Kuno Lorenz – författare
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In sieben, von 1986 bis 2008 entstandenen Aufsätzen, wird Philosophie in einer Weiterführung der auf P. Lorenzen und W. Kamlah zurückgehenden „Erlanger Schule“ konstruktiver Philosophie und Wissenschaftstheorie als ein Verfahren vorgestellt, bei dem im Zuge einer phänomenologischen Reduktion bereits gemachter Erfahrung diese Erfahrung durch eine dialogische Konstruktion rekonstruiert und so begriffen werden kann. Das Verfahren folgt einem dialogischen Prinzip, das von der durchgehenden Ich-Du-Polarität des Handelns und des Redens, bzw. allgemeiner des „Zeichenhandelns“, Gebrauch zu machen verlangt: In Ich-Rolle tut und sagt man etwas, in Du-Rolle erleidet und versteht man etwas. So lässt sich begreifen, dass man im Tun, im aneignenden Umgang mit Gegenständen und Menschen, der Welt angehört, von der man sich aber zugleich durch Sprache, d.h. dem Tun eine Zeichenfunktion gebend, distanziert, um so ihr und den Menschen, auch sich selbst, gegenüberstehen zu können. Mit der Dialektik von Aneignung und Distanzierung lassen sich sowohl die Differenz von Gegenstand und Zeichen als auch die einer Welt der Natur und einer Welt der Kultur, im Nachschaffen dieser Unterscheidungen verstehen.
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Papers from more than three decades reflect the development of thinking over the dialogical framework that shapes verbal expression of comprehending experience and that has to be exhibited in responsible argumentations. With dialogical reconstructions of experience owing to the methodical constructivism of the “Erlangen School” it is possible to uncover the origin of many conceptual oppositions in traditional philosophical talk, like natural vs. artificial/cultural, subjective vs. objective, etc., and to solve philosophical riddles connected with them.
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In philosophischen Aufsätzen, die sich auf Werke, Sachthemen und Traditionen beziehen, stellt Lorenz seinen methodischen Zugang zu Problemen eigener und fremder Welterfahrung vor. Die Variationen reichen von antiker und buddhistischer bis zur Existenzphilosophie und analytischer Philosophie, vom Verhältnis zwischen Kunst und Wissenschaft bis zum Antagonismus von Freiheit und Gerechtigkeit. Begleitende Reflexionen zur jeweiligen Vorgehensweise machen die Aufsätze zu Proben einer nach Gegenstand und Verfahren dialogischen Philosophie.
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Diese vierte Sammlung von Arbeiten, die an die bereits vorliegende dreibändige Sammlung von Arbeiten des Verfassers anschließt, ist in drei Teile gegliedert, deren erster die längst vergriffenen Schriften mit den Anfängen des spieltheoretischen Aufbaus der Logik ab 1961 wieder zugänglich macht.
Im zweiten Teil sind hauptsächlich Arbeiten versammelt, die zum einen den Zusammenhang der dialogischen Logik mit ihrer Vorgängerin, der operativen Logik meines akademischen Lehrers Paul Lorenzen, reflektieren und zum anderen einige dafür relevante Studien zu Sinn und Funktion des zweistelligen Satzverknüpfers ‘wenn-dann‘ enthalten.
Zum dritten Teil schließlich gehören Arbeiten – zwei davon in englischer Sprache – , die den weiteren Anwendungsbereich des dialogischen Verfahrens sowohl als Gegenstand als auch in seiner Durchführung insbesondere in den Bereichen der Sprachphilosophie und der philosophischen Anthropologie betreffen. Sie suchen dabei auch historische Wurzeln auf, die bis in die Antike zurückreichen und geben im letzten Beitrag den Konstruktionen des bisher beschrittenen Weges von der dialogischen Logik über den dialogischen Konstruktivismus bis hin zu einer durchgehend dialogischen Philosophie eine begrifflich präzise Fassung.
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Diese vierte Sammlung von Arbeiten, die an die bereits vorliegende dreibändige Sammlung von Arbeiten des Verfassers anschließt, ist in drei Teile gegliedert, deren erster die längst vergriffenen Schriften mit den Anfängen des spieltheoretischen Aufbaus der Logik ab 1961 wieder zugänglich macht.
Im zweiten Teil sind hauptsächlich Arbeiten versammelt, die zum einen den Zusammenhang der dialogischen Logik mit ihrer Vorgängerin, der operativen Logik meines akademischen Lehrers Paul Lorenzen, reflektieren und zum anderen einige dafür relevante Studien zu Sinn und Funktion des zweistelligen Satzverknüpfers ‘wenn-dann‘ enthalten.
Zum dritten Teil schließlich gehören Arbeiten – zwei davon in englischer Sprache – , die den weiteren Anwendungsbereich des dialogischen Verfahrens sowohl als Gegenstand als auch in seiner Durchführung insbesondere in den Bereichen der Sprachphilosophie und der philosophischen Anthropologie betreffen. Sie suchen dabei auch historische Wurzeln auf, die bis in die Antike zurückreichen und geben im letzten Beitrag den Konstruktionen des bisher beschrittenen Weges von der dialogischen Logik über den dialogischen Konstruktivismus bis hin zu einer durchgehend dialogischen Philosophie eine begrifflich präzise Fassung.