Jan Bernhard Meister – författare
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PDF, Tyska, 2013891 kr
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"e;Korper"e; sind keine historischen Konstanten, sondern ihre Wahrnehmung und ihr Symbolgehalt konnen beachtlich variieren. Dies gilt besonders fur das fruhe romische Principat, als mit dem Princeps ein monarchischer Korper auftrat, der sich in einer angeblich republikanischen Gesellschaft bewegte. Wahrend in spatrepublikanischer Zeit an der aueren Erscheinung romischer Aristokraten vor allem Kleidung und Performanz gesellschaftlich relevant waren, traf diese traditionelle Wahrnehmung auf den Korper des Princeps nicht mehr zu. Gerade weil er dezidiert nicht monarchisch auftrat, wurde sein physischer Korper - in republikanischer Zeit ein weitgehend normfreier Indikator von Individualitat - in ganz neuer Art bedeutsam. Damit fuhrten gesellschaftliche und politische Veranderungen zu neuen Vorstellungen davon, was ein "e;Korper"e; eigentlich sei.
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PDF, Tyska, 20201 019 kr
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Die griechische Archaik war eine ausgesprochen dynamische Zeit: Ab dem 8. Jh. v. Chr. entwickelte sich die materielle Kultur in einem fur vormoderne Gesellschaften rasanten Tempo, die Ubernahme des Alphabets eroffnete vollig neue Moglichkeiten der Kommunikation und die zumeist kleinformatigen soziopolitischen Gemeinschaften der Poleis bildeten neue politische, soziale und religiose Institutionen aus. Diese Entwicklungen nehmen die Autorinnen und Autoren aus althistorischer, archaologischer und philologischer Perspektive in den Blick und verwenden dafur ein gemeinsames theoretisches Instrumentarium: Mit soziologischen Modellen von "e;Konkurrenz"e; und "e;Institutionalisierung"e; setzen sie Befunde ganz unterschiedlicher gesellschaftlicher Felder zueinander in Beziehung. An die Stelle traditioneller Narrative, die vom "e;Agonalen"e; oder einer evolutionaren "e;Staatsentstehung"e; ausgehen, tritt dabei ein auf die Akteure fokussierendes Bild einer komplexen Wechselwirkung zwischen kulturellen Praktiken und Institutionalisierung, das neue Perspektiven auf das archaische Griechenland eroffnet.
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PDF, Tyska, 20201 120 kr
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War die griechische Archaik ein Zeitalter des Adels? Jan Meister unterzieht diese zentrale Frage einer kritischen Neuevaluation, indem er den Adelsbegriff als analytisches Instrument verwendet, um die sich wandelnden Strategien des 'Obenbleibens' archaischer Eliten genauer zu fassen. Er analysiert dabei die Transformation einer bauerlichen Oberschicht hin zu stadtsassigen Honoratioren, deren Differenzierungsstrategie nebst Schichtung auf der raumlichen Unterscheidung von Zentrum und Peripherie beruhte. Meister bereitet das problematische Konzept einer einheitlichen 'agonalen Adelskultur' der Archaik forschungsgeschichtlich auf und ersetzt es durch ein dynamisches Modell, bei dem die Konkurrenz archaischer Eliten gerade dadurch bestimmt wurde, dass ein einheitliches Konzept von 'Adeligkeit' fehlte. Das eroffnet neue Perspektiven auf die Strategien einzelner Akteure in Wechselwirkung mit sich verandernden institutionellen Rahmenbedingungen. Am Fallbeispiel Athen wird schlielich dargelegt, wie unter den Bedingungen der Demokratie verstarkt Vorstellungen von 'Adeligkeit' propagiert wurden, die dann in der modernen Forschung die Konzeption der Archaik als Epoche des Adels begunstigen.