Ivo Ritzer – författare
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This book reflects and analyzes the relationship between media and genre, focusing on both aesthetics and discursive meaning. It considers genres as having a decisive impact on media cultures, either in film, on TV, in computer games, comics or radio, on the level of production as well as reception. The book discusses the role of genres in media and cultural theory as a configuration of media artifacts that share specific aesthetic characteristics. It also reflects genre as a concept of categorization of media artifacts with which the latter can be analyzed under terms depending on a specific historical situation or cultural context. A special focus is placed on trans-media perspectives. Even as genres develop their own traditions within one medium, they reach beyond a media-specific horizon, necessitating a double perspective that considers the distinct recourse to genre within a medium as well as the trans-media circulation and adaption of genres.
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Der Band stellt ausgewählte Positionen und zentrale Ideen im disziplinären Rahmen der Medienwissenschaft vor. Schwerpunkte liegen auf medienphilosophischen Ansätzen und einer kulturtheoretischen Perspektive, die sich vor einem dezidiert geisteswissenschaftlichen Horizont konturiert. Dabei versteht der Band sich nicht nur als Handbuch und Nachschlagewerk für Studierende wie Lehrende, er soll vielmehr auch einen eigenen Beitrag zur medienwissenschaftlichen Theoriebildung leisten.
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Mit Beiträgen von Lisa Andergassen, Thomas Bedorf, Julia Bee, Kyung-Ho Cha, Julia Dittmann, Irina Gradinari, Irmtraud Hnilica, Karina Kirsten, Michaela Ott, Johannes Pause, Nele Rein, Ivo Ritzer, Drehli Robnik, Peter Scheinpflug und Michaela Wünsch.
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Galt einst noch als Primat „neulinker“ Medienkritik, im „Pop" das Widerständige, das subkutan Aufklärerische, überhaupt ein grundsätzlich subversives Potenzial zu erkennen, so müssen wir heute in der postbürgerlichen Gesellschaft neotribaler Rackets einen doppelten Backlash konstatieren, der – in Theorie wie kultureller Praxis – Pop oft identitär und damit: reaktionär deutet.
Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes fragen, was von den subversiven Konzepten der „semiologischen Guerilla“ (Eco) und dem „Aufstand der Zeichen“ (Baudrillard) übrigblieb, was als subversiv in der Populärkultur gelten, und ob Subversion in der populären Kultur überhaupt eine „Rebellion gegen jede Form von Macht und Unterdrückung“ (Agnoli) sein kann. Der Band analysiert in Einzelstudien sowohl Theorie- als auch Kulturproduktionen aus dem Zeitraum vom Zweiten Weltkrieg bis heute, sowohl um bestimmte Traditionen historisch zu rekonstruieren als auch vor aktuellem Horizont neu zu situieren.
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With the rise of ‘identity politics’ both in right-wing extremism as well as in activist academia, arts and feuilleton, major differences between the traditional left and the right have become blurred. This book addresses the ideological shifts from a vantage point of critical theory, psychoanalysis, as well as Marxist interventions. Discussed are prevailing ideologies of identitarianism, putting the latter into social and historical, as well as philosophical and epistemological context. The chapters offer theoretical elaborations on the myriad connections of identitarianism and counter-enlightenment, analyzing in particular the role of ethnocentric populism, antisemitism, as well as conformist and conservative rebellion.
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Eine heute mit Horkheimer ‚traditionell‘ zu nennende Kritische Theorie hatte einst betont, dass nur Theorie allein richtige Praxis in einer falschen Welt sein könne. Sie insistierte radikal auf der Autonomie des Denkens gegen jeden unvermittelten Aktivismus. Denn nur das Denken könne sich ein Moment nicht-instrumenteller Vernunft bewahren, welches es inmitten des negativen Ganzen zu verteidigen gelte. Bezeichnenderweise scheinen sich von eben diesem Impetus gerade die neu proliferierenden sogenannten ‚Critical Theories‘ der ‚Identitätspolitik‘ durch Depravation kritischen Denkens zu kulturrelativistischem Artenschutz besonders weit entfernt zu haben. Kritische Theorie aber betrieb nicht das Geschäft regressiver Aufklärungsdenunziation, sondern setzte stattdessen vielmehr auf das subversive Potential „ästhetischer Rationalität“ (Adorno). Als deren affirmativer Gegner wirkt heute eine ‚diversifizierte‘ Kulturindustrie, in der völkische Ideologie eine gegenaufklärerische Renaissance erlebt und dem postmodernen Kapitalverhältnis der ideale Rahmen seiner globalen Reproduktion geboten wird. Diese neue alte Kulturindustrie demonstriert: Kultur muss sich wandeln, damit alles so bleibt, wie es ist.
Der Band eröffnet eine neue hermeneutische Perspektive auf die Arbeiten von Horkheimer, Adorno, Marcuse et al. Dabei geht es mit dem Fokus theoriebasierter Kulturkritik weder um eine historische Rekonstruktion noch um eine Detailstudie zu ausgewählten Aspekten, sondern um die Frage der Rolle von Kritischer Theorie heute insgesamt. Mithin ergibt sich für den Band neben der Darstellung zentraler Schriften von Horkheimer, Adorno und Marcuse auch der Anspruch eines eigenständigen Beitrags zur kulturkritischen Theoriebildung.