Jiri Grusa – författare
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Tyska, 2014189 kr
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Das literarische und essayistische Œuvre des Schriftstellers, Intellektuellen und Diplomaten Jiří Gruša (1938-2011) lässt sich dezidiert als ein Werk von europäischem Format beschreiben. Dies gilt in einem doppelten Sinn: im Hinblick auf seine ästhetische Qualität wie auch hinsichtlich seiner zukunftsweisenden transnationalen Diktion und Dimension.Das Werk des 1938 in Pardubice geborenen, 1981 ausgebürgerten und 2011 in Deutschland verstorbenen Autors umfasst ein heterogenes Werk, das in zwei Sprachen - Deutsch und Tschechisch - verfasst ist und das mehrere Kontexte aufweist: einen tschechischen, einen deutschen, einen österreichischen und einen europäischen. Die kritische Sichtung vieler unpublizierter Texte sowie die lektorierte Neuausgabe seiner Romane und seiner Lyrik bilden das Zentrum der Klagenfurter Werkausgabe, die Sabine Gruša zusammen mit einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Tschechien, Österreich und Deutschland unter Leitung von Hans Dieter Zimmermann und Dalibor Dobiaš initiiert hat. Dabei geht es nicht nur um die unbestreitbare Tatsache, dass seine Romane, Gedichte, Vorträge und Aufsätze Teil eines gemeinsamen europäischen Gedächtnisses vor und nach der Wende von 1989 sind, und auch nicht nur um die Sicherung eines hervorragenden literarischen Werkes, sondern um die maßgeblichen Impulse, die von Grušas wegweisendem transnationalen und nationalitätskritischen Denken ausgehen und die mit einem bestimmten Habitus verbunden verbunden sind, den man als "europäisch" bezeichnen kann.
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Tyska, 2014194 kr
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Das letzte Buch des im Oktober 2011 verstorbenen Jirí Gruša trägt den Titel "Beneš als Österreicher" und beschäftigt sich mit der zweifachen Kapitulation eines Mannes, der auch für die Homogenisierung der nationalen Struktur der Tschechoslowakei verantwortlich war. Sein Nachgeben Hitler gegenüber führte zum Komplex des Defätismus, mit dem die Tschechen bis heute Probleme haben. Sein Nachgeben gegenüber Stalin führte den Staat in das sowjetische Imperium. Grušas Buch hat Züge eines Faktenromans. Die Personen sind real, nicht fiktiv. Die Arbeit mit den Fakten ist wissenschaftlich, die mit dem Wort literarisch. Herausgekommen ist eine spannende Lektüre mit Konsequenzen für das tschechische Selbstbild von heute. Das Echo auf die tschechische Fassung deutet darauf hin, dass nun mit einem neuen Blick auf diese Persönlichkeit hingeschaut wird. Und der Versuch, Denkmäler für Beneš zu bauen, wird in Zukunft schwieriger sein. Für die deutsche und österreichische Leserschaft bietet sich hier eine Gelegenheit der Auseinandersetzung mit dieser "verhängnisvollen Gestalt", ganz ohne Vorverurteilung durch gewisse Nostalgiker.
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Tyska, 2015194 kr
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Im August 1968 marschierten Truppen des Ostblocks in der Tschechoslowakei ein und machten dem "Prager Frühling", der so hoffnungsvoll begonnen hatte, ein Ende. Es war die letzte Chance des Kommunismus, die er selbst zunichtemachte. Jiří Gruša, Autor der jüngeren Generation, die den Kommunismus nicht installiert hatte, sondern unter ihm aufwuchs und litt, antwortete mit einem Roman, einer Anti-Utopie in der Art von George Orwells "1984", in gewisser Weise ein Science-Fiction-Roman. Ein Reisender kommt in ein fremdes Land Kalpadotia, dessen Regeln er nicht kennt, dessen Sprache er nicht versteht. Hier steht die Sprache im Mittelpunkt: die eigene, in der sich jeder findet, und die fremde, die ihm aufgedrängt wird und ihn von sich entfremdet. Beobachtet der Reisende zunächst aus der Distanz wie ein Soziologe, so wird er schließlich immer mehr in das Geschehen hineingezogen, bis er dem System verfällt, das rücksichtslos die Menschen ausbeutet.Den Roman schrieb Jiří Gruša von Oktober 1968 bis September 1969, als das alte System sich in der Tschechoslowakei wieder etablierte. Es ist nicht nur eine Antwort auf dieses System, sondern auf alle Systeme, die mit welcher Ideologie auch immer die Menschen unterdrücken. Man muss nicht lange nach aktuellen Beispielen suchen. So hat der Roman seine Aktualität bewahrt.Gruša wurde strafrechtlich verfolgt, als er Teile dieses Romans in der Zeitschrift "Sešity" publizierte. So konnte das Werk erst 1990 in der Tschechoslowakei erscheinen. Es gibt mehrere Versionen des Textes. Im Exil hat Jiří Gruša eine deutsche Fassung erstellt, die 1986 in Köln erschien und dann noch einmal 1991. Sie liegt der neuen deutschsprachigen Ausgabe des Wieser Verlags zugrunde. Milan Uhde, bekannter Dramatiker in Tschechien, Dissident wie sein Kollege Jiří Gruša, schrieb dazu das Nachwort, letztes Zeugnis einer engen Freundschaft.
