Martina Wagner-Egelhaaf – författare
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Der Prophet als Autor ist in der europäischen Literatur und Kunst eine prominente Figur von der Antike bis in die Gegenwart; er wurde jedoch in der ausgedehnten Autorschaftsdebatte der letzten Jahrzehnte kaum angemessen beachtet. Zwei Typen haben das Bild prophetischer Autorschaft geprägt: einerseits der alttestamentliche Prophet, wie er zuerst als Autorität, dann auch als Autor in der jüdischen Schrifttradition etabliert wurde (wie Moses, David, die vier großen und die zwölf kleinen Propheten), und andererseits der inspirierte, vom Enthusiasmus erfüllte Seher-Dichter (vates) von Platon bis in die pagane Spätantike. Der Band verfolgt diese Modelle des göttlich inspirierten und legitimierten Autors in ihren situationsbedingten Modifikationen und immer neuen Funktionen durch wechselnde historische Kontexte, um im interdisziplinären Vergleich diese Autorrollen in diversen religiösen und politischen Gemeinschaften und ihrer Schriftproduktion genauer zu beschreiben. Prophetisches Charisma behauptet vor allem in Krisen- und Umbruchzeiten seinen Anspruch auf kritische Gegenwartsanalyse, Zukunftsdeutung und Heilsversprechen. Formen der Autorisierung prophetischer Rede in einer doppelten Autorschaft, die besondere Hermeneutik prophetischer Schriften sowie Vorbehalte gegenüber Pseudoprophetentum bis hin zu kritisch-ironischem Umgang mit den alten prophetischen Traditionen sind Themen der Beiträge von namhaften Vertreterinnen und Vertretern der Theologie, der Klassischen, Mittellateinischen und Neulateinischen Philologie, der Germanistik, Romanistik, Arabistik und Allgemeinen Literaturwissenschaft sowie der Geschichte. Der Band entstand im Rahmen des Exzellenzclusters "Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne" an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
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Autobiographical writings have been a major cultural genre from antiquity to the present time. General questions of the literary as, e.g., the relation between literature and reality, truth and fiction, the dependency of author, narrator, and figure, or issues of individual and cultural styles etc., can be studied preeminently in the autobiographical genre. Yet, the tradition of life-writing has, in the course of literary history, developed manifold types and forms. Especially in the globalized age, where the media and other technological / cultural factors contribute to a rapid transformation of lifestyles, autobiographical writing has maintained, even enhanced, its popularity and importance. By conceiving autobiography in a wide sense that includes memoirs, diaries, self-portraits and autofiction as well as media transformations of the genre, this three-volume handbook offers a comprehensive survey of theoretical approaches, systematic aspects, and historical developments in an international and interdisciplinary perspective. While autobiography is usually considered to be a European tradition, special emphasis is placed on the modes of self-representation in non-Western cultures and on inter- and transcultural perspectives of the genre. The individual contributions are closely interconnected by a system of cross-references. The handbook addresses scholars of cultural and literary studies, students as well as non-academic readers.
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Autobiographical writings have been a major cultural genre from antiquity to the present time. General questions of the literary as, e.g., the relation between literature and reality, truth and fiction, the dependency of author, narrator, and figure, or issues of individual and cultural styles etc., can be studied preeminently in the autobiographical genre. Yet, the tradition of life-writing has, in the course of literary history, developed manifold types and forms. Especially in the globalized age, where the media and other technological / cultural factors contribute to a rapid transformation of lifestyles, autobiographical writing has maintained, even enhanced, its popularity and importance. By conceiving autobiography in a wide sense that includes memoirs, diaries, self-portraits and autofiction as well as media transformations of the genre, this three-volume handbook offers a comprehensive survey of theoretical approaches, systematic aspects, and historical developments in an international and interdisciplinary perspective. While autobiography is usually considered to be a European tradition, special emphasis is placed on the modes of self-representation in non-Western cultures and on inter- and transcultural perspectives of the genre. The individual contributions are closely interconnected by a system of cross-references. The handbook addresses scholars of cultural and literary studies, students as well as non-academic readers.
