Iris Schafer – författare
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PDF, Tyska, 2020889 kr
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Psychoanalytische und tiefenpsychologische Literaturinterpretationen finden in der Kinder- und Jugendliteraturwissenschaft meist im Kontext der Märchenanalyse Anwendung. Die in diesem Band versammelten Beiträge demonstrieren, dass sich diese Methoden hervorragend für die motivgeschichtliche Analyse historischer und aktueller Kinder- und Jugendmedien eignen. Insbesondere durch eine transdisziplinäre Erweiterung werden Spektrum und Potenzial dieser Zugänge deutlich, die in den Beiträgen mit raumtheoretischen, linguistischen, gendertheoretischen und philosophischen Perspektiven kombiniert werden. Analysiert werden u. a. die Individuation traumatisierter jugendlicher Figuren, die ästhetische Ausgestaltung des Wahnsinns sowie die Textur kinder- und jugendliterarischer Träume.Psychoanalytic criticism as well as analytic psychology are predominantly used in fairy-tail analysis. The articles in this anthology demonstrate, that these approaches are outstandingly suited to analyze historical and recent Children''s and Young Adult''s Media. Spectrum and potential of psychoanalytic criticism and analytic psychology becomes apparent especially through a trans-disciplinary extension. The contributors combine them (amongst others) with linguistic approaches, gender-theory, philosophical as well as space theoretical perspectives. The particular focus include the individuation of traumatized young characters, the aesthetic arrangement of insanity in selected woks as well as the texture of dreams and dreaming in Children''s and Young Adult''s Literature.
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PDF, Tyska, 2017340 kr
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»Mit großer Bewunderung habe ich die Menschenkinder gelesen! Sie sind eine hervorragende Seherin in die feinen Nuancen einer Seele – besonders Frauenseele«, so schreibt Ellen Key im April 1900 an Lou Andreas-Salomé. Der außergewöhnliche Novellenzyklus, den die berühmte Reformpädagogin hier würdigt, kreist um die Standortbestimmung junger Frauen und die Definition weiblicher Identität – in teils kritischer, teils ironischer Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Diskursen um das »Rätsel des Weibes«.Lou Andreas-Salomé entwirft ein Spektrum höchst unterschiedlicher Protagonistinnen, von der jungen, noch von traditionellen Tugendvorstellungen geprägten Mutter bis zur Studentin, Ärztin oder Journalistin, die in einer langsam brüchig werdenden patriarchalen Gesellschaft neue Möglichkeiten der Selbstfindung erkunden. Auch heikle Themen wie Homosexualität oder Selbstmord werden angesprochen. Hier bedient sich die Autorin einer metaphern- und symbolreichen Sprache, um ihre Leser über den Prozess der Dekodierung bewusst zu eigenen Analysen anzuregen.Diese kunstvollen Kompositionen sind nicht nur ein eindrucksvoller Spiegel der Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Besonders hinsichtlich Fragestellungen zu idealisierter Weiblich-, aber auch Männlichkeit bergen sie ein überaus reiches Potential für Forschungsansätze in Literaturwissenschaft, Psychologie und Philosophie.
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PDF, Tyska, 2017340 kr
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In ihren Novellen »Fenitschka« und »Eine Ausschweifung« fokussiert Lou Andreas-Salomé aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Positionierung zweier emanzipierter Frauen zur Zeit der Jahrhundertwende. Die promovierte Wissenschaftlerin Fenitschka und die erfolgreiche Künstlerin Adine sind keineswegs Werbefiguren der Frauenbewegung; sie regen viel eher zum Nachdenken darüber an, wie schwierig sich die Integration unabhängiger Frauen in eine Gesellschaft gestaltet, in der es für erfolgreiche Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen noch keine positiv besetzten Rollenvorbilder gibt. Die beiden Frauenfiguren erscheinen als Repräsentantinnen einer neuen Gattung, die vor der Herausforderung steht, sich zu behaupten. Ungeachtet ihrer Erfolge sind die nicht an einen Mann gebundenen Frauen beständig Gerüchten und Verleumdungen ausgesetzt, sodass sich ihre Unabhängigkeit als höchst ambivalent erweist. Zudem ist sie ein überaus fragiler Status, der mit einer Eheschließung abrupt enden würde.Die Liebe zur Kunst und zur Wissenschaft erscheint in den Novellen als unverträglich mit der Liebe zum anderen Geschlecht. Folgerichtig werden weder strahlende Heldinnen der Frauenbewegung stilisiert, noch romantische oder glückliche Liebesbeziehungen inszeniert. Lou Andreas-Salomés Novellen sind literarische kunstvoll inszenierte und philosophisch akzentuierte Gesellschaftsstudien, die einen sachlichen und facettenreichen Einblick in das Seelenleben emanzipierter Frauen zur Zeit der Jahrhundertwende ermöglichen.