Martin Feit – författare
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Diese umfassende empirische Studie gibt grundlegende Einsichten in die Praxis des Krankenhausmanagements im Kontext der Ökonomisierung des Gesundheitswesens und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Soziologie des Managements sowie der rekonstruktiven Management- bzw. Organisationsforschung. Konkret wird aufgezeigt, mittels welcher Praxen und Arrangements die prekäre Lage der Krankenhäuser zwischen Selbsterhalt und öffentlicher Daseinsvorsorge im Management bearbeitet wird und wie die unterschiedlichen professionellen Werthorizonte der Ärzte, der Pflege und der kaufmännischen Geschäftsführung in ein produktives Verhältnis gesetzt werden können. Dabei wird sowohl den einzelnen Professionen als auch der konkreten Zusammenarbeit im Management Rechnung getragen.
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Bedeutet mehr Geld, mehr Sex und mehr Freund*innen gleich mehr »Lebensqualität«? Stellt man diese Frage psychisch kranken Straftätern, die über zehn, zwanzig oder dreißig Jahre in einer geschlossenen Einrichtung verbringen, geraten gängige »Mehr-ist-besser«-Vorstellungen schnell an Ihre Grenzen. Als fruchtbare Alternative entwickelt Martin Feißt einen systemtheoretischen Ansatz im Anschluss an Gregory Bateson, Fritz B. Simon und Aaron Antonovsky, der die (in)stabilen Selbst- und Weltverhältnisse in den Blick nimmt. Lebensqualität ist nun vielmehr eine Frage des Kohärenzgefühls - eine Position, die Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen und Interessierte gleichermaßen »fürs Leben« lernen lässt.