Josef Früchtl – författare
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19 produkter
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Häftad, Engelska, 2020
657 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
This book examines the theory, originally raised in Gilles Deleuze’s philosophy of film, that cinema has the power to restore our trust in the world. Früchtl demonstrates that cinema does this in three main ways: by restoring our belief in the absurd, in the body and in a sceptical abstention from judging and acting. Cinema shares this ability with other arts, but what sets it apart in particular is that it evokes Modernity and its principle of subjectivity. This book further develops the idea of trust and cinema by synthesizing the philosophies of complementary thinkers such as Kant, Nancy, Agamben, Benjamin and Rancière. It concludes with examination of Cavell’s solution to the problem of scepticism and a synthesis of Kantian aesthetic theory with Cavellian pragmatism. Originally published in German under the title Vertrauen in die Welt, this English-language translation features a new introduction that situates Früchtl’s work within contemporary analytical philosophy of film. It will be of interest to scholars working in Continental aesthetics, philosophy of film, and film theory.
Inbunden, Engelska, 2009
1 120 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
The Impertinent Self provides a philosophical and cultural theory of modernity by constructing a parallel between the philosophical self and the hero figure found in certain cinematic genres. Früchtl argues that modernity is not unified and should be conceived as a phenomenon consisting of three strata: the classical, the agonist, and the hybrid. He demonstrates this by following a dual trajectory: the shift in the concept of the self from German idealism to Romanticism and so-called postmodernism, and the evolution of the hero figure in the Western and in crime and science fiction movies. Früchtl takes a clear position within the ongoing discussion in the humanities and social sciences about modernity, a discussion that, in light of the work of Foucault, Lyotard, and Habermas, has too often neglected the importance of Romanticism. Similarly, he embraces the role of film and popular culture in modern society.
Häftad, Engelska, 2009
267 kr
Skickas inom 5-8 vardagar
The Impertinent Self provides a philosophical and cultural theory of modernity by constructing a parallel between the philosophical self and the hero figure found in certain cinematic genres. Früchtl argues that modernity is not unified and should be conceived as a phenomenon consisting of three strata: the classical, the agonist, and the hybrid. He demonstrates this by following a dual trajectory: the shift in the concept of the self from German idealism to Romanticism and so-called postmodernism, and the evolution of the hero figure in the Western and in crime and science fiction movies. Früchtl takes a clear position within the ongoing discussion in the humanities and social sciences about modernity, a discussion that, in light of the work of Foucault, Lyotard, and Habermas, has too often neglected the importance of Romanticism. Similarly, he embraces the role of film and popular culture in modern society.
Inbunden, Engelska, 2017
2 198 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
This book examines the theory, originally raised in Gilles Deleuze’s philosophy of film, that cinema has the power to restore our trust in the world. Früchtl demonstrates that cinema does this in three main ways: by restoring our belief in the absurd, in the body and in a sceptical abstention from judging and acting. Cinema shares this ability with other arts, but what sets it apart in particular is that it evokes Modernity and its principle of subjectivity. This book further develops the idea of trust and cinema by synthesizing the philosophies of complementary thinkers such as Kant, Nancy, Agamben, Benjamin and Rancière. It concludes with examination of Cavell’s solution to the problem of scepticism and a synthesis of Kantian aesthetic theory with Cavellian pragmatism. Originally published in German under the title Vertrauen in die Welt, this English-language translation features a new introduction that situates Früchtl’s work within contemporary analytical philosophy of film. It will be of interest to scholars working in Continental aesthetics, philosophy of film, and film theory.