2 428 kr
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Der Prophet als Autor ist in der europäischen Literatur und Kunst eine prominente Figur von der Antike bis in die Gegenwart; er wurde jedoch in der ausgedehnten Autorschaftsdebatte der letzten Jahrzehnte kaum angemessen beachtet. Zwei Typen haben das Bild prophetischer Autorschaft geprägt: einerseits der alttestamentliche Prophet, wie er zuerst als Autorität, dann auch als Autor in der jüdischen Schrifttradition etabliert wurde (wie Moses, David, die vier großen und die zwölf kleinen Propheten), und andererseits der inspirierte, vom Enthusiasmus erfüllte Seher-Dichter (vates) von Platon bis in die pagane Spätantike. Der Band verfolgt diese Modelle des göttlich inspirierten und legitimierten Autors in ihren situationsbedingten Modifikationen und immer neuen Funktionen durch wechselnde historische Kontexte, um im interdisziplinären Vergleich diese Autorrollen in diversen religiösen und politischen Gemeinschaften und ihrer Schriftproduktion genauer zu beschreiben. Prophetisches Charisma behauptet vor allem in Krisen- und Umbruchzeiten seinen Anspruch auf kritische Gegenwartsanalyse, Zukunftsdeutung und Heilsversprechen. Formen der Autorisierung prophetischer Rede in einer doppelten Autorschaft, die besondere Hermeneutik prophetischer Schriften sowie Vorbehalte gegenüber Pseudoprophetentum bis hin zu kritisch-ironischem Umgang mit den alten prophetischen Traditionen sind Themen der Beiträge von namhaften Vertreterinnen und Vertretern der Theologie, der Klassischen, Mittellateinischen und Neulateinischen Philologie, der Germanistik, Romanistik, Arabistik und Allgemeinen Literaturwissenschaft sowie der Geschichte. Der Band entstand im Rahmen des Exzellenzclusters "Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne" an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
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Rhetoriken zwischen Recht und Literatur
Interdisziplinäre und interkulturelle Zugänge
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Normativität in Recht und Literatur
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Die Normativität des Rechts wird niemand bestreiten – inwiefern das Literatursystem normativ ist, ist dagegen offen, obgleich die Poetik ‚Gesetze‘ kennt, die Gattungstheorie normativ argumentiert und die Literaturkritik nach bestimmten Kriterien urteilt. Dieser Band vergleicht Normativitäten von Recht und Literatur, fragt nach Spiegelungen, Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Neben systematischen Differenzierungen im Feld normativer Begriffe werden Quellen von Normativität sowie Formen von Autorisierung diskutiert und nicht zuletzt die Möglichkeiten der Durchsetzung von Normen sowie Ressourcen, die Einzelne der Kraft der Normierung entgegenzusetzen vermögen.
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Vielfach ist die Rede davon, dass im Zeitalter der Globalisierung das Konzept der Nation ausgedient habe. Die politischen Realitäten aber sprechen eine andere Sprache. Immer noch werden im Namen der Nation Kriege geführt, weiterhin drohen transnationale Verbünde an nationalen Eigeninteressen zu scheitern.Die Frage nach Nation und Nationalismus ist bisher eher von politik- und geschichtswissenschaftlicher Seite diskutiert worden. Wenn es allerdings um die imaginäre Seite nationaler Selbstkonstruktionen und ihre kulturellen Dynamiken geht, können jedoch, wie der Band eindrücklich zeigt, Literatur-, Film- und Kulturwissenschaft entscheidende kritische Beiträge leisten.
430 kr
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Emotion and Religion in Times of Crisis
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Akten Des XII. Internationalen Germanistenkongresses Warschau 2010- Vielheit Und Einheit Der Germanistik Weltweit
Aufgaben Der Erforschung Der Mittleren Deutschen Literatur Bzw. Der Kulturgeschichte Der Fruehen Neuzeit- Autofiktion. Neue Verfahren Literarischer Selbstdarstellung- Klassische Moderne-Schwellen -Mitherausgeber: Hans-Gert Roloff, Martina Wagner-E
704 kr
Tillfälligt slut