Helmut Zilliken – författare
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Häftad, Tyska, 2026
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Der politische Streit als KulturtechnikPolitischer Streit ist keine Zivilisationsschwache. Er ist ihr Ausdruck. Eine Gesellschaft, die nicht streitet, hat entweder alle Probleme gelost was in der Geschichte der Menschheit noch nie vorgekommen ist oder sie hat verlernt, Konflikte auszutragen, ohne sie zu vernichten. Der parlamentarische Diskurs war in der alten Bundesrepublik keine Veranstaltung zur gegenseitigen Wertschatzung. Er war ein geregelter Kampf. Geregelt durch Verfassung, Ge-schaftsordnung, parlamentarische Gepflogenheit und das ist das entscheidende Wort durch ein geteiltes Verstandnis davon, was er-laubt ist. Dieses Verstandnis hatte einen Namen, auch wenn er selten ausgesprochen wurde: politische Wurde. Sie bedeutete nicht, da man den Gegner mochte. Sie bedeutete, da man ihm das Recht zugestand, Gegner zu sein. Da seine Argumente widerlegt werden mu ten, nicht seine Person vernichtet. Da das Ziel einer Debatte die Uberzeugung war und nicht die Demutigung. Diese Kulturtechnik war nicht selbstverstandlich. Sie war errungen. Die Vater und Mutter des Grundgesetzes hatten ein genaues Bild davon, was passiert, wenn politischer Streit in Vernichtungsrhetorik umschlagt. Sie hatten es erlebt in der Weimarer Republik, auf den Stra en, in den Zeitungen, in den Parlamenten. Das Grundgesetz war nicht nur eine Verfassung. Es war eine Lehre aus dem Scheitern. Der Begriff "e;Nazi"e;, so wie er heute verwendet wird, ist kein Argument. Er ist die Kapitulation vor dem Argument. Seine Funktion ist nicht Aufklarung, sondern Ausschlu . Wer ihn verwendet, verzichtet auf Uberzeugung und setzt stattdessen auf Einschuchterung. Das ist nicht Demokratie. Es ist ihr Gegenteil in anstandiger Kleidung.
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Tyska, 202622 kr
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Die politische Landschaft der Bundesrepublik Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten tiefgreifend gewandelt. Das vorliegende Buch liefert hierzu eine prazise, faktenbasierte und notwendige Bestandsaufnahme. Dieses Manuskript unternimmt den Schritt, zwei ideologische Wegmarken der deut-schen Konservativen systematisch gegenuberzustellen: das Grundsatzprogramm der CDU von 1994 "e;Freiheit in Verantwortung"e; und das Bundestagswahlprogramm der AfD von 2025 "e;Zeit fur Deutschland"e; Es ist keine blo e Momentaufnahme von Meinungsverschiedenheiten, sondern eine detaillierte Analyse zweier fundamental unterschiedlicher Staatsmodelle. In einer Zeit, in der politische Abgrenzungen zusehends verschwimmen, zeigt diese Gegenuberstellung anhand von sechs zentralen Politikfeldern von Leitbildern und Grundwerten uber Migration, Sozialhilfen und Innere Sicherheit bis hin zu Finanzen und Gerechtigkeit auf, wie tief der ideologische Graben tatsachlich ist. Die Analyse verdeutlicht:Das Fundament: Die CDU von 1994 verankerte ihre Politik im universellen, christli-chen Menschenbild und sah in der Europaischen Integration das zentrale Friedens- und Wirtschaftsprojekt. Demgegenuber stellt die AfD von 2025 die nationale Souve-ranitat und die nationale Identitat in den Vordergrund und fordert die Ruckabwick-lung der EU in eine lose Wirtschaftsgemeinschaft sowie den Austritt aus dem Euro-System. Der Sozialstaat: Das christlich-soziale Solidaritatsprinzip, das die CDU in ihrer Sozia-len Marktwirtschaft betonte, wird durch die AfD-Forderung nach Leistungsgerechtig-keit ersetzt, die in Verbindung mit einer restriktiven Sozialpolitik gegenuber Zuwande-rern steht und das gesamte Sozialsystem an eine strikte Abgrenzung bindet.
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Tyska, 202621 kr
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Eine Epidemie ohne FieberWas dieses Buch auf seinen Seiten analytisch beschreibt, hat ein Gesicht. Es hat viele Ge-sichter. Es hat das Gesicht des alten Schul-freundes, der auf einmal nicht mehr antwortet. Der Schwester, die beim Weihnachtsessen schweigt, wo sie fruher diskutiert hatte. Des Kollegen, der den Blick abwendet, wenn die Nachrichten laufen. Der Jugendliebe, die nach drei ig Jahren gemeinsamem Leben eines Morgens erklart, sie wisse nicht mehr, wer der Mensch sei, neben dem sie schlaft weil er bei der letzten Wahl ein Kreuz an der falschen Stelle gemacht habe. Das klingt nach Einzelschicksalen. Es ist eine Epidemie. Eine, die kein Fieber macht und kei-nen Husten, sondern Stille. Leere Stuhle an Tischen, an denen fruher Streit und Lachen glei che rma en zu Hause waren. Abgebroche-ne Telefonate. Nicht gesandte Nachrichten. Jahrestage, die niemand mehr feiert, weil die Menschen, mit denen man sie feiern wurde, auf der falschen Seite einer Grenze stehen, die vor ein paar Jahren noch nicht existierte. Ge-burtstage, die einfach "e;vergessen"e; werden. Diese Grenze hat keinen offiziellen Namen. Aber jeder kennt sie. Sie verlauft nicht zwi-schen Arm und Reich, nicht zwischen Stadt und Land, nicht zwischen jung und alt obwohl sie all diese Trennlinien durchzieht und verstarkt. Sie verlauft zwischen denen, die eine bestimmte politische Haltung fur die einzig mogliche halten, und denen, die das nicht tun. Und weil die erste Gruppe in den vergangenen Jahren gelernt hat, ihre Haltung nicht nur als politische Uberzeugung zu verstehen, sondern als moralische Gewi heit als Unterschei-dungsmerkmal zwischen guten und schlechten Menschen , ist die Grenze zu einer Mauer geworden. Hoch, glatt, ohne Turen.
