Jochen Johrendt – författare
Römisches Zentrum und kirchliche Peripherie
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Im Mittelpunkt des Bandes steht die Kommunikation zwischen der päpstlichen Zentrale und der Peripherie bzw. die Instrumente, die den Päpsten zur Verfügung standen, um mit den Kirchen und Gläubigen vor Ort in Kontakt treten zu können, und über die sich ein Geben und Nehmen von Inhalten zwischen Zentrale und Peripherie entfaltete. Damit bietet der Band erstmals eine komparatistische Untersuchung päpstlicher Steuerungsinstrumente sowie der Wahrnehmung des Papsttums in den einzelnen Regionen, indem er die Perspektive der römischen Zentrale mit der der Kirchen an der Peripherie verknüpft. Die unterschiedlichen Entwicklungen von römischem Anspruch und Wirklichkeit vor Ort werden am Beispiel der institutionalisierten Mittel untersucht, die Zentrale und Peripherie miteinander verbanden - aus beiden Perspektiven: aus dem Blickwinkel einer römischen Norm, einer idealtypischen Sicht auf die Instrumente, die den Willen und die ekklesiologischen Vorstellungen Roms transportieren sollten, und aus dem Blickwinkel einer (variablen) Akzeptanz dieser Instrumente vor Ort, ihrer Deutung durch die Kommunikationspartner der päpstlichen Zentrale. Der römischen Sicht auf die Mittel zur Durchdringung der Kirche wird der Befund gegenübergestellt, wie man in den Regionen mit ihnen umging. Neben den Spannungsbogen von römischem Prototypen und konkreter Deutung von der Mitte des 11. bis zum Ende des 12. Jahrhunderts tritt somit zusätzlich eine Differenzierung durch kontrastive Regionenskizzen.
Papsttum Und Das Vielgestaltige Italien
Hundert Jahre Italia Pontificia
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Hundert Jahre nach dem Erscheinen des ersten Bandes der Italia Pontificia (1906) zieht der vorliegende Band in 24 Einzelbeiträgen namhafter italienischer und deutscher Autoren eine Bilanz des Erreichten, formuliert noch ausstehende Desiderata für den Abschluss der Italia Pontificia und demonstriert beispielhaft die Nutzbarkeit des Grundlagenwerkes für moderne Fragestellungen. Eine der zentralen Fragestellungen des Bandes ist die integrierende und desintegrierende Rolle des Papsttums für das vielgestaltige Italien im Früh- und Hochmittelalter. Neben der Vielschichtigkeit Italiens mit seinen unterschiedlichen kirchlichen und politischen Zentren und damit einer Analyse der italienischen Verhältnisse steht die Aussagekraft und Nutzbarkeit des in der Italia Pontificia gebotenen Materials für innovative Fragestellungen im Vordergrund des Bandes. Gleichsam als quer zur amtskirchlichen Hierarchie verlaufende Struktur werden abschließend auch die universal agierenden Orden in Italien beleuchtet. Daneben wird wissenschaftsgeschichtlich auch das Unternehmen der Italia Pontificia näher beleuchtet.
Diener des Apostelfürsten
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Die Studie ist die erste umfangreichere wissenschaftliche Abhandlung zum Kapitel von St. Peter im Vatikan seit dem 18. Jahrhundert. Sie analysiert die Verfassung des Kapitels, seine prosopographische Zusammensetzung sowie das Verhältnis zu den Päpsten. Im Anhang finden sich Biogramme der Kanoniker sowie eine Edition der beiden ältesten Zinsverzeichnisse des Peterskapitels. Dank eines Vergleichs mit den Kapiteln von S. Giovanni in Laterano und S. Maria Maggiore wird die herausragende Stellung des Peterskapitels für das städtische Gefüge und die Kurie deutlich.
ROM Und Die Regionen
Studien Zur Homogenisierung Der Lateinischen Kirche Im Hochmittelalter
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Die Phase von der papstgeschichtlichen Wende ab der Mitte des 11. Jahrhunderts bis zu Innozenz III. bewirkte eine Wandlung der Kirche weg von einer kollegial organisierten Bischofskirche hin zu einer hierarchisch ausgerichteten Papstkirche. Der Band analysiert diese Entwicklung in unterschiedlichen Regionen Europas und stellt die scheinbare Teleologie der Entwicklung in den Zusammenhang von Geben und Nehmen zwischen Rom und den Regionen. Die Homogenisierung der lateinischen Kirche, ihre Ausrichtung an einem päpstlich approbierten Normengefüge stellt sich in dieser Perspektive nicht als ein von Rom umgesetzter Masterplan dar, sondern als das Ergebnis eines Dialoges, der nicht nur Rom, sondern ebenso die europäischen Regionen prägte.
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