Jan Carsten Schnurr – författare
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PDF, Tyska, 20111 169 kr
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Die protestantische Erweckungsbewegung des deutschen Vormärz untersucht Jan Carsten Schnurr erstmals systematisch auf ihr Geschichtsdenken hin. Dass die Erweckten ein ausgeprägtes historisches Bewusstsein besaßen, belegt ihre umfangreiche und oft auflagenstarke Geschichtsliteratur, die hier erschlossen und interpretiert wird. Gegliedert nach den Gattungen Welt- und Nationalgeschichtsschreibung, Kirchen- und Missionsgeschichtsschreibung, Biographik sowie Apologie der biblischen Historie werden die z.T. von namhaften Führungsgestalten der Erweckungsbewegung verfassten Werke analysiert. Schnurr zeigt, dass diese Historiographie zwar Berührungspunkte zu anderen Geschichtsströmungen aufwies, sich aber nach Anlage und Selbstverständnis von Aufklärungshistorie, Historismus, Idealismus und Romantik unterschied und auch hinsichtlich ihrer Semantik und Metaphorik Spezifika entwickelte.Ein zweiter Hauptteil ist einer inhaltlichen Analyse des vermittelten Geschichtsbildes gewidmet. Mittels Detailanalyse von C.G. Barths »Allgemeiner Weltgeschichte nach biblischen Grundsätzen« von 1837 sowie thematischer Querschnitte auf breiter Quellenbasis arbeitet Schnurr historische Argumentationsfiguren und Deutungsmuster heraus. Wie verhielten sich im Denken der Erweckten Weltgeschichte und Heilsgeschichte zueinander und wie versuchte man, im Licht des »Reiches Gottes« Religions- und Zivilisationsgeschichte zu deuten? Wo vermittelte die Geschichte nationale oder transnationale Identitäten und politische Ideale, wo zeigte sie Vorbilder und Abwege auf? Wie bewertete man die Revolutions- und Beschleunigungserfahrungen seit 1789?
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PDF, Tyska, 20131 109 kr
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Die in den Geschichts- und Kulturwissenschaften derzeit viel diskutierten Themenfelder Zeitwahrnehmung, Geschichtsbewusstsein und Zukunftserwartung sind für das Verständnis des Pietismus im 17./18. und der Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert von grundlegender Bedeutung. Pietisten und Erweckte entwickelten Zukunfts- und Endzeitvorstellungen und damit verbunden Deutungen der allgemeinen und der christlichen Geschichte. Sie haben die beiden großen protestantischen Erneuerungsbewegungen nachhaltig geprägt und wirken teilweise bis heute fort. Die Gegenüberstellung von Pietismus und Erweckung macht dabei Kontinuitäten und Diskontinuitäten sichtbar und soll zu weiterer Forschung anregen.Der Band versammelt neue Beiträge von führenden Vertretern der Pietismusforschung und Nachwuchswissenschaftlern in interdisziplinärer Perspektive. Kirchen- und Theologiegeschichte, Germanistik, Kulturgeschichte und Erziehungswissenschaften bieten unterschiedliche Zugänge zu den Themen des Sammelbands. Neben grundlegenden Aufsätzen zur Pietismusforschung nach dem "Cultural Turn" (Hartmut Lehmann), zum Geschichtsbewusstsein um 1700 (Wolf-Friedrich Schäufele) und zur Vorstellung einer "offenen Zukunft" (Daniel Fulda) beschäftigen sich die Autoren u. a. mit Philipp Jakob Speners "Hoffnung besserer Zeiten", August Hermann Franckes "Generalreform", Gottfried Arnolds "Unparteiischer Kirchen- und Ketzerhistorie", pietistischen Sammelbiographien, Herrnhuter "Lebensläufen", geschichtstheologischen Deutungen von Naturkatastrophen, der Zukunftserwartung Nikolaus Ludwig von Zinzendorfs und radikaler Pietisten sowie dem Geschichtsbild württembergischer Erweckter, evangelischer Missionare und der Gebrüder Heinrich und Leopold Ranke.
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PDF, Tyska, 20251 253 kr
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Das Thema "Medien in den Erweckungsbewegungen des 19. Jahrhunderts" stellt ein Forschungsdesiderat der neueren Religions- und Mediengeschichte dar. Denn nur wenig ist bislang bekannt über die von den Akteur:innen der Erweckungsbewegungen verwendeten Medien wie Liedern, Traktaten, Zeitschriften, Bildern, Kalendern, Zirkularkorrespondenzen, Artefakte usw. Aber auch ihre Produzent:innen und Vertriebswege sowie die ökonomischen Grundlagen sind ebenso wie Produktionsprozesse, Adressat:innen und die Rezeption dieser Medien kaum rekonstruiert.In einem breiten historischen Rahmen und mit Hilfe interdisziplinärer Zugänge bestimmen die Beiträge dieses Bandes die an den evangelischen Erweckungsbewegungen Beteiligten in mediengeschichtlicher Perspektive präziser als bisher als Akteure und Rezipienten der Modernisierung. Die Beiträge beschäftigen sich mit unterschiedlichen Medien und nehmen verschiedene geographische Zentren in Deutschland und darüber hinaus in den Blick.