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Tyska, 202622 kr
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Zwischen Hoffnung und Enttauschung Ich lese vier verschiedene Zeitungen, um die Wahrheit zu erfahren. Diesen Satz sagte fruher der gebildete Burger mit leichtem Stolz nicht aus Paranoia, sondern aus der Uberzeugung, da Vielfalt der Perspektiven Orientierung schafft. Heute konnte derselbe Mensch sagen: Ich lese vier verschiedene Zeitungen und bin immer noch verwirrt. Der Unterschied ist minimal. Der Bedeutungsgehalt hat sich fundamental verschoben. Wahrend es einst um die Synthese verschiedener Blickwinkel ging, geht es heute oftmals um die Frage, welche dieser Quellen uberhaupt vertrauenswurdig ist oder ob nicht alle irgendwie vom selben Virus befallen sind. Das ist keine Verschworungstheorie, sondern eine legitime Irritation. Und sie ist quantifizierbar.
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Tyska, 202622 kr
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Eine Entschuldigung, die keine istDieses Buch hatte nicht geschrieben werden mussen!Es hatte nicht geschrieben werden mussen, weil ein Land wie Deutschland mit seiner Industriegeschichte, seiner Verfassung, seinem Bildungssystem und seinem nach wie vor beachtlichen Bruttoinlandsprodukt eigentlich alle Voraussetzungen mitbringt, um auf der Weltbuhne eine wurdige Figur zu machen. Es hatte nicht geschrieben werden mussen, weil eine politische Klasse, die uber Milliardenbudgets, Koalitionsvertrage und das Schicksal von 84 Millionen Menschen entscheidet, eigentlich ein naturliches Interesse daran haben mu te, ihrer Aufgabe gewachsen zu sein. Und es hatte ganz sicher nicht geschrieben werden mussen, wenn die Welt von Washington bis Tokio, von Warschau bis Sydney nicht schon seit Jahren mit wachsender Fassungslo-sigkeit nach Berlin schaut und sich fragt: Meinen die das ernst?Sie meinen es ernst. Das ist das Problem. Dieses Buch ist kein Angriff auf Deutschland. Es ist eine Liebeserklarung an ein Land, das sich selbst im Wege steht formuliert in dem Ton, den die Situation verdient: Ironisch, weil Ernst allein nicht mehr ausreicht; sarkastisch, weil Hoflichkeit bislang nichts bewirkt hat; und dokumentiert, weil Meinungen vergehen, Quellen aber bleiben.
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Tyska, 202628 kr
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Ist die Ara des Kolonialismus wirklich vorbei? Oder hat sie lediglich ein neues Gesicht angenommen? In "e;Neokolonialismus"e; bietet Helmut Zilliken eine tiefgehende Analyse eines oft unterschatzten Phanomens der globalen Gegenwart. Er zeichnet die historischen Wurzeln nach und beleuchtet die modernen Erscheinungsformen, die von wirtschaftlicher Abhangigkeit und politischer Einflussnahme bis hin zu subtiler kultureller Dominanz reichen. Zilliken geht dabei einen Schritt weiter und wagt eine kritische Reflexion: Er untersucht, wie gutgemeinte, "e;woke"e; und moralisch motivierte Handlungen, die sich fur soziale Gerechtigkeit einsetzen, unbeabsichtigt paternalistische Muster verstarken und neokoloniale Strukturen reproduzieren konnen. Anhand regionaler Fallstudien aus Afrika, Asien und Lateinamerika werden die tiefgreifenden sozialen, kulturellen und politischen Folgen dieser Mechanismen greifbar. Dieses Buch ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Debatte um globale Gerechtigkeit. Es fordert dazu auf, strukturelle Machtverhaltnisse zu erkennen, die uber einfache Schwarz-Wei -Darstellungen hinausgehen, und bietet Perspektiven fur eine respektvolle, gleichberechtigte globale Zusammenarbeit. Ein Muss fur alle, die sich kritisch mit Globalisierung, Entwicklungspolitik und den komplexen Dynamiken unserer Zeit auseinandersetzen wollen.
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Tyska, 202628 kr
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Ein Rechtsstaat ist kein Zustand. Er ist ein Proze - und dieser Proze kann in die falsche Richtung laufen. Die DDR hatte Gesetze, Gerichte und Staatsanwalte. Die Bundesrepublik hat dasselbe mit dem entscheidenden Unterschied, da ihre Institutionen formal unabhangig sind. Aber wie weit tragt diese formale Unabhangigkeit, wenn Staatsanwalte weisungsgebunden bleiben, Verfassungsrichter von politischen Mehrheiten bestellt werden und Uberwachung an private Organisationen ausgelagert wird, die der Staat finanziert?Der verwaltete Dissident stellt die unbequemste aller Fragen: nicht ob die Bundesrepublik ein Unrechtsstaat ist sondern wie viel strukturelle Ahnlichkeit mit einem autoritaren System ein Rechtsstaat vertragt, bevor er aufhort, einer zu sein. Eine Analyse, die niemanden unberuhrt la t. Und die niemand, der uber Demokratie nachdenkt, ignorieren sollte.
Häftad, Tyska, 2000
955 kr
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Häftad, Tyska, 2000
815 kr
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Häftad, Tyska, 2012
672 kr
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Häftad, Tyska, 2012
748 kr
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