Häftad, Tyska, 2003
1 066 kr
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PDF, Tyska, 2003567 kr
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Die demokratisch organisierte Politik macht es nötig, Kompromisse einzugehen. Kunst dagegen verachtet den Kompromiß, das Mittlere wie das Mittelmaß und dringt geradezu feindselig und diktatorisch auf Alleinherrschaft. Die Beiträge des Bandes beziehen hierzu - gerade vor dem Hintergrund des 11. September 2001 - auf differenzierte Weise Position. Ästhetisch-politische Diskussionen Christel Fricke: Kunst und Öffentlichkeit. Möglichkeiten und Grenzen einer ästhetischen Reflexion über die Terrorattacken auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001 Pamela C. Scorzin: Die US-Flaggenhissung als Engramm und Bildzeichen. Betrachtungen über eine patriotische Ikone in der Medienlandschaft Martin Jay: Soma-Ästhetik und Demokratie. Die politische Dimension der Körperkunst Rüdiger Zill: Reflexe und Reflexionen. Drei Stellungen des Gedankens zur Realität der Magie Hermann Pfütze: Die Künste als Spielraum der Demokratie Jochen Gerz: Im Licht der Kultur. Ein Statement Ästhetisch-ethische Perspektiven Reinhold Schmücker: Kunstkritik als demokratischer Prozeß Bernd Kleimann: Elitismus und Betroffenheitskultur. Zur ethischen Valenz der Kunst Spezielle Aspekte Klaus von Beyme: Die Künstler der Avantgarde und die Demokratie Marie-Luise Raters: Böse Menschen haben keine Lieder. Kann Musik zur Demokratie erziehen? Wolfhart Henckmann: Grenzen der "Kunstverhältnisse"
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PDF, Tyska, 2007827 kr
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Anlaß dieses Sonderheftes ist die Gründung der Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft vor hundert Jahren durch Max Dessoir. Die Beiträge nehmen Bezug auf die ursprüngliche Intention des Gründers, Ästhetik und Kunstphilosophie nicht allein als zwei getrennte Disziplinen zu behandeln, vielmehr zugleich die Aufgabe einer »Allgemeinen Kunstwissenschaft« im nachidealistischen Zeitalter neu zu definieren. Ausgehend von dieser Intention suchen sie zum einen den Status der Metaphysik innerhalb der gegenwärtigen Ästhetik zu erkunden, zum andern an vier prominente Autoren der Zeitschrift zu erinnern.Die Beiträger (unter ihnen die Herausgeber und Beiräte der Zeitschrift) reflektieren, diskutieren und schärfen das besondere Profil, durch welches sich die ZÄK von anderen Periodika abhebt, in seinen theoretischen Ursprüngen wie in seinen fachspezifischen, d.h. sich von Disziplin zu Disziplin unterscheidenden Konsequenzen.2006 feierte die Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft ihr 100jähriges Bestehen. Die Beiträger des Jubiläumsheftes würdigen die ästhetischen und kunstphilosophischen Grundlinien, auf welche die Zeitschrift zurückgeht, in ihrer aktuellen Bedeutung.
Häftad, Tyska, 2021
269 kr
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PDF, Tyska, 2021193 kr
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Vor dem Hintergrund einer zunehmend von politischen Emotionen geprägten gesellschaftlichen Lage stellt das neue Buch von Josef Früchtl die grundsätzliche Frage nach dem Zusammenhang von Gefühlen und Politik und verbindet sie mit einer ästhetischen Perspektive.Auf zentralen gesellschaftlichen Ebenen – technologisch in den digitalen Netzwerken mit ihren »hate speeches« und »shit storms«, ökonomisch im kapitalistisch rasenden Prozess der Globalisierung, kulturell im Kampf religiös unterfütterter Wertsysteme und staatspolitisch im kriegerischen Zerfall von Nationen – haben sich in den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten die Schleusen für eine Politik der Emotionen geöffnet. Welche Rolle aber spielen Gefühle in einer demokratischen Lebensform? Und welche Rolle kommt den von Kunst und populärer Kultur angeleiteten Erfahrungen dabei zu? Die entscheidende Frage kann heute nicht mehr sein, ob, sondern in welchem Ausmaß und in welchem Sinn Gefühle eine Rolle im demokratischen Streit spielen und spielen sollen. Auf diese Frage – so die These Früchtls – gibt es vier zentrale Antworten. Im politischen Zusammenhang verlangen Gefühle nämlich nach einer zeitgemäßen Form der Darstellung, nach Mäßigung, nach balancierendem Ausgleich und nach sinnvoller Umwandlung. Diese vierfache Reaktion lässt sich entweder unter Mithilfe von ästhetischen Erfahrungen oder sogar in ausgezeichneter Weise durch sie erreichen.