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Tyska, 2016149 kr
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Mit dem Band "Erzählungen" wird der 5. Band der zehnbändige Werkausgabe des Schriftstellers und Diplomaten Jiři Gruša in deutscher Sprache vorgelegt; eine tschechische Ausgabe erscheint parallel in Brno.Außer drei kleinen frühen Erzählungen, Jugendwerken, enthält der Band alle Erzählungen, die Gruša zwischen 1965 und 2009 schrieb. Die Erzählungen werden in chronologischer Reihenfolge abgedruckt nach den Daten der Publikation, die Texte aus dem Nachlass nach dem mutmaßlichen Datum der Entstehung. So ergibt sich ein Einblick in Grušas Entwicklung als Prosaist: Da sind kafkaeske Texte, die eine entfremdete Situation bringen, einen Helden in einer Welt, deren Regeln er nicht kennt, da sind aber auch Texte, die Erinnerungen an Kindheit und Jugend fast realistisch festhalten. Die Erzählungen bieten eine Spannweite, die überrascht und erfreut.
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Tyska, 2017110 kr
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Dieser Ende der Siebzigerjahre entstandene Roman ist Jiří Grušas letztes großes Prosawerk. Es entstand unter den schwierigen Umständen, denen die nicht regimekonformen Schriftsteller zu dieser Zeit unterworfen waren. Ständige Hausdurchsuchungen erforderten immer neue Verstecke für das Manuskript, an ein kontinuierliches Arbeiten war nicht zu denken. So hat dieser Roman etwas Fragmentarisches, oft Sprunghaftes an sich.Gruša schildert hier durchaus mit biografi schen Anlehnungen die Geschichte Böhmens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die Zeit der Habsburger-Monarchie, das Leben in den Garnisonen, die Kuriositäten in den Vergnügungsstätten der Ersten Republik, die Schrecknisse zweier Weltkriege, den Irrsinn der Rassenideologie.Mit leisen Tönen wird die erste große Liebe beschrieben und immer ist alles verbunden mit der Vergänglichkeit, mit dem Tod, der im Tschechischen weiblich ist.Jiří Gruša hatte dieses Manuskript bei seiner Ausreise Ende 1980 zu einem Studienaufenthalt in den USA bei sich. Nach seiner Ausbürgerung im Sommer 1981 versuchte er den Text ins Deutsche übersetzen zu lassen. In seinen Augen erfolgreich, in den Augen seiner Verleger nicht. Es erschien nach langem Streiten eine Ausgabe unter dem Titel „Janinka", die Jiří Gruša nie als seinen „Kokeš" akzeptierte.Die deutschsprachige Leserschaft sieht daher mit Spannung der nunmehr werkgetreuen Übersetzung entgegen.
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Tyska, 2017176 kr
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Dieser Band versammelt die wichtigsten Essays und Studien, die Jiří Gruša von 1990 bis zu seinem Tode 2011 verfasste. Nach der Wende hatte er gehofft, in seine Heimat zurückkehren zu können und in seiner Muttersprache wieder publizieren zu können. Es kam anders. Sein Freund Václav Havel bat ihn, Botschafter in Deutschland zu werden. So kam es, dass Gruša keine längeren Texte mehr verfassen konnte, eben wegen seiner diplomatischen Tätigkeit als Botschafter in Bonn und dann in Wien und schließlich als Direktor der dortigen Diplomatischen Akademie.In dieser Zeit sind aber viele kürzere und längere eindrucksvolle Texte entstanden, die mit seiner Tätigkeit der Vermittlung zwischen Tschechien und den deutschsprachigen Ländern zu tun haben, Texte, in denen er die politische und kulturelle Konstellation Mitteleuropas analysiert und deutet, immer getragen vom Wunsch nach Versöhnung und Verständigung. Die deutsch-tschechische Erklärung, die einen Schlussstrich unter das Vergangene ziehen sollte, ist nicht zuletzt sein Werk.Was er zu sagen hat zur politischen und geistigen Situation in Europa, hat seine Gültigkeit nicht verloren. Seine eigenen Erfahrungen, die ihn zum Schreiben drängten, formulierte er in seiner Dresdner Poetik-Vorlesung, es sind die Erfahrungen eines Mitteleuropäers. Bewundernswert sind die Klarheit und die Unabhängigkeit seines Urteils. Nach 2009 blieb ihm nur kurze Zeit für umfassendere Texte. Was uns entgangen ist, belegt der Anfang seiner Erinnerungen an seine Zeit als Botschafter, sie zeigen ihn als witzigen und scharfsinnigen Beobachter, ein Schriftsteller und Diplomat, ein Stilist und Realist zugleich.
Häftad, Engelska, 2000
150 kr
Tillfälligt slut
In filling out a standard employment questionnaire, the narrator takes the command "Do Not Cross Out!" as an order not to omit anything and embarks on a search for his origins and the origins of his fellow Czech citizens.