Jakob Moser – författare
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Tyska, 2026136 kr
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Der romische Dichterphilosoph Lukrez feiert in seinem Epos De rerum natura ( Uber die Natur der Dinge ) die Wolken. Als bedrohliche Naturgewalt wird in ihnen die Kraft und Chaotik der unsichtbaren Atome, aus denen die Welt besteht, hor- und sichtbar. Die lukrezische Zergliederung der Wolken - insbesondere die Beschreibung der Gewitter - will diese Gewalt rational und rhetorisch bandigen. Doch zugleich sind Wolken fur den Dichter ein metaphorisches Modell zur Erklarung irrationaler Trugbilder, erotischer wie theologischer Phantasmen, die spontan in der Atmosphare entstehen und uns - wortwortlich - aus heiterem Himmel uberfallen. Jakob Moser geht diesem irritierenden Zusammenhang von antiker Meteorologie und Phantasmalogie nach, der unsere modernen Dichotomien von Natur und Kultur, Physik und Psychologie, Wissenschaft und Dichtung infrage stellt. Lukrez' Wolken erscheinen nicht nur als Gegenstand, sondern auch als Quelle einer schopferischen wie verstorenden Einbildungskraft der Natur.
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PDF, Tyska, 2022594 kr
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Mit seinem De rerum natura will der römische Dichter Lukrez das gesamte Universum von der kleinsten Bewegung der Atome bis zum kosmischen Großereignis in einen Text bannen. Lukrez stützt sich auf Epikurs griechische Naturphilosophie, verwebt diese aber, um sein römisches Publikum zu fesseln und zu überzeugen, in lateinische Verse. Jakob Moser liest Lukrez'' philosophische Epik als einen vierfachen Übersetzungsprozess, der die epikureische Lehre auf einer sprachlichen, literarischen, kulturellen und konzeptuellen Ebene transformiert. Dieser Prozess, so zeigt das vorliegende Buch, schlägt sich nicht zuletzt in Lukrez'' Übersetzungsvokabular nieder. Die schöpferische Sprache des Dichters – seine dädalische Zunge – erweist sich dabei als ein Bindeglied, das poetische Physik und physikalische Poetik verbindet.With his De rerum natura, the Roman poet Lucretius set out to do no less than render the entire universe as a text, from the most minute motions of single atoms to events on a cosmic scale. Lucretius drew upon Epicurus'' Greek natural philosophy, but in order to attract and convince his Roman audience, he wove it into the fabric of Latin poetry. The present book proposes to read Lucretius'' philosophical epic as a four-fold process of translation that transforms Epicurean doctrine on linguistic, literary, cultural, and conceptual levels. This process, as will be demonstrated, is reflected in Lucretius'' vocabulary of translation. The poet''s own creative use of language – his daedalic tongue – is the link that holds his poetic physics and physical poetics together.
Häftad, Tyska, 2022
310 kr
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