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Tyska, 2021193 kr
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Vor dem Hintergrund einer zunehmend von politischen Emotionen geprägten gesellschaftlichen Lage stellt das neue Buch von Josef Früchtl die grundsätzliche Frage nach dem Zusammenhang von Gefühlen und Politik und verbindet sie mit einer ästhetischen Perspektive.Auf zentralen gesellschaftlichen Ebenen – technologisch in den digitalen Netzwerken mit ihren »hate speeches« und »shit storms«, ökonomisch im kapitalistisch rasenden Prozess der Globalisierung, kulturell im Kampf religiös unterfütterter Wertsysteme und staatspolitisch im kriegerischen Zerfall von Nationen – haben sich in den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten die Schleusen für eine Politik der Emotionen geöffnet. Welche Rolle aber spielen Gefühle in einer demokratischen Lebensform? Und welche Rolle kommt den von Kunst und populärer Kultur angeleiteten Erfahrungen dabei zu? Die entscheidende Frage kann heute nicht mehr sein, ob, sondern in welchem Ausmaß und in welchem Sinn Gefühle eine Rolle im demokratischen Streit spielen und spielen sollen. Auf diese Frage – so die These Früchtls – gibt es vier zentrale Antworten. Im politischen Zusammenhang verlangen Gefühle nämlich nach einer zeitgemäßen Form der Darstellung, nach Mäßigung, nach balancierendem Ausgleich und nach sinnvoller Umwandlung. Diese vierfache Reaktion lässt sich entweder unter Mithilfe von ästhetischen Erfahrungen oder sogar in ausgezeichneter Weise durch sie erreichen.
Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft Band 66. Heft 2
Schwerpunkt: Gibt es Musik?
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PDF, Tyska, 20221 066 kr
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Die Frage, ob es Musik gibt, mag zunächst auf Unverständnis stoßen. Offensichtlich scheint es überall auf der Welt Praktiken zu geben, die wir unzweifelhaft als musikalische identifizieren können. Aber ist der Begriff der Musik so einfach zu universalisieren? Kann er transformiert werden, um der Vielfalt dieser Praktiken gerecht zu werden? Wie wäre er dann zu bestimmen? Die Aufsätze des Schwerpunkts gehen diesen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven nach.
