Matthias Herrgen – författare
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Die Herausgeber
Prof. Dr. Nicola Erny ist Professorin für Philosophie an der Hochschule Darmstadt.
Dr. Matthias Herrgen lehrte am Philosophischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.
Prof.Dr. Jan Cornelius Schmidt unterrichtet Philosophie, Ethik und Technikfolgenabschätzung an der Hochschule Darmstadt.
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Die Debatte zur sozialen Kognition ist ein zentrales Thema einer aktuell entstehenden Forschungslandschaft zur Interdisziplinären Anthropologie. Der Band sammelt die Beiträge führender Wissenschaftler/Innen in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und bindet sie in eine dialogische Form ein. Es zeigt sich, dass die interdisziplinäre Forschung zur Sozialen Kognition an den Schnittstellen der Disziplinen neue Perspektiven für ein zeitgemäßes Verständnis des Menschen eröffnet.
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Gewalt und Aggression gehören zu den zentralen Problemen der Anthropologie. Dieser Band versammelt Beiträge von Natur-, Geistes und Sozialwissenschaftlern, um einen interdisziplinären Dialog zum Thema Gewalt zu eröffnen. Der Diskursteil enthält einen Hauptbeitrag aus sozialpsychologischer Perspektive, Kommentare aus unterschiedlichen Fachgebieten und eine Replik der Autorin. Zusätzliche Forschungsbeiträge erweitern den Themenschwerpunkt des Bandes. Komplettiert wird das Jahrbuch mit den Rubriken „Beiträge“, „Berichte“, „Rezensionen“ und „Kalender“, die allesamt Beiträge zur Diskussionslandschaft einer Interdisziplinären Anthropologie bieten.
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Religion, das Phänomen des Religiösen, Religiosität alsVerhaltensweise sowie die vielfältigen Formen religiöser Praxis stehen imZentrum wissenschaftlicher Debatten und alltäglicher sozialpolitischerDiskussionen über die Grenzbestimmungen von Kulturen, Gesellschaften undIndividuen. Dieser Band versammelt Beiträge aus den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, um eineninterdisziplinären Dialog zum Thema Religiosität zu eröffnen. Der Diskursteilenthält einen Hauptbeitrag, Kommentare aus unterschiedlichen Fachgebieten sowieeine Replik. Komplettiert wird das Jahrbuch mit den Rubriken „Forschung“, „Beiträge“,„Projekte“, „Rezensionen“ und „Kalender“, die allesamt zurDiskussionslandschaft einer Interdisziplinären Anthropologie beitragen.
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Das Jahrbuch nimmt mit „Tod und Sterben“ ein zentrales Thema des anthropologischen Diskurses auf: Die Abkehr von religiösen Weltdeutungen und die zunehmende Individualisierung und Flexibilisierung vieler Lebensbereiche prägen nicht nur gesellschaftliche Einstellungen zum Tod und zum Sterben; auch die konkreten Praxen, wie heute gestorben und wie der Toten gedacht wird, haben sich gewandelt und zu einer Pluralisierung von Todesbildern geführt. Wo vormals tradierte Riten den Umgang mit Sterben und Tod strukturierten, stehen den Einzelnen gegenwärtig unterschiedlichste Formen der „Gestaltung“ des (eigenen) Sterbens, der Bestattung und des Andenkens zur Wahl. Der Diskurs mit dem Leitartikel „Tod und Sterben. Anthropologisch-praktische Überlegungen“ eröffnet eine Debatte, die facettenreich Beiträge zu einer modernen Thanatologie zusammenträgt. Die Kommentare & Replik zeigen sehr eindringlich den pragmatistischen Charakter des interdisziplinären Projektes des Jahrbuchs, das mit einer Position zum Verhältnis von Anthropologie und Ethik einen normativen Beitrag zum Schwerpunkthema leistet.
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Der Diskurs im aktuellen Jahrbuch analysiert anschaulich die Phänomene von Technikanalysen und Mensch-Maschine-Systemen bis hin zu den gesellschaftlichen Aspekten von Quantifizierung in Bildung und Arbeit.
Jedwede Vermessung des Menschen zählt zu den Problemfeldern der Humanwissenschaften, die nicht selten mit reduktionistischen Problemen verknüpft sind. In jüngster Geschichte unterstützte die physische Anthropologie mit einer empirischen Untermauerung rassentypologischer Ideale eine auf Eugenik ausgerichtete Politik. In der Gegenwart leistet insbesondere die lebensweltliche Durchdringung digitaler Endgeräte (wearables) eine Quantifizierung des Menschen, die einerseits mit objektiven Daten eine rationalere Lebensführung verspricht, andererseits mit Debatten über Monitoring und Überwachung auch auf soziale, respektive gesellschaftliche Herausforderungen verweist. Lässt sich die Qualität der menschlichen Selbstgestaltung in Quantitäten auflösen? Sind objektive Messdaten subjektiven Selbsteinschätzungen überlegen – oder leisten sie Stigmatisierungen Vorschub?