Martin Rohde – författare
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Die Kathedrale von Lausanne und ihr Marienportal im Kontext der europäischen Gotik
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Laster im Mittelalter / Vices in the Middle Ages
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Das Thema Laster im Mittelalter zeichnet sich durch seine Kontinuität über das gesamte Mittelalter aus und hat seine Wurzeln in der Spätantike und seine Nachwirkungen in der Neuzeit. Es berührt fast alle Bereiche mittelalterlicher Kultur und hat eine unerschöpfliche Literatur hervorgebracht. Der Sammelband beruht auf den Ergebnissen des Freiburger Kolloquiums 2006, das sich erstmals mit der langen Tradition der sieben Todsünden und den mittelalterlichen Lasterkatalogen befasste, und vereint die Beiträge namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen. Laster wurden im Mittelalter systematisch geordnet: Sie wurden in Hauptlaster eingeteilt, aus denen andere Laster hervorgingen, als Sünden verstanden und dienten darüber hinaus ganz allgemein der Beschreibung menschlicher Leidenschaften und Handlungen. Aus historischer, literaturwissenschaftlicher, theologischer, philosophischer, kunst- und rechtshistorischer Perspektive entwerfen die neun Beiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache ein lebendiges Bild der Wünsche und Ängste des mittelalterlichen Menschen, aber auch des gesellschaftlichen Lebens im Mittelalter.
Tradition des proverbes et des exempla dans l'Occident médiéval / Die Tradition der Sprichwörter und exempla im Mittelalter
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Sprichwörter und Exempla sind zwei literarische Gattungen, die sich während des gesamten Mittelalters parallel entwickelten. Zwischen ihnen kam es häufig zu Wechselwirkungen, denn sie waren an den gleichen Diskursen beteiligt: Aufgrund ihrer großen Beliebtheit breiteten sich beide Formen in beinahe allen Bereichen der mittelalterlichen Kultur aus. So griff man in der Rechtsprechung, der Philosophie, der Theologie, der Geschichtsschreibung und in der didaktischen wie fiktiven Literatur auf Sprichwörter und Exempla als Hilfsmittel zur Argumentation zurück. Dieser Facettenreichtum rechtfertigt den interdisziplinären Ansatz dieses Bandes. Das Freiburger Colloquium 2007 hat zu diesem Zweck Mittellateiner, Romanisten, Germanisten und Historiker vereint, um diese Entwicklung aus verschiedenen Gesichtspunkten zu untersuchen. Herausgearbeitet werden die beiden Traditionsstränge sowohl in der lateinischen Literatur als auch in der volkssprachigen der romanischen und germanischen Sprachen, die in ihrem Ganzen die geistige Einheit des mittelalterlichen Europas offenbaren.
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Le présent volume contient les Actes du colloque international sur les " Représentations et conceptions de l''espace dans la culture médiévale " qui s''est déroulé du 19 au 21 octobre 2009 sous les auspices de l''Institut d''Etudes Médiévales de l''Université de Fribourg (Suisse). La participation de spécialistes de rang international à cette rencontre atteste du vif intérêt que suscitent aujourd''hui dans la communauté scientifique la perception et la compréhension médiévales de l''espace. En effet, d''importantes études menées au cours de la dernière décennie auront éclairé sous un nouveau jour la signification complexe de l''espace dans la civilisation du Moyen Age latin, qui se décline sur plusieurs registres : social, économique, politique, culturel et religieux. Loin d''apaiser la curiosité scientifique, les études récentes sur ces diverses facettes de l''espace médiéval ont ouvert de nouveaux horizons, suscité des interrogations nouvelles, mis à jour un vaste chantier d''investigation sur les rapports aux lieux et à l''espace dans la vie et la culture du Moyen Age européen. Le colloque visait donc à explorer davantage quelques pistes de recherche. Il a réuni des chercheurs de pays, de langues, de cultures et de domaines scientifiques différents. Il a ainsi donné lieu à un dialogue animé qui aura permis de confronter et d''enrichir mutuellement les visions de l''espace médiéval des spécialistes de l''histoire, de la philosophie, de l''histoire de l''art et de la littérature.