Häftad, Tyska, 2024
446 kr
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PDF, Tyska, 20221 066 kr
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AbstractsSchmücker, Reinhold, Theisohn, Philipp: Moral-Kunst · Kunst-Moral Darf Kunst moralisch sein? · Muss Kunst moralisch sein? Zur Einführung.Giezendanner, Urs: Dienst der Dichtung. Zur Moral der Poetik im Umfeld von Gottscheds Critischer Dichtkunst.Dichtung funktional als Medium moralischer Erziehung zu konzeptualisieren, gehört zweifelsohne zu den Kernanliegen der deutschen Aufklärungspoetik. So umfassend dieser historisch spezifische Nexus von Literatur und Moral(-didaktik)unter sozialgeschichtlichen sowie kulturtheoretischen Blickwinkeln bisher rekonstruiert wurde, so ungeklärt bleiben nach wie vor viele der allgemeineren ästhetisch-poetologischen Implikationen und Probleme dieses vordergründig harmonischen,tatsächlich aber prekären Zweckbündnisses. So weist dieser Aufsatz am Beispiel von Gottscheds Critischer Dichtkunst und dem Trauerspiel Agis, König zu Sparta eine irreduzible Spannung von dichterischer Fülle und moralischer Komplexitätsreduktionnach, die das Projekt einer literarisch vermittelten Sittenlehre zu einem aporetischen Unterfangen geraten lässt. Denn während sich diese Polarität zwar theoretisch noch – notdürftig – über die Konzepte der anschauenden Erkenntnis und der Exemplarizität vermitteln und in ein Evidenzversprechen umformulieren lässt, offenbart Gottscheds Tragödienschaffen die praktischen Schwierigkeiten einer moralischen Literatur, die ästhetische Komplexität im selben Zug immer schon produzieren und aufheben muss.Tränkle, Sebastian: Die amoralische Moralität der Kunst Oscar Wildes negativer Perfektionismus.Gegenwärtig werden häufig politisch-moralische Ansprüche an die Kunst gerichtet. Dieser Aufsatz tritt ihnen unter Verweis auf ihren grundsätzlichen Konflikt mit ästhetischen Ansprüchen entgegen. Anhand von Oscar Wildes ästhetisch-theoretischenÜberlegungen entfaltet er die folgende These: Nicht indem Kunst sich an herrschenden Moralvorstellungen ausrichtet, sondern erst vermittelt durch die Amoralität ihrer ästhetischen Form wächst ihr ein sittliches Moment zu. Der erste Teil widmet sich Wildes Verteidigung des Lügens in der Kunst, die auf ein Plädoyer für deren gesellschaftliche Amoralität hinausläuft. Sie wird zugleich als Bedingung einer genuin ästhetischen Moralität verstanden. Der zweite Teil arbeitet die außerästhetischen Bezüge dieser ästhetischen Moralität heraus: die kritischen und die perfektionistischen Implikationen des ästhetischen Lügens. Den ästhetisch orientierten ethischen Perfektionismus Wildes bestimmt der dritte Teil als negativen und hebt ihn vom ästhetischen Selbstoptimierungsimperativ der Gegenwart ab.Quent, Marcus: Amoral der Form. Zur Moral der zeitgenössischen Kunst.Der Beitrag untersucht den Zusammenhang von Kunst und Moral ausgehend von zwei Tendenzen der zeitgenössischen Kunst. Beide Tendenzen betreffen den Status der ästhetischen Form und zeigen eine geänderte Stoßrichtung des moralischenUrteils an. Diese Entwicklungen werden im Rückgriff auf die Ästhetische Theorie Theodor W. Adornos beleuchtet, in der das Moralproblem der Kunst als Problem der ästhetischen Form entwickelt wird. Für die Ästhetische Theorie ist einGegensatz entscheidend: Adorno begreift die herrschaftliche Arbeit des Formens als Amoral der Kunst, zugleich denkt er das Ideal des Durchgeformten als eine Teilhabe der Kunst an der Moral. Schuld und Schuldlosigkeit sind in der ästhetischen Form ineinander verwoben. Die Kunst artikuliert jedoch zugleich einen ›Einspruch gegen Moral‹, durch den das Verhältnis von Form und Moral als ein Kontinuum der Grausamkeit kenntlich wird. Der Beitrag schließt, indem er dieses dialektische Verhältnis auf die zeitgenössische Kunst zurückbezieht: Wo sich der Formbegriff heute als ausgehöhlt erweist, Universalisierung und Abschaffung des Formbegriffs tendenziell ineinander fallen, wird der grausame Gestus der Kunst unannehmbar. Das Schuldhafte der Form tritt in den Vordergrund.
