Sascha Kansteiner – författare
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Ergänzungsprozesse
Transformation antiker Skulptur durch Restaurierung
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Die wissenschaftliche Erforschung antiker Skulptur ist von Anfang an durch transformierte Antiken bestimmt: einen maßgeblichen Teil der Materialbasis machen Statuen aus, die zwischen 1500 und 1900 vervollständigt worden sind.
Im vorliegenden Band wird versucht, anhand von ausgesuchten Beispielen den Hintergründen von Ergänzungen auf die Spur zu kommen.
Fallstudien zu antiken Skulpturen und ihren Imitationen
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Die Beschäftigung mit antiker Skulptur hat immer wieder dazu angeregt, antikisierende Bildwerke herzustellen. Etliche dieser Transformationen sind im Rahmen der wissenschaftlichen Beschäftigung mit antiker und nachantiker Skulptur irrtümlich in der Antike verortet worden und daher Gegenstand eines Teilprojektes des SFB 644 (Humboldt-Universität Berlin). Ein Kolloquium, das der SFB im Oktober 2014 ausgerichtet hat, bot die Gelegenheit, die Argumente, die für die Unterscheidung zwischen antiken und vermeintlich antiken Skulpturen(-teilen) ins Feld geführt werden, zusammenzutragen und auf ihre Tragfähigkeit zu prüfen. Die Beispiele aus der Porträt-, Ideal- und Reliefplastik, die während des Kolloquiums diskutiert wurden, liegen nunmehr in dem Band Pseudoantike Skulptur I vor.
Zeitversetzt werden die Ergebnisse der Untersuchungen, die im Teilprojekt B 10 angestellt worden sind, in einer Monographie mit dem Titel Pseudoantike Skulptur II präsentiert. Im Vordergrund steht dort die für die Bewertung der Bildhauerkunst der Antike zentrale Frage nach dem Einfluss von Imitationen antiker Skulpturen auf die Beurteilung von klassizistischen Neuschöpfungen aus der römischen Kaiserzeit.
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Die Beschäftigung mit antiker Skulptur hat immer wieder dazu angeregt, antikisierende Bildwerke herzustellen. Etliche dieser Transformationen sind im Rahmen der wissenschaftlichen Beschäftigung mit antiker und nachantiker Skulptur irrtümlich in der Antike verortet worden und daher Gegenstand eines Teilprojektes des SFB 644 (Humboldt-Universität Berlin). Ein Kolloquium, das der SFB im Oktober 2014 ausgerichtet hat, bot die Gelegenheit, die Argumente, die für die Unterscheidung zwischen antiken und vermeintlich antiken Skulpturen(-teilen) ins Feld geführt werden, zusammenzutragen und auf ihre Tragfähigkeit zu prüfen. Die Beispiele aus der Porträt-, Ideal- und Reliefplastik, die während des Kolloquiums diskutiert wurden, liegen nunmehr in dem Band Pseudoantike Skulptur I vor.
Zeitversetzt werden die Ergebnisse der Untersuchungen, die im Teilprojekt B 10 angestellt worden sind, in einer Monographie mit dem Titel Pseudoantike Skulptur II präsentiert. Im Vordergrund steht dort die für die Bewertung der Bildhauerkunst der Antike zentrale Frage nach dem Einfluss von Imitationen antiker Skulpturen auf die Beurteilung von klassizistischen Neuschöpfungen aus der römischen Kaiserzeit.
Pseudoantike Skulptur II
Klassizistische Statuen aus antiker und nachantiker Zeit
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Eines der Leitmotive der antiken Bildhauerkunst ist die Orientierung an Werken vergangener Epochen. Bei der Beschäftigung mit idealplastischen Skulpturen von der Hand griechischer Bildhauer, die im späten Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit tätig gewesen sind, stellt sich daher häufig die Frage, ob die Bildhauer im Einzelfall ein berühmtes Vorbild kopiert oder aber eine klassizistische Neuschöpfung kreiert haben. Zur Beantwortung dieser Frage sind in der Forschung immer wieder Skulpturen herangezogen worden, die als antik angesehen wurden, ohne es tatsächlich zu sein. Ihnen und der Arbeitsweise der griechischen Bildhauer, die ältere Werke rezipiert haben, gilt die vorliegende Studie.
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Eines der Leitmotive der antiken Bildhauerkunst ist die Orientierung an Werken vergangener Epochen. Bei der Beschäftigung mit idealplastischen Skulpturen von der Hand griechischer Bildhauer, die im späten Hellenismus und in der römischen Kaiserzeit tätig gewesen sind, stellt sich daher häufig die Frage, ob die Bildhauer im Einzelfall ein berühmtes Vorbild kopiert oder aber eine klassizistische Neuschöpfung kreiert haben. Zur Beantwortung dieser Frage sind in der Forschung immer wieder Skulpturen herangezogen worden, die als antik angesehen wurden, ohne es tatsächlich zu sein. Ihnen und der Arbeitsweise der griechischen Bildhauer, die ältere Werke rezipiert haben, gilt die vorliegende Studie.
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In diesem Katalog zu einer Ausstellung der Abguss-Sammlung Antiker Plastik der Freien Universität Berlin werden antike Skulpturen erstmalig literarischen und epigraphischen Zeugnissen des 6. Jh. v. Chr. bis 11. Jh. n. Chr. gleichgewichtig gegenübergestellt. An einer repräsentativen Auswahl von über 40 Exponaten und den dazugehörigen Schriftquellen diskutiert die Ausstellung wichtige Probleme von Text und Skulptur und leistet auf diese Weise einen Beitrag zum besseren Verständnis der antiken Plastik. Unter anderem wird den Fragen nachgegangen, worauf die Benennung einer Statue, ihre Zuschreibung an einen Künstler und ihre Datierung basieren.Der Katalog ist im Rahmen eines interdisziplinären Projekts entstanden, das zur Aufgabe hat, das veraltete Standardwerk von Johannes Overbeck, Die antiken Schriftquellen zur Geschichte der bildenden Künste bei den Griechen (1868), zu ersetzen und mittels Übersetzung, philologisch-epigraphischem und archäologischem Kommentar, Literaturnachweisen und Abbildungen den aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Der „Neue Overbeck“ wird 2009 in vier Bänden bei Walter de Gruyter erscheinen.
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