Papst Johannes XXII
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Als Jacques Duèze am 7. August 1316 zum Papst gewählt wurde, war er bereits 72 Jahre alt. Die Kardinäle hatten ihn als Kompromiss‑ und Übergangskandidaten vorgesehen, dessen absehbarer Tod eine neue Wahl ermöglichen würde, doch diese Erwartung wurde gründlich enttäuscht. Als Papst Johannes XXII. regierte er 18 Jahre und war der bedeutendste der in Avignon residierenden Päpste. In vielen Tätigkeitsbereichen engagiert und vielen Konflikten ausgesetzt, perfektionierte er die päpstliche Kurie, erweiterte die Möglichkeiten päpstlicher Einflussnahme und suchte die päpstliche Vollgewalt in praktisches Handeln umzusetzen.Die Beiträge des Sammelbandes tragen zu einer neuen Bewertung des Pontifikat Papst Johannes’ XXII. bei. Sichtbar wird ein umfassendes Konzept des Pontifikats, das die bisher in der Forschung getroffenen Urteile von juristischer Intransigenz und machtpolitischer Optimierung übersteigt: Es ist das Konzept einer langfristigen Implantierung von Regeln und Verfahren auf der Basis der religiösen Begründung des päpstlichen Amtes.
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Trotz der zahlreichen Publikationen, die in den letzten Jahren der Erforschung der mittelalterlichen Seewege im Mittelmeer, des ökonomischen und kulturellen Austausches und des Phänomen der Pilgerfahrt gewidmet waren, bleibt das Thema der spezifischen Andachtsformen, die mit der Seefahrt verbunden waren und zur Herstellung von privilegierten Heiligtümern für die Seefahrer führten, noch ein Desideratum. Wie viele bis jetzt zu wenig beachtete Urkunden bestätigen, bildete sich im Spätmittelalter ein transmediterranes Netzwerk von Heiligen Orten, die insbesondere von Seefahrern besucht wurden und deren Verehrungswürdigkeit mit ihrer Lage am symbolischen Treffpunkt zwischen den Dimensionen Wasser, Erde und Himmel direkt zusammenhing. Die in diesem Band versammelten und von Spezialisten verschiedener Disziplinen aus zahlreichen Ländern (Frankreich, Italien, Griechenland, Israel, Libanon, Polen, Spanien, Malta) verfassten Aufsätze zielen darauf, die Hauptorte dieser neuen Sakralgeographie zu beschreiben und die Geschichte ihres Kultes aus historischer, religions- und kunstgeschichtlicher Sicht zu rekonstruieren.
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Als Jacques Duèze am 7. August 1316 zum Papst gewählt wurde, war er bereits 72 Jahre alt. Die Kardinäle hatten ihn als Kompromiss‑ und Übergangskandidaten vorgesehen, dessen absehbarer Tod eine neue Wahl ermöglichen würde, doch diese Erwartung wurde gründlich enttäuscht. Als Papst Johannes XXII. regierte er 18 Jahre und war der bedeutendste der in Avignon residierenden Päpste. In vielen Tätigkeitsbereichen engagiert und vielen Konflikten ausgesetzt, perfektionierte er die päpstliche Kurie, erweiterte die Möglichkeiten päpstlicher Einflussnahme und suchte die päpstliche Vollgewalt in praktisches Handeln umzusetzen.Die Beiträge des Sammelbandes tragen zu einer neuen Bewertung des Pontifikat Papst Johannes’ XXII. bei. Sichtbar wird ein umfassendes Konzept des Pontifikats, das die bisher in der Forschung getroffenen Urteile von juristischer Intransigenz und machtpolitischer Optimierung übersteigt: Es ist das Konzept einer langfristigen Implantierung von Regeln und Verfahren auf der Basis der religiösen Begründung des päpstlichen Amtes.
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Trotz der zahlreichen Publikationen, die in den letzten Jahren der Erforschung der mittelalterlichen Seewege im Mittelmeer, des ökonomischen und kulturellen Austausches und des Phänomen der Pilgerfahrt gewidmet waren, bleibt das Thema der spezifischen Andachtsformen, die mit der Seefahrt verbunden waren und zur Herstellung von privilegierten Heiligtümern für die Seefahrer führten, noch ein Desideratum. Wie viele bis jetzt zu wenig beachtete Urkunden bestätigen, bildete sich im Spätmittelalter ein transmediterranes Netzwerk von Heiligen Orten, die insbesondere von Seefahrern besucht wurden und deren Verehrungswürdigkeit mit ihrer Lage am symbolischen Treffpunkt zwischen den Dimensionen Wasser, Erde und Himmel direkt zusammenhing. Die in diesem Band versammelten und von Spezialisten verschiedener Disziplinen aus zahlreichen Ländern (Frankreich, Italien, Griechenland, Israel, Libanon, Polen, Spanien, Malta) verfassten Aufsätze zielen darauf, die Hauptorte dieser neuen Sakralgeographie zu beschreiben und die Geschichte ihres Kultes aus historischer, religions- und kunstgeschichtlicher Sicht zu rekonstruieren.
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Nationale Wissenschaft zwischen zwei Imperien
Die Ševčenko-Gesellschaft der Wissenschaften, 1892–1918
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