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PDF, Tyska, 20221 066 kr
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AbstractsSchmücker, Reinhold, Theisohn, Philipp: Noch einmal: zur Einführung.Wiesner, Maria: Gewalt, Mord und Antihelden – Moral im Kino. Ein kritischer EssayKaum eine Kunstform ist so immersiv wie der Film. Beschäftigt er sich mit menschlichen Abgründen, thematisiert er Verbrechen, Gewalt, gar Mord, so wird ihm gern vorgeworfen, unmoralisch zu sein und das Publikum zu verderben. Anhand ausgewählter Beispiele, von Alfred Hitchcocks Rope über Martin Scorseses Taxi Driver bis zu Lars von Triers Dogville, geht dieser kritische Essay der Frage nach, welchen moralischen Anspruch Filme haben. Mit Blick auf neue Werke wie Promising Young Woman und Joker stellt sich die Frage, wie die modernen Antihelden die Zuschauerinnen und Zuschauer beeinflussen. Auf dieser Grundlage erörtert der Text, welche Veränderungen es hinsichtlich moralischer Aspekte in der Rezeption der Werke gab, worauf sich neueste Zensurversuche beschränken und wer entscheidet, wie moralisch wertvoll Kunst ist.Dikovich, Albert: Die Untugend der Kunst . Pragmatistische Reflexionen über den Kitsch anlässlich des gegenwärtigen KriegesIm Folgenden wird der Versuch unternommen, ausgehend von John Deweys Kunst als Erfahrung ein Verständnis des Kitsches als ästhetische Untugend zu entwickeln. Dabei wird der leitenden Frage des Bandes, ob Kunst moralisch sein muss, in der Weise begegnet, dass nach der spezifischen moralischen Wirkungsweise von Kunstwerken gefragt wird. Nachdem entgegen einer Dichotomisierung von Kunst und Moral die Leistung moderner Literatur und Kunst darin erkannt wird, die Grenzen lebensleitender moralischer Begriffe und Werte anschaulich zu machen und damit Lern- und Reflexionsprozesse auszulösen, wird Kitsch als Umkehr dieser Wirkungsweise von Kunst aufgearbeitet. Kitsch stabilisiert demnach moralische Überzeugungen, Wertvorstellungen und Lebensmodelle, indem er eine sinnliche Welt vor Augen führt, die einen stetigen Resonanzraum letzterer darstellt. Vom Befund ausgehend, dass sein ideologischer Gebrauch in der Natur des Kitsches angelegt ist, wird schließlich Krieg – und insbesondere der gegenwärtige Krieg in Europa – als ein Anlass betrachtet, der die Untugend der Kunst zum Gedeihen bringt.Paret, Christoph: Der kalt erwiderte Blick. Oscar Wilde, die Nebensächlichkeit der Kunst und das Unästhetische der ExistenzOscar Wilde reagiert auf die missliche Lage der Kunst angesichts eines zunehmend blasierten Publikums. Er vertauscht die Rollen und setzt seine Kunst als Rezeption derer an, die ehemals die Rezipienten waren – gemäß dem Topos vom ›sehenden Kunstwerk‹ (Früchtl). Wilde zu rezipieren heißt allererst, sich rezipiert zu wissen. Wilde blickt kälter zurück, als er oder seine Kunst angeblickt werden könnten. Als angeblicktes wird das Publikum unversehens selbst in die Position des Kunstwerks versetzt. Es sieht sich mit ästhetischen Erwartungen konfrontiert, denen es aus systematischen Gründen nicht gerecht werden kann. Die Existenz zu ästhetisieren heißt, sie zu desavouieren. Wilde erzieht auf diese Weise nicht sein Publikum, er erzieht hin zum Publikum. Dem Publikum soll nichts Besseres passieren können, als Publikum zu bleiben. Der kalte Blick ist ihm als Amoralismus ausgelegt worden. Doch Wilde taugt nicht als Beispiel dafür, dass selbst moralisch Verwerfliches ästhetisch legitim sein kann. Er führt stattdessen vor Augen, dass das Ästhetische weitaus weniger erlaubt als das Ethische. Unethisches verbietet sich schon – und nur – ästhetisch.Shusterman, Ronald: The Metaethical Turn: Beyond ›Good‹ and ›Evil‹.Does art have to be moral? The first point that might be made is that this question is not necessarily a question ›in‹ aesthetics. Indeed, the philosophy of art should be considered as research into the concepts, implications, scope, and workings of artistic practise and reception.
