinktion zum christlichen entwickelte. Drittens spielt das Messianische innerhalb der Religionen in den Gegenbewegungen zu den großen religiösen Instituten eine wieder andere Rolle: In dem Maße, in dem die aufgeklärte Welt nicht mehr gegen eine starke Kirche opponieren musste, sondern selbst ihr "stählernes Gehäuse" errichtet hatte, wurde "das Messianische" gerade für Philosophen zu einer Kraft, die als Garant für das Unbestimmbare der Zukunft mehr oder weniger deutlich bestimmt wurde. Die Autoren der hier gesammelten Beiträge befassen sich in verschiedenen Kontexten mit dem Thema Messianismus im 20. Jahrhundert.