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PDF, Tyska, 20231 066 kr
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Die Gestaltung des Sozialen kann als künstlerisches Vorhaben gedacht werden. Wenn die Formung des Wir nach Grundsätzen konzipiert wird, die in den Künsten entwickelt und erprobt wurden, geschieht dies, um durch Öffnungen, neuartige Relationen, Anpassungsfähigkeit an Kontexte und die Integration des Umfeldes eine Art von Selbstbestimmung vorzubereiten, die sonst künstlerischen Praktiken reserviert schien. Ausgehend von Überlegungen von Joseph Beuys zur sozialen Plastik präsentieren die Texte dieses Heftes Versuche, Demokratie ausgehend von künstlerischen Verfahren plastisch zu denken.
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PDF, Tyska, 20231 066 kr
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Von »Die Kunst der Entzweiung« (1987) bis »Spiele der Sprache« (2023): Martin Seels Texte mischen die Karten von theoretischer, praktischer und ästhetischer Reflexion neu und schlagen Brücken zwischen scheinbar unversöhnlichen philosophischen Traditionen. Die Provokation steckt dabei oft in der Art seines Philosophierens: Seel folgt konsequent der Überzeugung, dass Theorien nicht von ihrer ästhetischen Valenz abgelöst werden können.Die Beiträge des Schwerpunkts dieser Ausgabe setzen sich aus unterschiedlichen Perspektiven kritisch mit Seels Denken auseinander – mit der Bandbreite von Themen und Fragestellungen, die darin verhandelt werden, sowie mit der spezifischen Form, in der dieses Denken verkörpert ist.
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PDF, Tyska, 2024340 kr
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Das Buch bietet die erste umfassende und systematisch ausgerichtete Darstellung des Mimesisbegriffs bei Adorno. Die Bedeutung des Begriffs zu erschließen, heißt dabei zunächst, seinen besonderen und typischen Konstellationen nachzugehen. Diese konstellative Methode führt zu einer Reihe von Begriffen – Nachahmung, Imitation, Mimikry, Identifikation, Idiosynkrasie, Affinität, Ähnlichkeit –, die letztlich um drei Zentren kreisen: Anthropologie, Triebtheorie und Erkenntnistheorie.Als Grundfigur der Mimesis schält sich auf diese Weise sowohl für die Ontogenese wie für die Phylogenese ein ursprünglich sinnliches, affektiv-leibhaftes Vermögen heraus, das eine zweifache und zwiespältige Funktion erfüllt. Einerseits ermöglicht es Selbsterhaltung im Überlebenskampf des natur- und sozialgeschichtlich schwachen Subjekts, andererseits die Herausbildung von Humanität in seinem intimen Verhältnis zu dem, was sich an innerer, äußerer und ›zweiter‹ Natur nicht beherrschen lässt.In einem »enzyklopädischen« Vorwort erläutert Früchtl über die Analyse bei Adorno hinaus den zentralen Stellenwert des Konzepts der Mimesis im abendländischen Denken über Kunst.
Del 8 - Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft Sonderheft 8
Ästhetik in metaphysikkritischen Zeiten
100 Jahre
Häftad, Tyska, 2026
1 263 kr
Skickas inom 5-8 vardagar
15 kr
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Seit 2010 hat sich der Wutbürger in der politischen Arena etabliert. Ihn zeichnen besonders seine Unverschämtheit im Reden und Handeln aus. Der Begriff ist häufig negativ besetzt, aber ist Unverschämtheit nicht vielleicht sogar eine politisch-demokratische Tugend? In seinem Kursbuch-Beitrag beschäftigt sich Josef Früchtl mit dem Konzept der Unverschämtheit und der Frage, ob der unverschämte Bürger konstitutiv für die moderne Demokratie ist.